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Star Trek: Klingon Academy
Weltraum-Simulation
von
PC2000
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Der Weltraum, unendliche Weiten ...
Ein neues Star Trek-Spiel, die Fangemeinde wird sich freuen. Auch wenn die meisten Star Trek-Spiele technisch nicht immer State of the Art waren, verfügen sie doch über einen entscheidenden Vorteil: Sie werden immer mit dem angemessenen Kultfaktor geliefert. So können sie sich, ähnlich wie die Lucas Arts Produktionen, auch gegenüber der technischen Überlegenheit der Konkurrenz behaupten.
Bei Klingon Academy steht der Spieler, wie der Name schon verrät, auf der Seite der Klingonen. Die Allianz mit der Föderation ist noch nicht geschlossen. Daher gilt es, ein guter Captain zu werden, der in der Lage ist, James T. Kirk und seine Kameraden zu atomisieren. Dazu muß man zunächst in der Akademie sein Talent unter Beweis stellen und sich in die Geheimnisse der Weltraumtaktik einführen lassen. Erweist man sich als würdig, wird einem die Ehre zuteil, in einer realen Schlacht ein Kriegsschiff gegen die Föderation zu führen.

Die Kommandobrücke - Overkill

Wer schon einmal eine Folge der Star Trek-Serie gesehen hat, kann sich vorstellen, daß das Steuern eines Raumschiffes eine äußerst komplexe Sache ist. Enegiekonfiguration, Geschwindigkeit, Kommunikation, Position der Schiffe im Weltraum, diese und andere Sachen wollen während einer Schlacht berücksichtigt werden - oder die Ehre des Todes in der Schlacht ist einem gewiß. In dem Spiel wird diese Vielfalt an Optionen über ein Menü geregelt, das aus 8 Punkten besteht. Zu jedem Menü gibt es Untermenüs und zu diesen wieder Unterpunkte.
In einem ausführlichen Tutorial wird man mit der Funktionsweise dieser Menüs bekannt gemacht. Zum Beispiel heißt es dann "Drücke 6 um ... dann 4 für ... und dann 2 für ...". Es ist offensichtlich, daß es einige Zeit dauert, bis man einigermaßen zügig mit dieser Steuerung arbeiten kann. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Jägersimulationen, sind diese Menüs in ihrer vollen Komplexität zentral für die Beherrschung des Schiffes notwendig.

Lahme Enten im Weltall

Maximum Warp ist ja eine recht schöne Sache um schnell von Punkt A zu Punkt B zu kommen, wenn A und B weit genug auseinander liegen. Im Nahkampf ist aber Impulsantrieb angesagt. Nun werden die erfahrenen Weltraumkämpfer unter Euch mehr Erfahrungen mit Raumjägern a la X-Wing oder Freespace haben (so wie ich). Diese schnellen kleinen Dinger machen einfach einen heiden Spaß. 
Das Kommandieren eines Kriegsschiffes ist natürlich etwas völlig anderes. Das drückt sich primär im Handling des Schiffes aus. Mehr Masse bedeutet mehr Trägheit. Wenn man maximal nach rechts steuert, dauert es schon etwas, bis man wieder geradeaus, geschweige denn nach links fliegen kann. Diese Eigenschaften wirken sich natürlich auch auf die Art des Kampfes aus. Verfolgen kann hier nicht immer zum Ziel führen, strategische Manöver sind gefragt (ich sage nur Ausweichmuster Omega-Alpha).

Der steinige Weg zur Ehre

Nach dem Tutorial ist man einigermaßen gerüstet, um sich in der Akademie zu bewähren. Hier wird ein Angriff auf die Föderation simuliert. An dieser Simulation werden die neuen Rekruten ausgebildet und mit der Steuerung des Schiffes, aber auch mit Kampfstrategie und den Fähigkeiten der Gegner vertraut gemacht. Nachdem man die Akademie erfolgreich beendet hat, wird man der Kommandant eines richtigen Schiffes und hat die Aufgabe, einen realen Angriff auf die Föderation zu fahren. Ab diesem Zeitpunkt geht das Spiel erst richtig los und man bekommt im Verlauf des Krieges neue Schiffe, neue Aufgaben und ... neue Gegner.

