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Tachyon - The Fringe
Weltraum-Simulation
von
PC2000
  Infosheet

Test

 

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GameCaptain
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Die Kante (The Fringe)
Als armer Junge, der immer nur fliegen wollte, hat Jake Logan, die Hauptfigur, seinen Traum erfüllt. Er ist ein unabhängiger Pilot, der (Kampf-) Aufträge gegen Bezahlung ausführt. Es geht ihm ganz gut, er ist angesehen und das Konto ist gefüllt. Auch seine Schiffe können sich sehen lassen. Bis zu dem Tag, an dem er einen Auftrag annimmt und reingelegt wird.
Ein Schiff, dem er Geleitschutz gibt, sprengt sich und eine Raumstation in die Luft. Das Gericht nimmt Logan die Story nicht ab, glaubt, daß er mit verantwortlich ist. Zur Strafe wird er enteignet und mit einem kleinen unbewaffneten Schiff an die Kante verbannt. Dies ist die Region am Rande des Universums, in der keine offizielle Regierung existiert, kein Gesetz gilt. Allerdings teilen sich verschiedene Interessengruppen das Gebiet. Aufgrund der Spannungen zwischen diesen Gruppen, kann ein Pilot auch dort seinen Lohn verdienen.

Von Null auf Hundert

In der Kante fängt man also wieder bei Null an. Schnell kann man sich hocharbeiten, Aufträge für eine oder mehrere Gruppen annehmen und sich wieder einen Namen machen. Je nachdem, für welche Gruppe man sich entscheidet, hat das Vor- und Nachteile. Ab dieser Stelle verläuft das Spiel auch nicht mehr linear. Die Entscheidung, welche Aufträge man annimmt, hat starken Einfluß darauf, welche Folgeaufträge man bekommt und wo man sich besser nicht mehr blicken läßt. Ganz so flexibel, wie das Handbuch verspricht, scheint das Spiel aber nicht zu sein. Ich vermute, daß es nur 2 oder 3 Hauptstränge gibt, die dann innerhalb noch mal kleinere Varianten aufweisen.

Wo ist der Knopf für die Bombe?

Lustig, lustig, tralalalala ... Entgegen dem allgemeinen Trend gibt es von Tachyon keine synchronisierte Version, sondern nur ein deutsches Handbuch zu dem englischen Spiel. Da hilft es auch nicht, wenn Logans Stimme die von Bruce Campbell ist. Den habe ich sowieso noch nie sprechen hören. Doch das ist gar nicht so schlimm, englisch geht ja noch. 
Leider wurde auch die Tastaturbelegung nicht angepaßt. Hilfreicherweise liegt dem Spiel aber ein Zettel bei, der das Problem löst. Einfach die Windows-Tastaturbelegung auf amerikanisch umstellen, dann stimmt alles! Sicher, an meinen Rechner lasse ich nur Tachyon und die CD. Während ich mich noch ärgere, gehe ich also in das (etwas versteckte) Tastaturbelegungsmenü des Spiels und passe alles an. Doch dann Oberhammer: das Spiel schmiert ab. Ich mache das gleiche noch mal, das gleiche Ergebnis. Auch der Patch hilft nicht! Ich habe dann eine Minimaländerung vorgenommen, damit ich überhaupt sinnvoll spielen kann. Das ging ...

500 Sachen - zum Einschlafen

So langweilig war das Fliegen schon lange nicht mehr. Die Kämpfe gegen andere Jäger geben einem wenigstens noch ein bißchen Geschwindigkeitsgefühl. Wenn man aber über große Objekte, z.B. eine Raumstation, fliegt, ist die Geschwindigkeit so hoch, als wenn man mit einem gedrosselten Mofa die Alpen hochjagt. 
Ebenso dürftig ist die Auswahl an Schiffen und Waffen. Man kann zwischen 11 Raumschiffen wählen und sie mit (laut Karton) einzigartigen Waffen bestücken. Stimmt, Laser, Raketen und Nachbrenner habe ich sonst noch nie in einer Weltraumsimulation gesehen! Dieser langweilige Trend setzt sich auch bei den Schiffen fort. Man kennt eben die Konzepte der Steuerung und Handhabung. Sie sind vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis von X-Wing gesetzt worden. Die Umsetzung in Tachyon ist allerdings eher als mittelmäßig zu beschreiben. 
Dennoch, so schlimm, wie sich das anhört, ist Tachyon nun auch nicht. Die Missionen sind in der Regel gut einzuschätzen. Hoffnungsloses Ausprobieren, wie bei StarLancer, muß hier nicht sein. Auch die Art der Missionen gefällt mir ganz gut. Es ist eben nicht hauptsächlich beschützen. Hier ist sogar eine gute neue Idee eingebaut: Man kann sich in "der Arena" anmelden und in Kämpfen auf Leben und Tod zum Supergladiator werden - mal eine nette Abwechslung.

Die Konkurrenz zum Lückenfüller

Tachyon kann Freespace 2 bestimmt nicht vom Thron stoßen. Aber den Posten als Lückenfüller kann es mindestens so gut belegen, wie StarLancer. Vor allem ist die Langzeitmotivation deutlich höher als bei der Konkurrenz. Diese wird auch dadurch unterstützt, daß man immer wieder in neue Gebiete der Kante vorstößt. Die Schwächen in der Handhabung sind allerdings auch für diesen Punkt nicht von Vorteil. So bleibt dem gequälten Weltraumpiloten die Wahl zwischen zwei Spielen, die beide solide konstruiert sind - aber eben nicht den Rahmen des Normalen wegsprengen. Noch ein Wort zu den Systemanforderungen laut Hersteller: maßlos untertrieben.
Eine Raumstation wird angegriffen
Den Feind im Visier
Schöne Explosionen ...
... und die kunterbunte Raumstation
Fazit: Wenn der kleine Jagdhunger kommt ...
2
Präsentation (1-20)
17
Systemanforderungen:  
Minimum:  P 200 MMX, 32 MB RAM, 3D-Karte (P 400 ohne)
Empfohlen: P 200 MMX, 64 MB RAM
Platz auf HD: 500 MB
Schwierigkeitsgrad: nierdig-normal
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1
Handhabung (1-20)
12
1
Atmosphäre (1-20)
17
1
Motivation (1-20)
17
  Gesamtwertung
80
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