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Alone in the Dark 4
Survival-Horror
von Infogrames
PCJuni 2001
PS22001
 

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News (5)  

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Aktuellste News zum Spiel

Es hat lange gedauert, doch nun ist einer der Klassiker des Action-Adventures auf den PC zurückgekehrt. Nach den Kultspielen Alone in the Dark 1-3 hat sich Infogrames nun erbarmt und bringt den 4. Teil auf den PC. 

Der Blick zurück

Aus meiner Sicht waren damals zwei Punkt ausschlaggebend für den Erfolg: die kultige Grafik und der die gelungenen Adventure-Elemente. Beide wurden immer mit einer gruseligen Geschichte gepaart, in der Untote zu stoppen waren, bevor sie einen selbst stoppten. Vielleicht ist das auch das dritte Element, was den beiden ersten die Würze gab. Für die Bedauerlichen, die keinen Blick auf die ersten drei Teile werfen konnten, hier noch eine kurze Erläuterung zu den genannten Punkten. Die Grafik zeichnete sich dadurch aus, daß die Kameraperspektiven sich ständig (bei Szenenwechseln) änderten. Zusätzlich war sie in meinen Augen immer eine Kombination aus Realität und Comic, was dem Spiel einen etwas abgespacten Rahmen gab. Die Rätsel waren meist eine Herausforderung´ - teilweise auch an die Geduld des Spielers. Zu guter letzt die Monster, die dem Spiel einen guten Schuß Action gaben. Sie waren nie in Masse vorhanden - Ziel war es, den Spieler durch das Auftauchen von ein oder zwei Monstern unter Streß zu setzen, nicht das Spiel in einen Shooter zu verwandeln.

Die Gegenwart

Das Intro verspricht schon einiges. Tolle Filmsequenzen (gerendert) lassen auf ein technisch einwandfreies Spiel hoffen (dazu später mehr). Durch diese Eingangssequenz wird man gut in die Thematik eingeführt. Edward Carnby und Aline Cedrac werden nach Shadow Island gelockt. Dort angekommen trennen sie sich, der Spieler kann sich für einen der beiden Charaktere entscheiden. Egal welchen man wählt, schnell ist klar, daß auf dieser Insel seltsame Dinge vorgehen. Leider kann man sich aber nicht ungestört der Ursachenforschung hingeben, sondern wird ab und an von Monstern belästigt, die man am besten mit Waffengewalt abschüttelt.
Während der Recherchen auf der Insel trifft man immer wieder neue Personen, die durch Filmsequenzen eingeführt werden. Dann tun sich auch schon Rätsel auf. Am Anfang sind diese noch recht einfach zu lösen. Wie bekomme ich die Tür auf? Wie kann ich den Weg freimachen? Diese Aufgaben sind immer lokal beschränkt, d.h. Ursache und Wirkung liegen räumlich dicht beieinander. Das wird sich im Laufe des Spiels geben, so daß man z.B. verschiedene Gegenstände kombinieren muß, um weiter zu kommen. 
Allerdings hat sich im Vergleich zu den Vorgängern doch einiges geändert. Vor allem der Stil der Grafik dürfte Fans ein wenig wundern. Denn die geht jetzt deutlich mehr in Richtung Realismus. Und auch der Held des Spiels wirkt nicht wie ein kultiger Detektiv sondern eher wie das Juppie-Abziehbild eines solchen. Durchgestyled bis zum letzten, dieser fesche Herr. Für die Dame gilt übrigens das Gleiche.

Was geht - und was nicht

Das Steuerungssystem des Spiels besteht grundsätzlich aus zwei Säulen. Zum einen steuert man die Figur. Das ist ungefähr so, wie man es kennt. Hauptsächlich werden also die Cursortasten benutzt, ein zwei Tasten zusätzlich für Waffe und Aktion. Okay, klappt.
Die zweite Säule ist das Inventar. Hier werden alle Dinge benutzt, die die Figur mit sich rumträgt. Also so etwas wie Medizin, Taschenlampe, Notizzettel, etc. So ähnlich kennt man das z.B. auch von Tomb Raider
Wie bei TR stellt man sich auch vor zu untersuchende Gegenstände oder Türen und drückt die Aktionstaste. Daß man hierfür relativ genau positioniert sein muß, dürfte die meisten Spieler wohl auch wenig wundern.
Was an diesem System nicht unbedingt dem Standard entspricht, ist die Benutzung der Waffen. Denn auch sie sind lediglich über das Inventar zu wechseln. Das kann ganz schön nerven. Schlimmer ist allerdings, daß sie auch nur über das Inventar nachladbar sind (es sei denn, die Waffe ist leer, dann wird automatisch nachgeladen). Ich weiß gar nicht, wie oft ich ins Inventar mußte um nachzuladen - blöd. Ansonsten ist das Inventar zwar logisch aufgebaut, aber umständlich zu bedienen.
Ein echter Lichtblick ist hier eigentlich nur das Notizbuch, das vom Spiel selbstständig geführt wird. Es enthält die wichtigsten Informationen, die man bereits gesammelt hat. So ist es als Nachschlagewerk unentbehrlich und erspart dem Spieler, alles neben dem Rechner mitzuschreiben.
Mitschreiben? -> Wegschreiben -> Speichern. Ein super Übergang. Da sind wir nämlich schon bei meinem Lieblingsärgernis. Gespeichert wird in diesem Spiel über Speicheramuletts. Jedes gefundene Amulett = eine Speicherung. Das ist aber noch nicht das Problem - Amuletts habe ich wie Sand am Meer. Nein, nein, besser ist, daß nicht genau dort gespeichert wird, wo man das Amulett nutzt. Es ist mir jetzt schon mehrfach passiert, daß das Spiel ein paar Szenen vor meiner Speicherung wieder aufsetzte! Ein ähnliches Phänomen tritt auf, wenn man den gleichen Raum von zwei Seiten betritt. Dann sind nämlich auf einmal Monster wieder da, die man schon eliminiert hatte. Bei dem Munitionsengpaß nicht gerade glücklich. Ich will gar nicht darauf eingehen, daß man mit den Monstern nicht rechnet und ggf. nicht schnell genug ins Inventar kommt, um die Knarre aufzuladen ... ein schöner Tod.

