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Age of Empires 2
2D-Echtzeitstrategie
von
PC1999
  Infosheet News (6)

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Aktuellste News zum Spiel

1997 konnte Microsoft mit Age of Empires einen Überraschungserfolg landen. Zwar war das Spielprinzip von Warcraft schon bekannt, doch durch die saubere Umsetzung, die detaillierte Grafik und nicht zuletzt die reibungslose Anbindung ans Internet (Microsoft Gaming Zone) konnte sich das Spiel an die Spitze des Genres setzen. Seit einem Jahr warten Fans bereits auf den zweiten Teil "Age of Kings", der nun in den Geschäften liegt.

Im Prinzip...

Das grundsätzliche Spielprinzip ist schnell erklärt: zum einen muß sich der Spieler um die Resourcenbeschaffung kümmern, und zum anderen darum, eine schlagkräftige Armee aufzustellen und die Gegner damit zu besiegen. Die Rohstoffe gliedern sich in Nahrung, Holz, Gold und Stein, wobei keiner der Rohstoffe nachwächst. Für einfache Einheiten und Gebäude benötigt man überwiegend Nahrung und Holz, doch je höherwertiger die Einheiten werden, um so mehr Gold benötigt man für deren Herstellung. Die Einheiten untergliedern sich in Infanterie (Schwertkämpfer), Schützen (Bogenschützen) und Belagerungswaffen. Von den ersten beiden Typen gibt es auch berittene Versionen, die sich dementsprechend schneller bewegen. Für Gefechte auf See stehen noch diverse Galeeren zur Verfügung.
Die grundsätzliche Hackordnung ist dabei wie folgt: Belagerungswaffen setzt man gegen Gebäude ein, Reiter gegen Belagerungswaffen, Infanterie gegen Reiter und Schützen gegen Infanterie. Es gibt keine Einheit, die für alles zu gebrauchen wäre. Die Einheiten unterscheiden sich in Angriffsstärke, Reichweite, Feuergeschwindigkeit und Schnelligkeit. Zusätzlich zu den Standardeinheiten besitzt jedes Volk eine Spezialeinheit, die z.B. besonders stark ist. Diese können allerdings nur in der Burg hergestellt werden, die erst ab dem dritten Zeitalter (Ritterzeit) verfügbar ist.

Gemeinsam einsam (vor dem Internet-PC)

Der große Reiz des Spiels besteht darin, daß jeder Spieler andere Taktiken und Lieblingseinheiten hat, und man sich immer wieder neu darauf einstellen muß. Dies gilt natürlich im besonderen Maße für Spiele im Netzwerk oder über das Internet, wo z.B. auf Microsofts eigenem Spieleserver www.zone.com stets mehrere hundert Spieler aus der ganzen Welt Spielpartner suchen. Die Integration von Spieleserver und Spiel ist dabei vorzüglich gelungen, was aber auch kein Wunder ist, da beide vom selben Hersteller stammen. An Netzwerkpartien können bis zu acht Spieler teilnehmen, die zwischen diversen Spielmodi wählen können (z.B. Königsmord).
Als Einzelspieler hat man die Wahl zwischen den drei Spielmodi "Zufallskarte", "Königsmord" (jeder Spieler bekommt einen König, wird dieser getötet, so hat man verloren) und "Auf Leben und Tod" (hier entfällt das Sammeln der Resourcen, es geht nur ums Kämpfen), oder man spielt eine der vier Kampagnen, in denen man unterschiedliche Missionen erfüllen muß. Die Kampagnen sind allerdings etwas trist ausgefallen, da Videosequenzen fehlen und die Story nur durch einen (allerdings guten!) Sprecher erzählt wird. Hier bieten Starcraft und C&C 3 mehr.

Besser geht's nicht?

Viele Dinge, über die man sich in Teil 1 geärgert hatte, sind in Teil 2 verbessert: So kann man bereits im ersten Zeitalter (Dunkle Zeit) Äcker bauen (vorausgesetzt, man hat eine Mühle), sind diese abgeerntet, so reicht ein Rechtsklick (bei markiertem Bauern) auf das Feld, um ein neues anzulegen (vorausgesetzt, man wartet nicht zu lange) und man kann Gebäude auch bauen, wenn eigene Einheiten auf dem zu bebauenden Feld stehen und muß diese nicht erst verscheuchen. Wird man in einer frühen Spielphase angegriffen, so läutet man die Glocke im Dorfzentrum und alle Arbeiter suchen dort Schutz. Das Dorfzentrum verteidigt sich mit Pfeilen gegen Angreifer, und das um so heftiger, je mehr Arbeiter in ihm Schutz gesucht haben.
Bei den Rohstofflagern gibt es nun für fast jeden Rohstoff ein eigenes (Nahrung - Mühle, Holz - Holzlager, Gold und Steine - Bergarbeiterlager). Updates für eine schnellere Rohstoffgewinnung können nun in den entsprechenden Lagern vorgenommen werden. Für die Rüstungsupdates, die in Teil 1 noch in der Lagergrube gemacht wurden, gibt es nun die Schmiede. Alles ist nun logischer angeordnet und kann damit schneller gefunden werden. Wie in Teil 1 gibt es auch wieder Handel mit Verbündeten, diesmal nicht nur mit Schiffen sondern auch mit Marktkarren.

