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Star Trek: Conquest Online
Denkspiel
von
PC2000
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Q
Frage an alle Trekkies und Normalsterbliche: was ist eigentlich ein Q? 
Mal abgesehen das es sich anhört wie eine tierische Milchfabrik, der 17. Buchstabe im Alphabet ist und so wunderbar in die Mitte von ConQuest passt? Na- keine Idee? 
Genug der Fragezeichen- Q`s sind laut Spielbeschreibung von Star Trek - Conquest Online die mächtigsten Wesen des Universums und langweilen sich deswegen verständlicherweise wie blöd. Würde mir wahrscheinlich genauso gehen. Um sich nicht gegenseitig an die Alienkehle zu springen, ließen sich die Schlauberger einen strategischen Wettbewerb einfallen, in dem sie auf einem galaktischen Schachbrett Planeten, Schiffe und Personen gegeneinander antreten lassen.
Der Spieler übernimmt nun die Rolle eines Q und tritt mit seiner Truppe gegen andere Q's in den unendlichen Weiten des Internets an.

Rundungen

Am Anfang steht wie bei Onlinespielen üblich die Registrierung und hier die Übermittlung des Starterkits mit den ersten 41 Spielkarten. Diese sind in den Gruppen Personen, Schiffe und Gegenstände sortiert und uns bekannt aus Film, Funk und Fernsehen. Jede dieser Karten zeichnet sich durch diverse Werte (Angriffs- und Verteidigungsstärke, Einfluß, Initiative etc.) und Besonderheiten (Einfluß auf bestimmte Karten, Verstärkungen und Schwächungen) aus. Das Programm bietet reichlich Sortierfunktionen um die Karten übersichtlich und thematisch anzuordnen. 
Das Spiel läuft rundenweise in drei (Basic) oder fünf (Advanced) Phasen. Zur Verfügung stehen zwei Spielflächen, die einen Heimat- und einen Feindplaneten sowie eine neutrale Zone mit einen oder drei Planeten bieten. Abwechselnd werden die Karten ins Spiel gebracht, entscheidend hierbei ist die Anzahl der Kontrollpunkte die man sich durch besetzte Planeten oder Spezialkarten erwirbt. 
Hierauf folgt die Angriffsphase, die im Weltraum und auf den Planeten die Karten dezimiert. Eine Bewegungsphase - Schiffe wechseln das System oder Personenkarten werden hin- und hergebeamt - beendet die Runde des Basicgames. Im Advanced Game ist noch eine Auktionsrunde, in der positive und negative Ereignisse mit Kontrollpunkten ersteigert werden können, sowie eine Spezialrunde, in der Spezialfähigkeiten der Karten zum Zuge kommen, eingebaut. Gewinnen kann man durch die Festsetzung des gegnerischen Q oder durch die dauerhafte Besetzung der neutralen Zone.

Per aspera ad astra

Die ersten Erfahrungen sammelt man im Offline-Tutorial, vom Lerneffekt auch empfehlenswerter als das Handbuch. Dieses wiederholt zwar in epischer Breite immer wieder dieselben Infos, eine konkrete Hilfe zum Erlernen des Spiels bietet es nicht. Ebenfalls im Offlinemodus verfügbar ist der Computertrainer, dessen Spielstärke allerdings sehr begrenzt ist.
Wesentlich interessanter ist da der Kampf gegen einen menschlichen Gegner, deren Auswahl allerdings, bedingt durch den Zeitunterschied zu den Staaten, nicht gerade unermeßlich ist. Im Chatroom werden Karten getauscht, es wird sich verabredet, die Spielbedingungen vereinbart (basic oder advanced Game) und los geht's. Für den Anfänger ein hartes Los, denn gegen einen erfahrenen Spieler mit einem ausgebauten Kartendeck hat er kaum Chancen Land zu sehen. Durch Rankings und Spielerstatistiken informiert kann man sich natürlich auch erst mit Anfängern vergnügen.
Sind die Spielregel noch recht einfach gehalten, ist das Finden einer eigenen Spielstrategie, ähnlich wie beim Schachspielen, ein langer Lernprozeß. Die zahlreichen Karten ermöglichen ein sehr variantenreiches Spiel. Die Möglichkeiten die das Einsteigerset bietet, erweisen sich dabei schnell als nicht ausreichend, weitere Boosterpacks kosten aber 10 Dollar. So relativiert sich auch der günstige Kaufpreis von 50- 60 DM. Das Spielen selbst ist kostenlos, natürlich fallen die Telefongebühren an. Für uns noch eine beachtenswerte Größe, denn ein Spiel kann sich, wenn es mit Grübeln verbunden ist, zwischen 30- und 60 Minuten hinziehen. 

Haben oder nicht haben

Conquest ist nicht gerade ein Spiel das optische oder akustische Schmankerl bietet. Eine sehr sparsame, unbewegte Grafik, lediglich die Spielkarten sind ganz ordentlich und die Akustik beschränkt sich auf eine gesprochene Begrüßung und Verabschiedung sowie einige Steinzeit FX. Muß ja auch nicht zwingend sein.
Tja, sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man an sich in Conquest Online hineinkniet und Freude daran gewinnt. Mein Fall ist es nicht so sehr. Mich stört der dezente Abzockcharakter von diesen virtuellen (!) Sammelkarten und außerdem habe ich bei solchen strategischen Spielchen meinen Gegner lieber vor mir sitzen. 
Starterkit
In den Tiefen des Weltalls..
Na, allein unterwegs?
Chatten mit dem Rätselrobot
Fazit: Recht tiefe aber auch spartanische Sammelkartenstrategie. Geduldige und Lernwillige erhalten ein komplexes Spiel mit Folgekosten. 
1
Präsentation (1-20)
7
Systemanforderungen:  
Minimum:  P75, 16 MB
Empfohlen: k.A.
Platz auf HD: 50 MB
Schwierigkeitsgrad: abhängig vom Gegner
Jetzt bestellen! / Jetzt ersteigern!
1
Handhabung (1-20)
15
2
Spieltiefe (1-20)
17
1
Motivation (1-20)
12
  Gesamtwertung
68
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