Die Faszination 640x480

Jupp, unglaublich aber wahr, auch Alone in the Dark 4 kann nur in 640x480 gespielt werden. Dennoch scheint das Konzept aufzugehen. Aufgrund der Grafikkartenvoraussetzungen (s.u.) kann man wohl davon ausgehen, daß die Karte AntiAliasing unterstützt. Und da die Blicktiefe immer recht gering ist, wirkt die Grafik ausgesprochen gelungen - wie gesagt, die Hardware löst das Problem. Leider wird hier der eine oder andere Fan auf der Strecke bleiben, da er diese Anforderungen nicht erfüllen kann.
Allerdings hat man nicht nur bei der Auflösung gespart. Eine Gamma Korrektur fehlt dem Spiel an allen Ecken und Enden. Denn zur Unterstützung der Atmosphäre ist das gesamte Ambiente recht dunkel gehalten - leider etwas zu dunkel. Bei normalem Tageslicht kann man auf dem Monitor kaum noch etwas erkennen. Dann muß man von außen die mühsam gesuchte Einstellung der Grafikkarte ändern - ärgerlich. Und dabei hat das Spiel eigentlich viel drauf, was nicht zwischen dunkelgrau und schwarz versteckt werden müßte. Die Animationen der Figuren sind z.B. ganz ausgezeichnet. Das geht sogar bis zu Details wie dem Mantel, der immer sauber mitschwingt, was mich irgendwie an Nocturne erinnert.
Manchmal hat man auch den Eindruck, daß gerade diese Qualität erst auf andere Fehler aufmerksam macht. Wenn man z.B. durchs Wasser geht, sind die Wellen so gut, daß man sich fragt, warum die Wasseroberfläche an der Kanalwand sich nicht bewegt. Noch ein kleiner Gag zur Grafik: Ich habe ja in den Optionen schon realistische Schatten angeklickt. Aber das mein Schatten deutlicher sichtbar wird, wenn ich mit der Taschenlampe draufhalte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Beim Sound ist dafür alles rund. Weder die Hintergrundmusik, noch die Synchronisation sind zu bemängeln. Allerdings muß ich zugeben, daß ich bei diesen Punkten noch nie besonders kritisch war.
Zum Abschluß dieses Technik-Absatzes noch ein Punkt, der vielleicht auch den einen oder anderen betreffen dürfte. Das Spiel lädt wirklich ununterbrochen von der CD nach. Obwohl ich noch nie Probleme mit meinem Laufwerk hatte, mußte es sich nach ein paar Stunden zocken geschlagen geben und erstmal abkühlen - bei der Sommerhitze vielleicht aber auch kein Wunder.

Action-Adventure

Trotz der beschriebenen Mängel halte ich Alone in the Dark 4 für ein ausgesprochen gelungenen Spiel. Als reines Sequel darf man es nicht sehen, dafür weicht es in vielen Punkten zu sehr von den Vorgängern ab. Ich denke hier insbesondere auch daran, daß die Monsterzahl sich deutlich erhöht hat, was den Schockeffekt beim Auftauchen eines Gegners spürbar reduziert. Auch die Grafik erinnert nicht an die kultigen Vorgänger - einzig die wechselnden Kameraperspektiven sind geblieben. Die sind heute aber auch in anderen Spielen vorhanden und nicht unbedingt ein Markenzeichen.
Was dieses Spiel auszeichnet ist die ausgewogene Kombination von Action und Adenture, wobei die Rätsel das Wort Adventure hier auch rechtfertigen. Zusammen mit der Möglichkeit, die Insel aus zwei Perspektiven (die der Charaktere Edward und Aline) zu verfolgen, die dann auch andere Handlungsstränge beschreiten, wird Alone in the Dark einer der interessanteren Titel des Genres.
Im Garten vor dem Schloß
Im Keller
Helfen mir seine Informationen?
Mit der Dreischüssigen niedergestreckt
Fazit: Eine Fortsetzung, die nicht den Fan der Serie, sondern den Genrefan anspricht.
2
Präsentation (1-20)
18
Systemanforderungen:  
Minimum:  PII 300, 64 MB RAM, OpenGL komp. Grafikkarte - nicht Savage4(+/Pro), Permedia3, Riva 128ZX
Empfohlen: k.A.
Platz auf HD: 400 MB
Schwierigkeitsgrad: normal
Jetzt bestellen! / Jetzt ersteigern!
2
Handhabung (1-20)
13
1
Motivation (1-20)
18
  Gesamtwertung
80
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