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Battlezone 2
Action-Strategie
von
PC2000
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Test

 

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GameCaptain
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Hintergrund
Vor einigen Jahren entdeckten die Menschen eine Substanz, die zwar die Eigenschafen eines Metalls hatte, aber offensichtlich lebte und seine Form verändern konnte. Amerikaner und Russen dachten natürlich gleich an eine militärische Verwendung. Irgendwann reichten die Vorkommen aber nicht mehr aus, und man begann damit, das Sonnensystem nach weiteren Quellen abzusuchen. Ein Krieg entbrannte! 
Die Amerikaner schafften es schließlich, per Verschmelzung von Mensch und "Bio-Metall" eine ultimative Waffe zu erschaffen, die sich aber plötzlich gegen sie wandte. In ihrer Verzweiflung suchten sie Hilfe bei den Russen. Tatsächlich gab es eine Allianz, und man schaffte es gemeinsam, die jetzt "Furien" genannten Kreaturen von der Erde zu vertreiben. 
Doch ein paar Wissenschaftler führten ihre "Mensch-Bio-Metall"-Forschungen fort, und diese Forschungseinrichtung wird plötzlich von einer unbekannten Macht angegriffen...

Auf in den Kampf

In Battlezone 2 spielt man den Soldaten Cooke, und zwar nimmt man dabei aktiv am Kampfgeschehen teil! Im Spiel hat man die Wahl zwischen der Ich-Perspektive und verschiedenen Außenansichten. Außerdem kann man fast jedes Fahrzeug selbst steuern, man springt einfach aus seinem derzeitigen aus, und sagt einer anderen Einheit, daß man abgeholt werden möchte. Die Steuerung der Schwebe-Panzer ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig, da sie recht schwerfällig reagieren.
Das Interface für den Basisbau und der Einheitensteuerung ist ganz gut gelungen. Man hat die Wahl, einzelne Einheiten anzuwählen, oder Gruppen zusammenzufassen. Aus einem Menü wählt man dann die gewünschte Aktion aus. 
Der Basisbau kann auf zwei Arten erfolgen. Entweder in der normalen 3D-Ansicht, also während man in einem Fahrzeug sitzt, oder man begibt sich in einen Funkbunker, und steuert den Basisbau mit einem herkömmlichen Interface, wie es viele 2D-Echtzeitstrategie-Spiele verwenden, dem aber einiges an Komfort fehlt. Ansonsten positioniert man immer erst seinen Recycler (Hauptgebäude), und baut dann per Konstruktor Kraftwerke, Fabriken, Geschütztürme usw. Die dafür benötigte Ressource ist Scrap. Das lässt man von einem Scavenger einsammeln, und zwar indem man ihn über einem der unerschöpflichen Scrap-Pools plaziert.

Interessante Missionen

Die Missionen laufen alle sehr unterschiedlich ab. Mal muss man eine Stellung verteidigen, einen Transporter beschützen oder eben auch mal eine komplette Basis neu errichten und den Gegner besiegen. Es kommt dabei aber nie wirklich auf die simple Auslöschung aller gegnerischen Einheiten an, sondern man hat immer ein ganz bestimmtes Ziel zu erreichen. 

In einer Mission z.B. wird man zu Hilfe gerufen, um eine Basis wieder funktionstüchtig zu machen. Man springt aus einem Transporter über der Basis ab, und findet diese halb zerstört vor. Zu allem Überfluss läuft gerade noch ein Angriff der Scions, und alles was einem zur Verfügung steht ist ein fast zerstörter Panzer. 
Da heiß es schnell handeln, Energie wieder herstellen, und schnell möglichst viel Scrap abbauen, um eine Streitmacht zusammenstellen zu können. Ein Scrap-Pool in der Nähe wird jedoch von feindlichen Geschütztürmen bewacht! 
Hier kommt ein besonderes Feature des Spiels zum tragen. Denn jetzt steigt man aus, wechselt in den Sniper-Modus, und schießt die feindlichen Geschützturm-Piloten aus sicherer Entfernung aus ihrem Cockpit. Nachdem man nun den Scrap-Pool eingenommen hat, kann man sich an den Basisausbau machen. Man findet noch einige verlassene Scavenger, die man mit Piloten bestückt und Scrap abbauen lässt. Das Ziel ist schließlich eine Energiequelle in der feindlichen Basis, die man nicht zerstören sondern bergen soll.