Die Vorgaben der Serie

Ähnlich wie Lucas Arts bei X-Wing ist natürlich jedes Star Trek-Spiel an die Vorgaben aus Film und Fernsehen gebunden. Das gilt z.T. für die Story, hauptsächlich aber auch für die Grafik, den Sound und die Schiffskonstruktionen. Was für Fans zum echten Pluspunkt wird (z.B. einen Bird of Prey zu fliegen), kann für Nicht-Trekkies schnell zum Nachteil mutieren (nichts Neues, hab ich alles schon mal gesehen, etc.).
Jedenfalls setzt Klingon Academy besagte Vorgaben gut um. Die Schiffe, aber auch die Atmosphäre, wurden gut übernommen. Grafik und Sound gefallen unter diesen Umständen, wirken teilweise aber etwas fade, z.B. im Vergleich zu Freespace 2. Jedenfalls wirken sie authentisch - sicher ein wichtiger Punkt für die Fans. Auch das Schadensmodell gefällt. Man kann die Auswirkungen der Treffer am Gegner detailliert verfolgen. Da fliegt schon mal eine Antriebsgondel weg ...
Die Atmosphäre wird dadurch dichter, daß immer wieder Videosequenzen eingespielt werden. Diese sind z.T. mit Schauspielern besetzt, die aus den Filmen bekannt sind. Allerdings hat man es hier etwas übertrieben. Immerhin kommt das Spiel auf 6 (in Worten sechs) CD-Roms. Die erste von diesen CDs war in meinem CD-Player fast nicht lesbar, vielleicht ist ein Kopierschutz daran schuld. Dann wäre der ehrlich Anwender gegenüber den Schwarzkopierern ein weiteres Mal im Nachteil.
Ein besonders lustiger Punkt ist das Handbuch. Um hier einige Seiten Papier zu sparen, verwendeten die Hersteller eine ca. 5-Punkt Schrift. Um das Handbuch ohne größeres Risiko für die Sehkraft lesen zu können, empfehle ich daher bei der Anschaffung des Spiels auch einen Feldstecher zu besorgen. Wenn das Handbuch so authentisch wie das Spiel ist, sehen wir Worf demnächst mit einem Fernglas auf der Brücke.

Auf in den Kampf?

Meine Meinung zu dem Spiel ist geteilt. Sicher haben wir es hier mit einer guten bis sehr guten Umsetzung zu tun. Die Frage ist, wo sich der Spieler den Spielspaß herholt. Jedenfalls ist Klingon Academy keine übliche Weltraumsimulation - weil man keinen Jäger steuert. Es handelt sich eigentlich um ein Weltraum-Strategie-Spiel mit Actionkomponenten (auch wenn man die ganze Zeit das Schiff steuert). Das träge Handling der Schiffe unterstützt dieses Gefühl. Die überladenen Menüs vergrößern die Spielfreude auch nicht gerade. Um richtigen Spaß zu haben, sollte der Spieler sich schon mit seiner Rolle in dem Spiel identifizieren.
Obwohl ich die Star Trek-Serie immer gerne verfolgt habe, bin ich kein Trekkie. Das Spiel kann mich daher nicht so mitreißen, wie z.B. X-Wing. Aus diesem Grund vergebe ich hier auch keine Bonuspunkte, wie ich es schon bei Star Wars-Spielen tat. Dieser Bonus wäre für einen echten Fan noch aufzuschlagen.
Der Ausbilder ist bekannt
Mein Bird of Prey
Die zwei Antriebsgondeln sind ab ...
... und der Rest folgt
Fazit: Nix für Genrefans - gut für Star Trek-Fans.
2
Präsentation (1-20)
17
Systemanforderungen:  
Minimum:  P233 MMX, 64 MB RAM
Empfohlen: PII 450, 128 MB RAM
Platz auf HD: 500MB
Schwierigkeitsgrad: normal
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1
Handhabung (1-20)
11
1
Atmosphäre (1-20)
18
1
Motivation (1-20)
13
  Gesamtwertung
76
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