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Breakout
Action
von
PC2000
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Eines steht fest: Sie sind nie totzukriegen. Die alten Klassiker, die sich als Meister des Klonens von Computergeneration zu Computergeneration fortpflanzen. Wie viele seiner alten Kollegen hat nun auch das Spiel Breakout den Sprung in die 3. Dimension geschafft. Ich bezweifle nicht, dass es das erste dreidimensionale Breakout ist, aber diesmal kommt es von Hasbro Interactive. Auch an dieser Stelle sei für alle Unwissende das Spielprinzip noch einmal erklärt: Man steuert bei Breakout einen Schläger am unteren Bildschirmrand, um am oberen Bildschirmteil befindende Steinblöcke mit einer Kugel abzuräumen.
Als ich das Spiel zum Testen erhielt, war für mich schon fast klar, dass sich trotz neuer Grafik nicht viel aus dem alten Prinzip rausholen liesse. Trotzdem sollte ich eines Besseren belehrt werden.

Der Anfang vom Lied...

Kaum zu glauben: Die Schläger in diesem Spiel leben! So lässt sich natürlich viel leichter eine möglichst plausible Story schaffen. Und diese ist (wer hätte es geglaubt) schlichtweg so alt und noch viel älter als das Spiel selbst. Unser kleiner Schlägerheld namens "Bouncer" hat natürlich eine Schlägerin als Freundin und eine Schlägertruppe als Clique. Bevor jetzt manche Leser zurückschrecken: Das Spiel ist 100%ig gewaltfrei. Es sind halt Schläger im Sinne von "gummiartigen Quadern", und alle sind von Kopf bis Fuß gutartig. 
Wie im richtigen Leben gibt es auch nicht so nette Schläger. Und so ein "böser Schläger" hat es auf die Freundin unseres Helden abgesehen. In einem Aufwisch kidnappt er diese und gleich den Rest der Truppe mit. Darüber hinaus landen wir noch gleich im Gefängnis, und so beginnt das Spiel. Breakout, im wahrsten Sinne des Wortes. 
Mit der Stahlkugel, die eigentlich gegen jeden Fluchtversuch an Bouncer gekettet war, sprengen wir uns den Weg frei. Dabei darf uns in keinem Fall die Kugel durch die Lappen gehen, und so steuern wir unseren Schläger immer hin und her, um die Kugel immer wieder nach oben zu schleudern um immer mehr Steine oder ähnliches wegzusprengen. Dies ist das grundsätzliche Spielprinzip, welches in Breakout verwendet wird. 
An dieser Stelle haben sich die Entwickler wirklich Gedanken darüber gemacht, was man aus diesem Spielprinzip noch herausholen kann. Und tatsächlich, die 3D Grafik wird voll ausgenutzt und mit dem Sinn des Spiels kombiniert. So ballern wir nicht nur auf Steine, sondern auch auf Kisten, Hühner, Schafe (die Tiere werden dabei nur verscheucht), Meteoriten, Ritter usw. Alle Animationen und Bewegungsabläufe sind sehr gut gemacht.

Wie es geht

In den einzelnen Leveln wurde an Spielwitz nicht gespart. So sorgen unsere Ziele immer für einen Lacher, z.B. wenn die Ritter schreiend von der Zugbrücke in den Burggraben fallen oder im Hühnerstall das Chaos ausbricht. Aber auch die Action kommt nicht zu kurz. Oft knallt und explodiert etwas, in Ägypten tasten die Statuen an der Wand die Umgebung mit Laserstrahlen aus ihren Augen ab. 
Natürlich dürfen auch die diversen Powerups nicht fehlen. Diese verstecken sich in manchen Kisten oder Steinen und kullern nach dem Treffer des betroffenen Steins hinunter in Richtung Abgrund. Fangen wir diese mit unserem Schläger auf, können wir sie per Tastendruck einsetzen, was zur Folge hat, dass unser Schläger z.B. breiter wird. Dies hält dann ein paar Sekunden an und unser Schläger transformiert sich in seinen Ursprungszustand zurück. 
A propos Schläger: Im Verlauf des Spieles befreien wir immer mehr unserer 4 Cliquenfreunde und können diese dann im Spiel auch benutzen. Haben wir z.B. unseren Kumpel im US-Army Look befreit, reicht ein Tastendruck und in einem Auswahlmenü darf der Spieler dann seinen Lieblingsschläger auswählen. So sind manche Schläger zwar etwas kleiner, aber dafür schneller in der Links-Rechts-Bewegung. 
Zwischen den Spielen wird die Handlung in kleinen Zwischensequenzen in Spielegrafik weitererzählt. So starten wir wie gesagt im Gefängnis, um dann in den verschiedensten Gebieten Station zu machen um unsere Kumpels zu befreien.

Auf der Flucht

Wie beriets erwähnt bildet das klassische Breakout-Prinzip den größten Teil des Spiels, teilweise ändert sich der Spielverlauf und wir müssen vor einem Wolf flüchten oder aufdringliche Enten von einem Floß schubsen. Hierbei ändert sich die Kameraperspektive je nach Spiel. Bei der Flucht sehen wir unseren Schläger rennend von vorne, um den von hinter immer schneller herannahenden Wolf beobachten zu können.
Die Grafik ist, um es treffen zu formulieren, süß. Manchmal sieht es so aus als ob wir durch ein Märchenland wandern, und ich denke dass dies auch die Intention der Spieledesigner war. Was ein wenig auf die nerven geht sind die "Stimmen" der Schläger. Zwar ist immer ein Untertitel eingeblendet, echte Sprachausgabe darf der Spieler aber nicht erwarten. Vielmehr ist die Schlägersprache durch ein ständiges Trompetengetute symbolisiert. Mit der Zeit kann man dies wirklich nicht mehr ertragen. Ansonsten ist der Rest stimmig aufgebaut und aufeinander abgestimmt. Man darf keine Bombastgrafik erwarten, dazu wäre das Spielprinzip zu simpel. 
Wo wir gerade bei simpel sind: Wer sich einen Abend Zeit nimmt, der bekommt das Spiel allemal in 3-4 Stunden durchgespielt. Dies hängt vielleicht damit zusammen, das der Schwierigkeitsgrad ständig an das Können des Spielers angepasst wird. Läuft es gut, wird die Schwierigkeitsschraube hochgedreht, bei schlechtem Verlauf entsprechend runter.

Spaß auch zu Zweit

Breakout lässt auch Multiplayer an einem Computer zu. So kann man am getrennten Bildschirm gegen eine/n Kollegin/en antreten. Völlig anders hingegen ist die Hühnerhaus-Variante, bei der man auf einem Spielfeld rumrennen muss, um Hühner und Hähne auf sein eigenes Hühnerhaus zu treiben und im Gegenzug vom gegnerischen Haus zu vertreiben. Dieses Spiel hat am wenigsten mit klassischen Breakout zu tun, hat aber am meisten Spaß gemacht.
Fazit: Ein Klassiker, der witzig aber leider zu kurz geraten ist.
2
Präsentation (1-20)
14
Systemanforderungen:  
Minimum:  P200MMX, 32 RAM
Empfohlen: PII, 64 RAM
Platz auf HD: 50 MB
Schwierigkeitsgrad: leicht
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2
Handhabung (1-20)
10
1
Motivation (1-20)
12
  Gesamtwertung
60
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