Der Sniper-Modus ist übrigens nicht nur praktisch um einzelne feindliche Einheiten einfach nur auszuschalten. Man kann diese nahezu unbeschädigten Fahrzeuge abtransportieren, mit einem Piloten bestücken, und sie so der eigenen Armee hinzufügen. 

Hat man nun seine Basis soweit ausgebaut, kann man sich an die Zusammenstellung der Einheiten machen. Dabei hat man die Wahl unter Mörser-Bikes, verschiedenen Aufklärern und Panzern, sowie dem sehr starken Walker (letzter Screenshot). Dennoch ist die richtige Zusammenstellung der Armee nur solange wichtig, wie man den Walker noch nicht bauen kann. Sobald man ihn hat, baut man davon ein paar und ist alle Sorgen los. Die gebauten Einheiten fasst man dann in 2 oder 3 Gruppen zusammen, und führt sie zum Gegner.

KI-Probleme

Ein negativer Punkt bei Battlezone 2, welcher eine deutlich höhere Wertung verhindert, ist die KI. Nicht immer kommen die eigenen Einheiten mit dem 3D-Gelände zurecht. Konstruktoren - das sind große Roboter, die für den Bau von Gebäuden zuständig sind - bleiben gerne mal an einem Gebäude hängen. Einheiten, die man aus größerer Entfernung zu sich ruft, fahren schonmal in eine Sackgasse, wo z.B. ein Lavasee den Weg versperrt.
Langsamere Einheiten, wie der Walker tendieren in der Gruppe dazu, sich gegenseitig zu behindern, wodurch sie langsamer werden als sie ohnehin schon sind. Und auch das Angriffsverhalten der Einheiten gehört nicht zum besten. Mörser-Bikes z.B. sollten aus sicherer Entfernung die Gegner bombardieren, fahren aber sehr häufig erstmal bis auf wenige Meter an sie heran.

Tolle Atmosphäre

Kommen wir zu den stärksten Seiten von Battlezone 2. Da ist zum einen natürlich die Grafik zu nennen. Was Battlezone hier alles auffährt ist schon beeindruckend. Das Gelände an sich ist schon toll, Schluchten und Hügel wirken natürlich, und die guten Texturen steuern ihren Teil dazu bei. 
Wenn man dann noch in einen Dschungel mit Bäumen und anderer Vegetation sowie Seen mit spiegelnder Oberfläche und atmosphärisch passendem Himmel versetzt wird, macht es alleine schon Spaß die Umgebung zu erkunden. Plötzlich aus dem Dickicht auftauchende Gegner sorgen für die ein oder andere Überraschung. Aber auch der ganze Rest, Lichteffekte und Explosionen sowie das Einheiten-Design sind sehr gut gelungen. Und nicht zuletzt macht das Fahren mit einem Schwebe-Panzer einfach Spaß!

Was Sound und Musik angeht, da wird leider nur Altbewährtes geboten. In den Missionen selbst gibt es keine Musik, sondern nur in den Menüs. Gut gemacht sind die Funksprüche, mit denen zum einen die Story weitergeführt wird, über welche man aber natürlich auch neue Befehle bekommt.

Im Snipermodus!
Die Satellitenübersicht
Die 2 machen mich ganz schön fertig...
Sehen die nicht putzig aus?
Fazit: Battlezone 2 ist ein leicht zugängliches ActionStrategie-Spiel, mit dem Anfänger und auch Profis Spaß haben können. Wer zudem auch noch die passende Hardware hat, und die Details auf Maximum stellen kann, wird mit einer prächtigen Grafik belohnt.
1
Präsentation (1-20)
19
Systemanforderungen:  
Minimum:  P-200, 64MB RAM, 3D-Karte
Empfohlen: P2-400, 128MB RAM, gute 3D-Karte
Platz auf HD: 500MB (Installation), 100MB (Aulagerungsdatei)
Schwierigkeitsgrad: normal-hoch
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1
Handhabung (1-20)
16
2
Spieltiefe (1-20)
17
1
Motivation (1-20)
17
  Gesamtwertung
86
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