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Abomination
Action-Strategie
von
PC1999
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Urplötzlich wird die USA von einem rätselhaften Virus heimgesucht, der fast die gesamte Bevölkerung auslöscht. Kurz darauf tauchen Überlebende auf, die sich die "Faithful" nennen und im Namen der "Brut" Absolution anbieten. Die "Brut" sind seltsame Mutanten, die im ganzen Land Angst und Schrecken verbreiten. Gegen sie vorzugehen, ist Aufgabe des Spielers.

Pistole, MP oder Minigun?

Im Spiel angekommen, bemerkt man zunächst eine sehr schlichte Stadtkarte. Ganz in rot gehalten zeigt sie wichtige Einrichtungen wie Waffenlager und Forschungslabors. Auf die Forschung lässt sich übrigens nur indirekt zugreifen. Wenn es irgendwo in der Stadt einen Vorfall gibt, um den man sich kümmern soll, wird einem das als Radarmeldung gezeigt, und damit man so ein Ereignis nicht verpasst erscheint in der Ecke auch noch ein Symbol, das einen per Klick zur richtigen Stelle auf der Karte führt. Das war's auch schon, was es zur Karte zu sagen gibt. Außer der Karte gibt es noch zwei weitere wichtige Menüs, das Ausrüstungsmenü (dazu gleich mehr) und ein Dateimenü. Hier kann man sich Biografien seiner Teammitglieder durchlesen, die letzten Forschungsberichte einsehen, und hier werden natürlich auch sämliche Ausrüstungsgegenstände und Waffen genau beschrieben.
Wenn nun eine Radarmeldung auf der Karte erscheint, klickt man dessen Zentrum einfach an, und es öffnet sich ein Menü, wo man 4 Agenten aus seinem 16-köpfigen Team auswählen muß. Vorher sollte man aber zumindest diese 4 Agenten ausrüsten. Dieses Ausrüstmenü ist ein wenig unkomfortabel, da man die Agenten nicht einzeln anklicken kann, sondern immer erst durch alle durchscrollen muß. Das Ausstaten der Soldaten selbst geht aber sehr leicht und schnell. Es gibt 3 Kategorien, Ausrüstung (Granaten/Bewegungsmelder/Medipacks usw.), Waffen und Munition. Ein Klick auf den Gegenstand genügt, und er erscheint im Inventar des Agenten. 
Acht der Agenten gehören zum Projekt Nemesis, und haben spezielle Fähigkeiten wie z.B. Heilen (Doc), Extreme Stärke (Savage) oder Unsichtbarkeit (Ninja). Auf diese Soldaten sollte man also im Kampf besonders achten und ihnen stets die beste Ausrüstung zukommen lassen. Der Rest, der sich aus anderen Überlebenden zusammenstellt ist mehr oder weniger entbehrlich.

Viel Action, wenig Taktik!

Ist man fertig mit dem Ausrüsten, geht man wieder zurück auf die Karte, wählt seine Agenten aus, und bestätigt. Danach kommt man zur Missionsbesprechung. Die Missionen sind allerdings nicht so wahnsinnig vielfältig. Im Grunde beschränken sie sich auf 3 Typen, Gegenstand finden (Person evakuieren), Gegenstände plazieren (z.B. Überwachungskameras) oder einfach alles vernichten (Angriff oder Verteidigung). 
Hat man sich die Aufgabe durchgelesen und bestätigt (man kann auch noch ablehnen falls man etwas vergessen hat), geht's zur Sache. Was einem dabei zunächst unangenehm auffällt, ist die maximale Auflösung von 640x480 Bildpunkten. Gerade auf größeren Monitoren sieht das ziemlich hässlich aus. Die Grafik selbst ist zwar detailliert, aber der Comicstil gefällt sicherlich nicht jedem. Was danach kommt gerät sehr schnell zur Routine. Man markiert seine Agenten per Auswahlrahmen, schickt sie einmal um die Karte, mäht alles nieder, und erfüllt dann sein Missionsziel. Das ist unabhängig vom Schwierigkeitgrad immer das selbe, mit ihm ändert sich nur die Zeit, die man dafür braucht. Auf "leicht" ist eine Karte in 3 Minuten leergefegt, doch schon auf "mittel" macht der Schwierigkeitsgrad einen gewaltigen Sprung, und man wird gezwungen etwas taktischer vorzugehen.

Gibt's auch mal was Neues?

Tja, das war's eigentlich auch schon fast. Man spielt seine Missionen, gelegentlich tauchen neue Gegner auf, und dann spielt man wieder die selben Missionen. Das liegt daran, daß das Spiel in Abschnitte unterteilt ist. Im ersten kämpft man nur gegen die Faithful und kleine Krieger der "Brut". Und erst wenn man eine bestimmte Anzahl Missionen gespielt hat (oder eine bestimmte Zeit lang gespielt hat, genau weiß ich das auch nicht) kommt man in den nächsten Abschnitt, und es gibt neue Gegner und Waffen. Dieser Wechsel läßt aber immer sehr lange auf sich warten, und es kommt Langeweile auf. Bis man schließlich zu den letzten einigermaßen interessanten Aufträgen kommt (von denen man wieder viel zu viele erledigen muß) vergeht viel Zeit, und das ständige Durchsuchen aller möglichen Müll- und Schrotthaufen nach brauchbaren Gegenständen und Waffen geht einem auch irgendwann auf die Nerven. 
So hat dieses Spiel leider eine Menge Potential verschenkt. Mehr verschiedene Gegner, interessantere Missionen im Anfangs- und Mittelteil des Spiels sowie die Möglichkeit wirklich taktisch vorzugehen hätten dem Spiel eine 70er Wertung gesichert.
Überall in der Stadt wachsen diese komischen Dinger!
Später gibt´s auch mal größere Gegner ...
Imposant aber meist nutzlos.
Naja, die Effekte halten sich in Grenzen.
Fazit: Wer X-Com und/oder Syndicate gut fand und viel Geduld hat, kann zugreifen, sollte aber nichts Neues erwarten.
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Präsentation (1-20)
14
Systemanforderungen:
Minimum:  Pentium 166, 32MB RAM
Empfohlen: Pentium 200MMX, 64MB RAM
Platz auf HD: 400 MB - 490MB
Schwierigkeitsgrad: variabel
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Handhabung (1-20)
16
2
Spieltiefe (1-20)
10
1
Motivation (1-20)
12
  Gesamtwertung
62
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