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Black & White
Aufbau-Strategie
von Lionhead, EA
PCApril 2001
  Infosheet News (3)

Test

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Magazine: -
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Aktuellste News zum Spiel

Auf einer weit entfernten Insel, zwischen hohen Palmen auf einem weißen Strand passiert ein Unglück: ein kleiner Junge droht im Meer von Haien gefressen zu werden. Die besorgten Eltern beten, daß der Junge lebendig wieder aus dem Wasser kommt. Dieses Gebet ist die Geburt eines neuen Gottes, und dieser Gott ist der Spieler.

Tamagotchi inside 

Die Familie ist außer sich vor Glück und bittet den Spieler ihnen ins Dorf zu folgen, wo er schon erwartet wird. Die Prophezeiung hat sich erfüllt! Als Dank für die Hilfe bauen die Dorfbewohner einen Tempel. 
Als richtiger Gott braucht man natürlich auch ein kleines Haustier, das die meisten Arbeiten dann für einen erledigt, wenn es groß ist. Von der Beschaffung und der Aufzucht eines solchen handelt die erste Episode des Spiels. Man lernt dabei viel über die Navigation, die in diesem Spiel nicht sehr leicht ist. Man sieht alles aus der Vogelperspektive. Scrollen und zoomen passiert alleine mit der Maus. Am Anfang kommt es häufig vor, daß man sich auf der Karte verläuft, weil man sich verscrollt. 
Bis man aber eine Kreatur bekommt, muß man erst ein paar Aufgaben lösen, um das Tor in den geheimnisvollen Garten zu öffnen. Hat man es dann endlich geschafft, darf man sich ein Haustier aussuchen: einen Tiger, eine Kuh oder einen Affen. Im Laufe des Spiels findet man auch einige Zusatzkreaturen. 
Diese Kreatur ist am Anfang noch ein "Baby", das viele Dinge erst lernen muß, wie z.B. Essen, Dinge herumtragen, Zaubersprüche auslösen usw. Die meisten Dinge lernt der Spieler bzw. die Kreatur von einer Trainerin, die das Notwendigste erklärt. Viele weitere Dinge, u.a. auch das Verhalten im Kampf lernt die Kreatur von Nemesis' Haustier. Dieses verrät auch ein göttliches Geheimnis und muß dafür sterben. Der Spieler selbst muß so schnell wie möglich von der Insel flüchten, da ihm sonst das selbe Schicksal droht. In den nachkommenden Episoden wird man vor neue Aufgaben gestellt...

Was ist es wirklich?

Black&White ist eigentlich ein Aufbauspiel. Man hilft seinen Anhängern ihr Dorf auszubauen und genügend Rohstoffe und Nahrung zusammenzutragen, um den Fortbestand der Siedlung zu sichern. Anders als bei Siedler & Co ist dabei aber die Kreatur, die man erzieht. Die Kreatur beobachtet das Treiben des Spielers ganz genau und lernt dabei. Sie versucht den Spieler nachzuahmen, nach und nach lernt es, wie man Felder aberntet, Bäume fällt und Zauber spricht. Der Spieler kann dabei das Wesen der Kreatur in die eine oder die andere Richtung steuern. Je nachdem, ob man den Anhängern durch seine Taten eher nützt oder schadet, versucht die Kreatur die Taten nachzumachen, was ihm, je nachdem, Respekt oder Freundschaft entgegenbringt. 
Die Kreatur ist aber nicht nur in einem schon konvertierten Dorf hilfreich, sie treibt sich auch ab und zu in fremden Dörfern herum. Dort versucht sie, wie sie es gelernt hat, die Aufmerksamkeit der Bewohner durch gute oder böse Taten zu erlangen, um auch dieses Dorf zu konvertieren.
Ist das Dorf dann einmal konvertiert, erntet man Glauben durch die betende Gefolgschaft, den man braucht um den einen oder anderen Zauber zu sprechen. Je mehr Anhänger man also hat, desto mehr kleine Wunder kann man vollbringen. 

Kleinere und größere Quests...

