Du bist nicht eingeloggt. | LOGIN / REGISTRIEREN und OHNE PopUps DUKATEN SAMMELN
Magazin
 Startseite | Releaseliste | News | News-Watch | Trailer | Screenshots | Spiele-Schnäppchen 

Neue Screenshots

 

Aktuelle News

 
 

Dienstag 09.02.

 
 

Montag 08.02.

 

Werbung

 
 
Pool of Radiance 2
Rollenspiel
von Ubisoft, SSI
PCDezember 2001
  Infosheet

Test

Downloads (1)  

Bewertungen

GameCaptain
70 %
Test lesen
Magazine: -
Unsere Leser: 80 %
Deine:
70 %
Du bist nicht registriert/eingeloggt!

Screenshots zum Test

Screen 1
Welchen Ork hätten Sie denn gern?
Screen 2
Töten mit blauer Farbe
Screen 3
Mann, sind die groß
Screen 4
Lumpensammler
Screen 5
Magisches Lagerfeuer
Screen 6
Die Nachbarn von nebenan
Screen 7
Beim Onkel Doktor
Screen 8
Mach hin

Anzeige

Pool of Radiance 2
Hersteller: Ubi Soft, SSIGenre: Rollenspiel
getestet von: Michael Mombeck
Weitere Infos: (Links, Downloads...)
ähnliche Spiele:
Test vom: 28.12.2001

Wie dumm muss man eigentlich sein?
Nacht in Neu Phlan, Nebel kriecht durch die Straßen der Hafenstadt. Zwei von Kapuzen verhüllte Schemen bewegen sich zielstrebig in Richtung der schäbigen, deutlich heruntergekommenen Fassade des „Dungeon Master`s Delight“. Ein uralter Heldentreffpunkt, dessen Geschichte sich bis zu den grauenhaften dritten Fäulniskriegen zurückverfolgen lässt - nicht, dass sich jemand mal die Mühe gemacht hätte. „Meinst du, das ist ein guter Plan ausgerechnet hier...“,raunt der dickere der Gestalten seinem Begleiter zu, nur um rüde unterbrochen zu werden. „Hast du eine bessere Idee? Ich weiß, dass sich hier nur Zweite-Wahl-Helden besaufen, aber wer würde sonst - Lass mich nur machen.“ Eine halbe Stunde und etliche namenlose und gehirnzerfressende Alkoholica später, wird man sich gerade handelseinig. „Allesch klar, wir ziehen also nach Myth Drannor und schäubern Euren Pool. Kein Thema, für unsch. Nicht wahr, Bonzo? Bonzo?“ Flaumel, der zerfleddert wirkende Viertelelf, versucht vergeblich seinen Gegenüber mit rotgeäderten Augen zu fixieren. Schließlich entdeckt er seinen barbarischen Freund unter dem Kneipentisch und zieht in mühsam zurück auf die Bank, ein übler Geruch macht sich bemerkbar. Wenig später ziehen Flaumel und Bonzo, gestützt von einer ältlichen Zwergin und einem verfetteten Halbling, aus der Kneipe in die Nacht. „Na, ich weiß nicht. Was machen wir, wenn sie herausfinden, dass es sich nicht um einen Swimmingpool handelt?“ fragt der Skeptiker. „Das, mein Lieber, wird sie ernüchtern und wer weiß, Dummköpfe und Trunkenbolde sollen doch einen Schutzengel haben...“

Neue Geschichten aus dem Pfuhl
So, oder so ähnlich, könnte sich die Anwerbung unserer Heldentruppe in der Neuauflage des greisen Rollenspielepos Pool of Radiance abgespielt haben. Groß war die Erwartung ob sich die alte, Nächte verschlingende Faszination wieder einstellen würde. Immerhin sind über zehn Jahre vergangen und die Rollenspielgemeinde wurde in den letzten Jahren wahrlich verwöhnt. Erfreulicherweise konnte ich die deutsche Version testen, die amerikanische hatte ja durch ihre zerstörerischen Installationsroutinen für blankes Entsetzen gesorgt. Offensichtlich wollte man nun auf Nummer Sicher gehen und ganz, ganz vorsichtig das Spiel auf die Festplatte hieven, immerhin dauert die Abwicklung der 1,3 GB Vollinstallation satte zwanzig Minuten.
Wenn schon, gleich zu Beginn steht uns die Alternative offen, vier Instanthelden auszuwählen oder uns mit Elan der Erschaffung neuer Charaktere zu widmen. Wer das AD&D Rollenspielsystem kennt, wird sich nun über das Fehlen von Barden, Druiden, echten Magiern und Gnomen wundern. Aber das soll uns nicht die Freude an dem Zusammenklicken unserer vierköpfigen Party vermiesen, es stehen immer noch sechs Rassen und acht Klassen zur Verfügung. Die restlichen zwei freien Slots lassen erahnen, dass da noch der ein oder andere NPC vom Wegrand aufgelesen werden will.