Spione wie wir

Auf der einen Seite ist Age of Empires mit dem zweiten Teil defensiver geworden (man kann sich ohne Updates bereits in der dunklen Zeit mit einer Palisade schützen, die überdies nur zwei Holz je Element kostet), auf der anderen Seite haben Belagerungswaffen wieder mit Abstand die größte Reichweite, so daß es mit dem Bau von Mauern alleine nicht getan ist. Allerdings ist der Rush zu Spielbeginn schwieriger geworden, da alles etwas länger dauert und der Gegner relativ schnell eine Verteidigung aufbauen kann. Eine sehr sinnvolle Verbesserung hat es gegeben, um Endlosspiele zu verhindern: Konnte ihr Gegner in Teil 1 noch mit einem Bauern entkommen und in einem entlegenen Teil der Karte eine neue Basis aufbauen, die Sie erst einmal finden mußten, so können Sie nun in der Burg Spione entwickeln und auf das gegnerische Volk ansetzen, wodurch es auf der Karte sichtbar wird, und Sie es gezielt vernichten können. Die Kosten der Spione hängen dabei von der Größe des gegnerischen Volkes ab.
Neu sind auch die Formationen. Haben Sie sich nicht auch in Teil 1 darüber geärgert, daß ihre Truppen immer im Pulk durch die Landschaft liefen und somit ein leichtes Ziel für Belagerungswaffen waren? Nun formieren Sie ihre Truppe einfach gestaffelt, so daß die Abstände zwischen den Einheiten größer werden damit bei einem Angriff nicht mehr so viele Einheiten auf einmal getroffen werden. Oder Sie möchten eine besonders wertvolle Einheit schützen, wie z.B. den Marktkarren? Dann wählen Sie die Kastenformation, die schwache Einheiten in der Mitte einschließt. Außerdem gibt es noch Linie, Flanke und Horde. Das Ganze funktioniert ziemlich gut, nur manchmal meinen ihre Einheiten, sie müßten erst noch einen Schritt zurück machen, bevor sie zwei Schritte nach vorne gehen.
Darüber hinaus können Sie einstellen, ob ihre Einheiten agressiv oder defensiv agieren, oder einfach stehen bleiben. Dadurch vermeiden Sie, daß ihre Einheiten einem zufällig vorbei kommenden gegnerischen Späher hinterherlaufen. Außerdem können Sie sie patrouillieren oder gezielt ein Gebäude oder eine andere Einheit bewachen lassen. Wenn Sie Mönche unter ihre Truppe mischen, so heilen diese automatisch (!) alle verwundeten Einheiten, sobald diese stillstehen.

Probieren geht über Studieren

Wie bei Teil 1 wird es auch im zweiten Teil wieder Wochen oder Monate dauern, bis man alle neuen Features des Spiels einmal ausprobiert, jedes der 13 Völker einmal gespielt und sich eine oder mehrere Taktiken zurecht gelegt hat. Zwar bieten die vier Kampagnen nur insgesamt 24 Missionen, doch wer einen Internetzugang besitzt, kann sich wieder auf viele abwechslungsreiche Multiplayersessions freuen. Wer erst einmal die Demo antesten möchte, kann auch mit dieser über das Internet spielen, und so die Telefonrechnung in ungeahnte Höhen treiben. 
Am Anfang besteht unser Dorf noch aus einfachen Gebäuden
In der Burg können Spezialeinheiten und Triboke hergestellt werden
Formationen sind nicht nur ein optisches Schmankerl
Auch auf dem Wasser geht es hoch her
Fazit: Überaus gelungene Fortsetzung von Teil 1. Die zahlreichen kleinen und großen Verbesserungen bringen das Spiel wieder an die Spitze des Genres.
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Präsentation (1-20)
19
Systemanforderungen:  
Minimum:  P166, 32 MB
Empfohlen: PII 266, 64 MB
Platz auf HD: 200 MB - 380 MB
Schwierigkeitsgrad: In fünf Stufen einstellbar
Jetzt bestellen! / Jetzt ersteigern!
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Handhabung (1-20)
19
2
Spieltiefe (1-20)
19
1
Motivation (1-20)
16
  Gesamtwertung
92
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