Während des gesamten Spiels verfolgt man das Ziel möglichst viele Anhänger für sich zu gewinnen und feindliche Götter zu besiegen. Ab und zu erscheinen aber auch goldene und silberne Schriftrollen. Hinter jeder dieser Schriftrolle ist eine Aufgabe versteckt. Die goldenen müssen gelöst werden, um in der Geschichte weiterzukommen, hinter den silbernen verstecken sich kleinere Aufgaben, die, wenn man sie löst, weitere Zauber oder andere Kreaturen freischalten. Dieses Detail verleiht dem Spiel etwas von einem Adventure. 
Auch online ist das Spiel interessant. Man spielt hier entweder alleine oder in Teams gegeneinander. Man spielt mit der Kreatur, die man im Singleplayer-Spiel ausgebildet hat und versucht nach einem intensiven Aufbauteil den gegnerischen Gott zu vernichten. Sollte man Clanspiele bevorzugen, wird die gemeinsame Kreatur am Lionhead-Server gespeichert, man kann mit ihr nicht im Singleplayer-Modus spielen. In einem Clanspiel kann jeder Spieler die Kreatur steuern, da sind Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert. In Online-Spielen hat man auch die Möglichkeit bei Spielen zuzuschauen und zu beobachten, oder vielleicht auch nur die Kreaturen von anderen Spielern betrachten. 

Gut oder Böse?

In Black & White hat der Spieler enorm viel Handlungsfreiheit. Er kann Dinge tun und lassen, wie er will, ob er einen guten oder einen bösen Gott spielt, bleibt ihm überlassen. Sein Handeln prägt die Eigenschaften der Kreatur, innerlich sowie äußerlich. Bei einem bösen Gott ist die Kreatur eher düster und unheimlich. 
Die Grafik präsentiert sehr detailreich. Wenn man aber zu nahe an Bewohner oder Gebäude heranzoomt werden sie etwas undeutlich. Bewegt man sich rückwärts, kann es auch ab und zu vorkommen, daß man sich ganz plötzlich mitten in einem Wald wiederfindet und rundherum nur noch Grün sieht. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist der Wechsel der Tageszeiten und des Wetters. Es wird regelmäßig Nacht und ab und zu schneit oder regnet es auch. 
Die künstliche Intelligenz der Dorfbewohner ist auch gut. Wenn der Spieler übersieht ihnen eine Arbeit zuzuteilen, dann gehen sie und suchen sich selbst eine. Diese ausgereifte KI macht sich auch sehr stark bei der Kreatur bemerkbar. Sie lernt schneller oder langsamer, je nachdem wie sehr sich der Spieler mit ihr beschäftigt, verschiedene Tätigkeiten auszuführen oder zu unterlassen. Ist der Spieler böse, ist es die Kreatur auch, ist der Spieler gut, ist die Kreatur auch gut.

Die Geschichte des Spiels zieht sich durch alle Episoden und wird durch die einzelnen Quests noch interessanter. Anders als bei manchen anderen Spielen kann es schon sein, daß man an einer Episode einige Tage sitzt, bevor man sie erfolgreich beendet hat. Das Gute dabei ist, aber, daß es eigentlich keine Stellen gibt, an denen das Spiel langweilig wird, weil immer irgendetwas passiert.

Meinungen

Um kaum ein Spiel wurde jemals so ein Hype veranstaltet wie um Black & White. Die Erwartungen wurden ins unermeßliche hoch geschraubt und so werden nicht nur Fans von Aufbauspielen oder Tamagotschis zugreifen. Daher nun die Meinungen dreier Redakteure, die aus unterschiedlichen Lagern kommern.

Beatrice (Siedler- und Creatures-Fan)

Ich finde das Spiel voll genial. Man folgt nämlich nicht, wie in den meisten anderen Spielen einem vorgegebenen Rahmen, sondern hat die Möglichkeit zu tun und zu lassen, was man will. Man kann in einem Dorf Leute in der Gegend
herumwerfen und das hat dann Einfluss auf den Rest des Spiels, oder man lehrt seine Kreatur Dinge zu tun, die den Dorfbewohnern helfen oder ihnen schaden, um Respekt oder Freundschaft zu ernten. 
Jeder Schritt den man macht verändert das Geschehen, sogar das Äußere der Kreatur und der Umgebung gestaltet sich nach ihrem Charakter (gut oder böse). Die KI ist auch sehr gut gelungen. Die Dorfbewohner machen sich alleine auf den Weg, um noch zu verrichtende Arbeit zu erledigen und die Kreatur ahmt den Spieler nach. Man hat fast das Gefühl, daß das Spiel "denkt". 
Ich finde in dem Spiel passt einfach alles zusammen, es ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer, man denkt sich nicht "Oh mein Gott, das schaff ich nie", sondern man spielt eine Weile herum und sieht dann auch ein Ergebnis. 
Super sind auch die Team-Online-Spiele. Je mehr Spieler desto besser, vor allem dann, wenn sich die gegnerische Mannschaft nicht einigen kann, was jetzt passieren soll.
Meiner Meinung nach hat sich das Warten gelohnt, besser ein Spiel auf das man lange wartet und das man dann auch lange spielen kann, als eins das halb fertig ist und nach zwei Wochen wieder im Schrank landet. Wertung: 92%