Nur zweite Wahl
Die ersten Schritte unserer frischgebackenen Heldentruppe führen uns in die Gegend um Myth Drannor und präsentiert uns die luftige Sicht der bekannten isometrischen „Baldurperspektive“ in der einzig möglichen 800 x 600 Auflösung. In den ersten Spielminuten erfährt unsere schwachbrüstige Schar, dass der berüchtigte Pool of Radiance wieder aktiv geworden ist und Horden von Untoten in die ehemals stolze Elfenstadt ausspuckt. Dieser Schmelztiegel aller Rassen war einst ein Hort der Schönheit und Magie und liegt nun in Schutt und Asche. Es kratzt ein wenig an unserem Stolz als wir erfahren, dass bereits eine Heldengruppe versucht das Rätsel um Myth Drannor zu lösen, allerdings ist der Kontakt schon seit geraumer Zeit abgerissen.
So stürzen wir uns frohgemut in die ersten Scharmützel mit herumlungernden Orks und Orogs, um alsbald in die unterirdische Stadt selbst einzudringen. Und wahrlich, die Erbauer dieser Stadt haben wirklich großzügig gedacht. Die Größe der hier präsentierten Dungeonetagen muss für ein florierendes Schuhmacherhandwerk gesorgt haben, das Erkunden des ersten Levels hat mich etwa 8-10 Stunden Spielzeit gekostet. Besonders innovativ waren die Schöpfer dieser Mammuthöhlen aber leider nicht. Die Locations, vorzugsweise in allen Brauntönen präsentiert, haben keinen hohen Wiedererkennungswert und gleichen sich im Verlauf und Ausstattung. Viel zu wenig Abwechslung in den 2-D Mauern und Räumen, ewig gleiche klumpige Tische, Stühle und Regale, alte Brunnen und undefinierbares Geröll. Da freut man sich über eine mild flackernde Fackel oder von Schutthaufen aufsteigende Rauchschwaden.
Es wundert kaum, dass sich auch die lebende, pardon, vornehmlich untote Bevölkerung der optischen Langeweile angepasst hat. Nach einigen Stunden Spielzeit kann man die ewig gleichen Zombies, Skelette und Orks einfach nicht mehr sehen ohne innerlich aufzustöhnen. Die 3-D Modelle der Helden und Monster sind eigentlich ganz ordentlich animiert und erfreulich anzusehen, sogar Größenunterschiede zwischen den diversen Rassen werden deutlich, aber warum nur hat man hier so wenig Kreativität bewiesen?

