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Hollow Earth
Klassisches Adventure
von Shoebox
PCMai 2001
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Quax, der Bruchpilot
Ob unsere Held Quax heißt wird immer ein Geheimnis bleiben, aber fest steht, dass er ein arbeitsloser Bruchpilot, Anfang 30, im Jahre 1926 ist und dringend einen Job braucht um sich und seinen Hund Murphy über die nächsten Monate zu bringen. Doch das Glück ist im hold. Eine junge Blondine bittet ihn darum, ihren verschollenen Vater, zu suchen. Der Vater ist ein Professor, der seit Jahren als vermisst gilt, doch sie hat kürzlich eine mysteriöse Funknachricht bekommen und unsere Held soll nun helfen den Professor mit seiner Tochter wieder zusammenzubringen. Da er als Mann einer attraktiven Blondine nichts abschlagen kann und Geld bekanntlich nicht stinkt macht er sich mit seinem Hund Murphy auf den Weg. 
Unglücklicherweise fliegt er sein Flugzeug zu Schrott und findet sich in einer Welt wieder, die er noch nie gesehen hat. Da er nichts besseres zu tun hat, macht er sich mit seinem Hund auf die Suche nach dem Professor und erkundet die fremdländische Inselwelt. Die Insel beherbergt eine Reihe von aggressiven Tieren, die unseren Helden bei seiner Suche versuchen zu töten. Von steineschmeißende Affen, über hungrige Wilschweine und Ratten bis hin zu Riesenameisen muß sich unsere Bruchpilot gegen allerlei Getier zur Wehr setzen um sein Ziel zu erreichen. Bis er den Professor findet und das Geheimnis von The Hollow Earth lüften kann muß unser Held so manche gefährliche Situation bestehen und viel Geschick bei der Lösung der Rätsel beweisen.

Die hohle Welt

The Hollow Earth mutet auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Indiana Jones und Myst an. Doch sehr schnell wird klar, dass Hollow Earth beiden Spielen nicht das Wasser reichen kann. Weder die Spieltiefe von Indiana Jones noch die Atmosphäre von Myst wäre es wert, mit Hollow Earth verglichen zu werden. Die Spielszenen sind Anfangs ganz nett anzuschauen, verlieren aber mit zunehmender Spielzeit sehr schnell an Komplexität. Schlecht animierte Tiergegner und langweilige Screens folgen den durchaus schönen Startlayouts der einzelnen Szenen. Die seltenen Hintergrundgeräusche werden relativ häufig in nicht synchronisierter Fassung mit den Geschehnissen auf dem Bildschirm abgespielt. 
Den Gegnern tritt unser Held mit einem unerschöpflichen Arsenal von Steinen entgegen, die er per Mausklick werfen kann. Neben den Steinen sammelt er noch kleine Gasflaschen und Granaten in Form einer Ananans auf seiner Odyssee ein. Auch diese Waffen schleudert er mit Hilfe der Maus auf seine Gegner. Da die Trefferquote ziemlich schlecht zu steuern ist, klickt man also nach kurzer Zeit wie ein Berserker auf der Maus rum, um mit den Steinchen seine Gegner in die Knie zu zwingen. Doch trotz einiger Treffer stehen die getroffenen Kreaturen kurze Zeit später wieder auf, um unseren Helden erneut zu attackieren. Das Einzige was ihm übrig bleibt ist die Flucht. Ein wahres Vergnügen (Gähn). Unterstützung bekommt unser Held noch durch seinen Hund Murphy. Durch Tastendruck kann man den streunenden Kerl zu Hilfe rufen. Allerdings funktioniert das Rufen nicht immer, was zur Folge hat, dass Murphy nicht zu sehen ist während unser Held gesteinigt wird.

