Kane ist besiegt, doch die NOD erholen
sich bereits von diesem Schlag. Und noch immer ist nicht geklärt,
was das Tiberium genau ist, und woher es stammt. Nun will man eine mysteriöse
Datenmatrix von einem abgestürzten Alien-Schiff finden, und entschlüsseln.
Doch der einzige Mann, dem das möglich wäre stirbt ...
Altes und Neues
Es ist, wie bei Mission-Packs nunmal üblich vieles beim Alten geblieben.
Die Grafik hat sich nicht verändert, und die Steuerungselemente sind
ebenfalls alle geblieben. Aber die Neuerungen, wenn es auch nicht viele
sind, können sich sehen lassen. Da wäre zunächst mal ein
neuer Gelände-Typ. Er steht für die immer stärker werdende
Verseuchung der Erde durch das Tiberium, und heißt deshalb passend
"mutiert". Dort sieht man seltsame grüne und blaue Gesteinsformationen
und allerlei merkwürdige Pflanzen.
Neue Einheiten gibt es natürlich auch. Auf der Seite der GDI sind
das der Moloch (eine Art 3-fach-Artillerie), die Mobile Waffenfabrik (lässt
sich ähnlich wie der Bauhof entfalten) und die mobile E.M.-Pulskanone.
Bei den NOD gibt es nun einen mobilen Stealth-Generator und einen Cyborg-Mäher
(verschießt Netze die Cyborgs kampfunfähig machen).
Durch diese Einheiten eröffnen sich besonders für die GDI
natürlich ganz neue Möglichkeiten, die hatten es auch dringend
nötig, war doch NOD in Tiberian Sun klar im Vorteil. Die NOD-Taktik
jedoch, mit Untergrund-BMT und einigen Ingenieuren gleich die halbe gegnerische
Basis einnehmen zu können, wurde optional entschärft. Denn für
Multiplayer-Gefechte lässt sich nun einstellen, daß wie in den
ersten beiden C&C-Teilen jeweils drei Ingenieure benötigt werden,
um ein Gebäude zu übernehmen.
Was einige Unannehmlichkeiten im Spiel angeht, hätte ich mir etwas
mehr Konsequenz bei den Entwicklern gewünscht. So wurde zwar das Mauerbauen
für die GDI erleichtert (es lassen sich gleich fünf Stück
plazieren), andere Bugs jedoch blieben unberührt. Schickt man Flugeinheiten
auf eine mit Wegpunkten markierte Route, landen diese immernoch an jedem
Wegpunkt bevor sie weiterfliegen. Ausserdem ist es immernoch möglich,
einen eigenen Sammler einzumauern, und eine gegnerische Raffinerie zu blockieren,
indem man ihn per [Alt]-Taste dorthin schickt.
Missions-Aufguß
In Feuersturm gibt es jeweils neun Missionen für beide Seiten. Zu
denen lässt sich aber eigentlich nicht viel erzählen. Durch die
neuen Einheiten sind sie zwar recht interessant, aber trotzdem ist alles
schonmal dagewesen. Ob man nun mit einem kleinen Team ein bestimmtes Gebäude
infiltrieren muss, oder ob man mit geballter Kraft alle gegnerischen Einheiten
auslöschen muss. Auch Tankrushes funktionieren bei entsprechendem
Gelände immernoch. Baut man als GDI nur Titanen oder als NOD nur Maulwurfspanzer
kann man praktisch nicht verlieren, jedenfalls nicht gegen den Computer.
Der agiert immernoch genauso dämlich wie vorher, macht aber mittlerweile
häufiger gebrauch von Untergrund-BMTs und Teufelszungen.
Trotzdem spannend
Der stärkste Punkt von Feuersturm ist sicher die Story, sowie die
dazu gehörenden Videos. Wie schon in Tiberian Sun sind die Schauspieler
recht gut, und in der deutschen Version auch sehr gut synchronisiert. So
wird man zumindest bei der Stange gehalten, weil man wissen möchte,
wie es weitergeht.