Ich mach Dich tot, du Zombie!
Die endlosen Gänge sind vollgestopft mit Zombiegruppen und müssen in minutenlangen, rundenbasierten Kämpfen freigeschaufelt werden. In diese stolpert man zumeist recht unvermittelt. Die Übersicht ist, durch den Umstand, dass die Partymitglieder nur in sehr engen Grenzen getrennt agieren können und das umliegende Gelände damit nur eingeschränkt einsichtig ist, gering. Selbst wenn Gegner schon frühzeitig zu erkennen sind, können diese erst durch das Eintreten in den Kampfmodus angegriffen werden. So kann man sich nur durch vorbereitende Schutzsprüche gegen das bevorstehende Gemetzel wappnen.
Mittels einstellbarer Option lässt sich der rundenbasierte Kampf mit einem mehrstufigen Zeitlimit versehen, das vermittelt einen Hauch von Echtzeit und noch mehr Hektik beim Instruieren der Party. Die Bedienung der über die rechte Maustaste oder Hotkeys aufrufbaren Menüs für die Inventare, Kampfaktionen oder Zaubersprüche, ist nämlich nicht besonders benutzerfreundlich geraten, viel zu frickelig. Die Reihenfolge im Kampf wird durch Initiativwürfe ermittelt und in der ersten Runde können die Akteure merkwürdigerweise unglaubliche Strecken zurücklegen, um ins Kampfgeschehen einzugreifen. Und bis so ein Zombie sich mal von A nach B schiebt, meine Herren, das kann dauern. Positiv formuliert sind die Kämpfe zwar nicht unspannend aber doch mit meditativer Komponente. Immerhin bekommen wir hier durch den Einsatz der farbigen und spektakulären Zaubersprüche das grafische Highlights des Spiels geboten. Das Programm informiert zwar akribisch über die Würfeleien und Trefferchancen, die tatsächlichen erlittenen Schäden und Punkteabzüge sind aber nur sehr mühsam nachzuvollziehen.
Der Lohn der Mühe fällt vergleichsweise mickrig aus. Die paar Erfahrungspunkte bringen uns dem ersehnten Levelaufstieg nicht wirklich näher, so dass nur die in Kisten und Kästen gefundenen Ausrüstungsgegenstände mit ihren magischen Attributen und Verstärkern die Kämpfe leichter gestalten. Wie gesagt, selbst für die ersten Levelaufstiege muss man mächtig morden und wenn der goldene Augenblick dann eintrifft, vergibt das Programm leider automatisch neue Lebenspunkte und stockt die speziellen Fähigkeiten wie Heilkunst, Schlösser öffnen, Kampffähigkeiten etc. auf. Nur unser Hexenmeister darf sich einen (!) neuen Zauberspruch aussuchen und wir haben die Wahl unserem Charakter eine zweite Charakterklasse zu spendieren.

Töten mit schmerzenden Füßen
Massig Punkte gibt es wiederum für die Lösung von Teilaufgaben und Nebenquests, die uns im Spielverlauf eher zufällig zufliegen. Denn eigentlich stolpert man doch recht ziellos durch Myth Drannors Hallen, die sowieso nicht doll aufregende Geschichte entwickelt sich nur mühsam, der rote Faden geht durch die endlosen Latschereien und Prügeleien verloren. Außer Kämpfen und Laufen gibt`s viel zuwenig zu tun - ein bisschen Türen öffnen und Kisten und Brunnen durchsuchen, mehr wird an Interaktivität nicht geboten. Zu selten überrascht uns einer der wirklich guten Sprachsamples, nach denen sich manchmal eine Konversation mit NPC`s oder Gegnern anbahnt.

Und dennoch...
Trotz aller Kritik muss ich zugeben, dass ich nach der ersten Ernüchterung und nach 10 Stunden Spielzeit doch noch Spaß an dem rudimentären Monster Hack gefunden habe. Natürlich bietet dieses etwas stupide Spielprinzip bei weitem nicht so viel Abwechslungsreichtum, grafische und storytechnische Brillanz wie z.B. Planescape Torment oder Baldur`s Gate. Dennoch ist es, durch die alten Motivatoren Jagen, Sammeln und um die nächste Ecke gucken, nicht ohne Reiz, die Ruinen von Myth Drannor zu durchstreifen, um dem ein oder anderen Monster in den A...- zu treten.
Fazit: Langwieriges Hack`n Slay mit wenig Überraschungen, nur was für Hardcore-Rollenspieler.
1
Präsentation (1-20)
13
Systemanforderungen: 
Minimum: Pentium 2 400 64 MB RAM
Empfohlen:Pentium 3 500 128 MB RAM
Platz auf HD:1
Schwierigkeitsgrad:normal-hoch
Jetzt bestellen! / Jetzt ersteigern!
1
Handhabung (1-20)
13
2
Atmosphäre (1-20)
14
1
Motivation (1-20)
16
 Gesamtwertung
70
Deine Meinung zum Spiel | Diesen Bericht weiterempfehlen
 
IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | KONTAKT | TEAM | JOBS | ARTIKELDIEB | LINK US | RSS-FEED
Partner: 3DCenter
cheatmore.de
Daddelfeeds
DemoNews
DVD-Spiel-Film.de
GamePilot
GameScan
GameTective
McMedia IE-Shop
PCGamesDatabase
Plonki
Speedmaniacs
Neue Spiele bei SpieleRadar.de
Testberichte.de
Testfreaks
trickz.de
TweakPC
World of Games


 

Die Verantwortung für die Inhalte der gelinkten Seiten liegt bei den jeweiligen Seitenbetreibern und wird nicht von GameCaptain übernommen!
Names, trademarks and copyrights are the property of the originating companies.

copyright 1999-2007 Jörg Benne, designed by Marcel Völz & Stephan Iser

20 9