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Arabian Nights
Action-Adventure
von
PC2001
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Test

 

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GameCaptain
59 %
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Wie der Name des Spiels vermuten lässt, spielt die Handlung in der Welt von 1001 Nacht und lässt sich am ehesten mit der Aladdin Story vergleichen. Die fünf Töchter des Sultans sind einen Tag vor ihrem 20. Geburtstag verschwunden. Da das Gesetz in Akabha vorschreibt, dass eine Sultanstochter an Tage ihres 20. Geburtstages heiraten muss, oder sonst zum Strassenmädchen erklärt und aus dem Palast geworfen wird, ist natürlich Not am Mann. Erschwerend kommt noch hinzu, dass nach dem Tod des Sultans die Macht auf den ältesten Sohn, oder - da dieser nicht vorhanden ist - auf den Verlobten der ältesten Tochter übergeht. Sollte es diesen Verlobten auch nicht geben, geht die Macht auf den Großwesir über. Eben dieser schmiedet finstere Pläne und ist wahrscheinlich auch verantwortlich für das Verschwinden der Prinzessinnen.
Es ist nun die Aufgabe des Spielers, in der Rolle von Ali - einem verträumt dreinblickenden Turbanträger - dem Großwesir einen Strich durch die Rechnung zu machen, die Prinzessinnen zu retten und zu verführen.

Jump&Run

Los geht's auf dem Friedhof, wo man sich mit Prinzessin Melissa treffen soll. Der erste Teil ist eine Art Tutorial, in dem man Alis akrobatische Fähigkeiten und die gewöhnungsbedürftige Steuerung ausprobieren kann. Der Junge ist schon beeindruckend, mit einem Affenzahn rennt er durch die Gegend. Aber das ist noch nicht alles, unermüdlich springt er mit Saltos und Schrauben herum, dass es selbst Lara Croft schlecht werden würde. Beeindruckend ist auch das riesige Messer, mit dem Ali wie wild Kampfkunststückchen von der Kette lässt.
Im weiteren Spielverlauf muss man sich an Ketten und Seilen herauf- und herabhangeln oder über schmale Balken oder Seile balancieren. Die wichtigsten Element des Spiels sind aber herumrennen, Fallen ausweichen, Gegner zu Geschnetzeltem verarbeiten, Gebäude erklimmen und Abgründe überwinden. 
Spätestens wenn man Flaschen mit Lebens- oder Manatrunk findet, ist man arg an Prince of Persia erinnert. Hin und wieder findet man auch Wurfmesser und Bomben, die man auch sehr effektiv einsetzen kann. Weiterhin erhält Ali in Verlauf des Spiels magische Fähigkeiten, die sich bei bestimmten Gegnern als recht nützlich erweisen. Was Arabian Nights von einem Jump&Run unterscheidet, sind der 3D-Modus und die spärlich gestreuten Rätsel.

Geschwindigkeiswahn und Primitivrätsel

Arabian Nights könnte ein wirklich nettes Spiel für zwischendurch sein, wenn da nicht einige Mängel wären, die den Spielspass ganz erheblich herabsetzen. 
Zunächst ist da die Steuerung, die einer gewissen Gewöhnungszeit bedarf . Man steuert die Sicht (Ansicht von hinten) mit der Maus und die Bewegungen mit Tastatur oder einem anderen Eingabegerät. Da beides sehr sensitiv reagiert, braucht es einige Übung. Und selbst dann gibt es Stellen, an denen Ali sich nicht so verhält, wie man will. Zum Beispiel bei Kämpfen legt Ali eine riesen Show hin, bringt es aber nicht fertig eine Ratte, von der Grösse eines Hundes, zu treffen. Man kann die Kampfbewegungen leider nicht gezielt anwenden und wenn Ali erstmal eine Schlagfolge eingeleitet hat kann man diese nicht mehr unterbrechen. Dazu kommt noch eine grauenhafte Kameraführung, z.B. wenn man Wänden zu nahe kommt. Durch Alis Geschwindigkeit und plötzliche Kameraschwenks hatte ich manchmal sogar ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Weiterer Kritikpunkt sind die wenig abwechslungsreichen Levels. Will heissen wenig Farben, alles braun in braun, die Gebäude sehen alle gleich aus. Es gibt zwar hin und wieder interessante Konstruktionen, die aber wie der Rest detailarm gestaltet sind.
Nervig sind auch die eingebauten Rätsel, die im Grunde einfach zu lösen wären, wenn man nicht ständig Gegenstände oder Orte übersehen würde, die zum Weiterkommen notwendig sind. Oftmals muss man auch ganz an den Anfang des Levels zurück, weil man irgendwas vergessen hat. Solche Widrigkeiten, aus den Anfangszeiten des Action-Adventures wirken sich gar nicht gut auf die Wertung aus!

Technik aus 1001 Nacht

So kommt es einem zumindest vor, denn optisch bietet Arabian Nights höchstens gutes Mittelmass. Vor einem halben Jahr wären vielleicht die komplexen Schatten und die animierten Gesichtstexturen positiv aufgefallen. 
Die Texturen der Figuren sind einigermassen detailliert und machen einen brauchbaren Eindruck. Auch die Modelle sind annehmbar, wenn auch ein bisschen kantig. Man hat das Gefühl, die Entwickler hätten die meiste Zeit für die Gestaltung der "hübschen" Prinzessinnen aufgewendet, die meiner Meinung etwas zu voluminös ausgefallen sind - aber hey, jedem das seine! Die Texturen der Umgebung wirken hingegen detailarm und oft verwaschen. Die visuellen Effekte bei Explosionen, Magie usw. sind für heutige Verhältnisse unspektakulär.
Die Soundkulisse hat weder positiv noch negativ Herausragendes zu bieten. Immerhin wurden die Geräusche passend ausgewählt. Die orientalische Musik verdrängt man mit der Zeit, da das Gedudel recht langweilig ist.
Alles in allem also eher durchschnittlich und wenig am heutigen Stand der Technik orientiert.

Genau wie "Prince of Persia 3D" kommt "Arabian Nights" nicht an "Prince of Persia", den Urvater dieser Spielegattung, heran. 

Ali hat gerade Mana getankt
Die Dame will Ali ans Leder
Klettern kann der Junge auch!
Alis Drahtseilakt
Ali hängt am Dach
Prinzessin Helébore
Fazit: Ein weiters Action-Adventure das keine neuen bzw. herausragenden Features bieten kann! 
2
Präsentation (1-20)
14
Systemanforderungen:  
Minimum:  PII 233, 64MB RAM
Empfohlen: PII 300 MMX, 64MB RAM
Platz auf HD: ca. 380 MB
Schwierigkeitsgrad: normal
2
Handhabung (1-20)
10
1
Motivation (1-20)
11
  Gesamtwertung
59
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