Ungereimtheiten

Um unseren Held durch die einzelnen Szenen zu steuern bedarf es ganz besondere Fähigkeiten. Man markiert mit der Maus eine Stelle (grünes Kreuz), zu der unser Held dann automatisch läuft. Manchmal erscheint jedoch dieses Kreuz in einem Umkreis von 15-20 cm vom Mauszeiger entfernt oder es versagt völlig. Es ist auch durchaus üblich, dass unser Held am oberen Bildrand verschwindet um dann durch Nebelschwaden verdeckt die nächsten Szene von links zu betreten. Bis man ihn lokalisiert hat kann er schon tot sein. Das kostet Nerven. Auch existieren Spielorte zu denen unser Held mit einer Seilbahn fährt. Er kommt von rechts und steigt dann automatisch aus, obwohl die Seilbahn offensichtlich nach llinks weiterfahren könnte. Geht er nun nach links ist die Seilbahn auf mysteriöser Weise verschwunden und er findet sich in einer zerklüfteten Gegend wieder. All dies läßt vermuten, dass die Hollow Earth nicht nur hohl sondern auch zerstückelt ist. 
Aufsammelbare Gegenstände oder Orte an denen man etwas machen kann findet unser Held nur sehr schwer, da sich der Mauszeiger in seiner Form nie verändert. Ob nun irgendwo etwas aufzusammeln oder ein Rätsel zu lösen ist, bleibt weitgehend dem Zufall überlassen. Spielstände werden automatisch abgespeichert. Doch wer denkt, dass das eine Erleichterung darstellt ist auf dem Holzweg, denn die Speicherung erfolgt immer in der Datei namens SAVE.txt. Das hat zur Folge, dass das gleichzeitige Spielen von Hollow Earth von mehreren Spielern auf einen Rechner nur durch umbenennen oder auslagern dieser Datei bewerkstelligt werden kann. Dieser Hinweis wird zwar in der Spielbeschreibung gegeben, die Tatsache an sich ist aber nervig und nicht zeitgemäß. 
In der linken oberen Ecke des Bildschirms sieht man während des gesamten Spiels eine kleine Grafik. Diese symbolisiert das Archiv, dass die Form eines Tagebuches hat. Klickt man die Grafik an, erscheint ein Buch in dem man blättern kann. Abhängig davon welche Seite aufgeschlagen bleibt, sind die Gegenstände für unseren Helden aktiv, die diese Seite zeigt. Ein Blättern ist während des Spiels zwar grundsätzlich über die Pfeiltatsten möglich, unterstreicht aber die völlig indiskutable Steuerung. 

Gibt es ein Ziel?

Das vordergründige Ziel von Hollow Earth ist sicherlich das Auffinden des Professors. Nebenbei erfährt man aber auch, dass man Schlüssel finden muß, mit denen man Teile von Hollow Earth zerstören kann. Die Schlüssel besitzen merkwürdige Zeichen, die - wie sich herausstellt - Morsezeichen darstellen. Mittels dieser Schlüssel kann man über ein riesiges Teleskop morsen und bekommt auf wundersamer Weise Morsezeichen als Antwort zurück. Diese Antwort ist zu notieren, da man mit diesem Code wiederum Teile von Hollow Earth zerstören kann. Von welchen Orten man jedoch die zerstörerischen Morsezeichen absetzen kann, bleibt dem großen Glück des Spielers überlassen, der diese Orte finden muß. Da der Mauszeiger seine Form bei Erreichen solcher Orte nicht verändert, heißt die Devise "Good luck". 

Alles für 50 Ocken

Circa 50 DM wären für ein Adventure ein Spitzenpreis, wenn das Spiel das halten würde was es verspricht. Hollow Earth ist sicher ein interessanter Ansatz für eine Kombination zwischen Indiana Jones und Myst, aber selbst 50 Ocken sind für das Ergebnis zu viel. Durch die miserable Steuerung und teilweise nicht funktionierende Sprachausgabe bleibt Hollow Earth leider ein ziemlich "hohler" Versuch ein Adventure zu präsentieren, dass auf dem Markt bestehen könnte. Die schnell schwindende Motivation läßt keinen Spielspass aufkommen. Hollow Earth ist das beste Beispiel dafür, wie ein Adventure nicht sein sollte. 
Quax der Bruchpilot
Unendliche Weiten
Die Brücke
Das Ameisendorf
Fazit: Die schlechte Steuerung, die mäßige Präsentation und die langweilige Atmospäre machen keinen Spaß dieses Spiel zu spielen. Die reinste Verschwendung von Speicherplatz. Das Geld kann man sich sparen.
1
Präsentation (1-20)
8
Systemanforderungen:  
Minimum:  P200, 48 MB RAM
Empfohlen: PII 266, 64 MB RAM
Platz auf HD: 110 MB
Schwierigkeitsgrad: normal
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1
Handhabung (1-20)
4
2
Atmosphäre (1-20)
9
1
Motivation (1-20)
6
  Gesamtwertung
36
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