Peter (Echtzeit-Strategie-Fan)

Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite begeistern mich die Grafik, die Animationen und die vielfältigen Möglichkeiten der Interaktion. Auf der anderen Seite nerven mich einige Aufträge (z.B. "Entführte Kinder" oder die Such-Aufträge "Schafe" bzw. "Tonsteine") und meine Kreatur macht einfach nicht das, was sie soll. Ich kriege dem Tiger einfach nicht abgewöhnt, über die Schafe her zu fallen. Um so stolzer war ich, als er zum ersten Mal einen Holzzauber gesprochen hat. :-) Den Tiger zu dressieren ist schlimmer als
einen Sack Flöhe hüten. Bei Black&White vergeht die Zeit meist wie im Flug. Nur weiß man hinterher nicht zu sagen, was man denn eigentlich gemacht hat. Wertung: 88%

Hardy (Allrounder, Gründer der ersten dt. B&W-Fanpage)

Peter Molyneux hatte es mal wieder geschafft. Wieder hatte ich sehnsüchtig auf eines seiner Spiele gewartet und jede Terminverschiebung mit einem weinenden Auge registriert. 
Nach fast 100 Stunden Spielzeit halte ich Black & White für ein gutes Spiel, aber leider enthält das Game viele Mängel, über die ich mich mit
steigender Spieldauer immer mehr ärgere. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass meine Dörfer trotz genügend Nahrungsmitteln und Wohnraum aussterben, nur weil ich keine Züchter festlege. Wo ist denn in der angeblich so tollen KI der Selbsterhaltungstrieb?
Sind 5 Levels in der Kampagne nur mir zu wenig? Warum gibt es kaum Abwechslung in den verschiedenen Levels? Alle Level sehen gleich aus, spielen sich gleich und werden durch nervige Spielereien (Kreatur entführen, verkleinern, Feuerballregen usw.) nur in die Länge gezogen?
Warum forsten meine Dorfbewohner Wälder nicht selber auf? Habe ich als "Gott" keine wichtigeren Dinge zu tun?
Warum verlernt meine Kreatur nach einem Wechsel zu einer anderen Kreatur jedes Mal mindestens einen Zauberspruch komplett und fängt wieder an Menschen zu fressen, obwohl ich das vorher mühsam aus ihr herausgeprügelt habe?
Die Steuerung des Spiels treibt mich immer dann in den Wahnsinn, wenn ich einen Schutzschild fertig gezeichnet habe, sobald mein Dorf bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist und mich an Stellen heranzoome, die eigentlich nicht mein Ziel waren...na gut, das liegt wohl an mir.
Nach so langer Entwicklungszeit wäre es auf ein halbes Jahr auch nicht mehr angekommen und mit einem bißchen mehr Feintuning hätte Black & White DAS Highlight des Jahres werden können.
So ist Black & White daher in meinen Augen ein Spiel, das seine Faszination nur aus der Aufzucht der Kreatur zieht und dadurch die Motivation hoch hält. Alle anderen Teile des Spiels halte ich für nicht ausgereift. Wertung: 85%
Eine Kreatur...
Betende Leute...
Ein Zauber...
Tanz mit dem Tiger...
Auswahl...
Seeleute benötigen Hilfe...
Gut oder Böse?
Mein Dorf oder dein Dorf?
Fazit: Die Meinungen der einzelnen Tester finden Sie im letzten Absatz. Um eine Wertung zu vergeben die der sicherlich breiten Käuferschicht gerecht wird, haben wir die Wertungen aller drei Redakteure berücksichtigt, wobei Beatrice's Wertung höher gewichtet wurde.
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Präsentation (1-20)
19
Systemanforderungen:  
Minimum:  P2-333, 64 MB RAM, 8 MB 3D-Grafikkarte
Empfohlen: P3-900, 256 MB RAM
Platz auf HD: ca. 600 MB
Schwierigkeitsgrad: normal - hoch
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Handhabung (1-20)
15
2
Spieltiefe (1-20)
18
1
Motivation (1-20)
19
  Gesamtwertung
89
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