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Kohan - Immortal Sovereigns
2D-Echtzeitstrategie
von Timegate Studios, Ubisoft
PCNovember 2001
  Infosheet News (1)

Test

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Bewertungen

GameCaptain
75 %
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Screenshots zum Test

Screen 1
Einzelmissionen
Screen 2
Stadtverwaltung
Screen 3
Gemetzel mit Feuerbällen
Screen 4
Ziel erreicht

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Aktuellste News zum Spiel

Kohan - Immortal Sovereigns
Hersteller: Timegate Studios, Ubi SoftGenre: 2D-Echtzeitstrategie
getestet von: Jörg Benne
Weitere Infos: (Links, Downloads...)
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Test vom: 30.12.2001
Kohan, den Titel hab ich doch schonmal gehört, wird vielleicht der eine oder andere denken. Richtig, denn Sunflowers, die ursprünglich den Vertrieb hierzulande übernehmen wollten, machten einigen Wind um das Spiel, ehe schließlich entschieden wurde, es doch nicht zu veröffentlichen.
Danach wurde es um den Titel ziemlich still. In den USA ist längst das AddOn Ahriman’s Gift erhältlich, doch erst vor kurzem erschien nach einigen Verzögerungen endlich die dt. Version.

Unsterblich
Der Spieler übernimmt die Rolle eines unsterblichen Kohan. Einst waren sie die herrschende Macht der Fantasywelt Khaldun, doch ihre Kultur wurde in einer gigantischen Apokalypse zerstört und viele von ihnen gerieten in den Schatten des Bösen.
Doch allmählich erholen sich die Kohan von diesem schweren Schlag und der Spieler hat nun herauszufinden, was den Untergang ihrer Zivilisation herbeigeführt hat und die Kohan zu altem Ruhm zu führen. In der Rolle von Darius, einem Kohan-Fürsten, zieht man durch die Lande und löst eine Mission nach der nächsten und lernt dabei im Laufe der Geschichte mehr und mehr über die Vergangenheit seines Volkes und das dunkle Geheimnis, daß zum Untergang seines Reiches führte.
Auf den ersten Blick wirkt bei Kohan nicht nur die Story "schon mal dagewesen". Im Tutorial fange ich mit ein paar Siedlern an, laufe mit ihnen durch den Wald zu einer geeigneten Stelle und baue dort meine erste Siedlung. Und wie die da so hämmern erinnert mich das schon verdammt an Age of Empires. Doch schon im zweiten Teil des Tutorials zeigen sich Unterschiede, die deutlich machen, das Kohan kein herkömmliches, hektisches Echtzeitstrategiespiel ist.

Kompanien statt einzelner Einheiten
Einer der wesentlichen Aspekte in Kohan ist, daß man nicht jede Einheit einzeln steuert, sondern Kompanien aushebt, die man individuell aus den verfügbaren Einheiten (bis zu vierzig verschiedene, von Infanterie, Kavallerie, Schützen bis hin zu Magiern, Klerikern usw) zusammenstellt, wodurch sich zig verschiedene Möglichkeiten ergeben. Jede Kompanie hat einen Hauptmann, dabei kann es sich auch um den Kohan-Charakter des Spielers selbst handeln. Diese Kompanie steuert man dann durch die Lande, wobei die Steuerung ansonsten vertraut ist, d.h. es können auch mehrere Kompanien zu Gruppen zusammengeschlossen werden.
Bei Kämpfen positionieren sich die Einheiten automatisch, Bogenschützen bleiben im Hintergrund und auch der Hauptmann hält sich erstmal raus. Neben den Einheiten spielen bei Kämpfen auch das Terrain, Müdigkeit, Moral usw. eine Rolle.
Nach dem ersten Scharmützel werden einem weitere Features auffallen. So muß man sich nicht selbst um die Nachproduktion der verlorenen Einheiten kümmern. Kommt man in die Nähe einer Stadt, die man kontrolliert, erholen sich die Verletzten nach und nach und verlorene Einheiten werden durch neue ersetzt. So erspart man sich viel Geklicke, das einen bei herkömmlichen Echtzeitstrategiespielen schon mal nerven kann.
Und ist man selbst am anderen Ende der Karte und plötzlich wird eine eigene Stadt angegriffen, greift die in der Stadt stationierte Miliz automatisch ein und kann schwache Gegner auch zurückschlagen, nur wenn eine Übermacht angreift, sollte man eine Armee zu Hilfe schicken.
Neben den Feldzügen darf natürlich nicht der Ausbau der eigenen Städte und das Ressourcenmanagement fehlen. So baut man seine Städte aus um mehr Geld zu erwirtschaften, Mana oder stärkere Einheiten zu produzieren oder die Stadt zu schützen. An Rohstoffquellen können Minen errichtet werden. Auch hier bietet Kohan eine breite Palette, allerdings auch nichts ungewöhnliches.

Spielablauf
Die zu erledigenden Aufgaben sind meist sehr ähnlich, meistens gilt es allerlei Monster von der Karte zu tilgen und andere Völker davon zu überzeugen, sich der eigenen Sache anzuschließen, zur Not mit handfesten Argumenten. Unterwegs trifft man hin und wieder auch auf andere Kohan die einen unterstützen (man kann sie dann als Hauptmänner einsetzen) und neue Informationen preisgeben.
Neben der Kampagne bietet das Spiel außerdem noch diverse Szenarien an und ein Zufallskarten-Generator ist auch dabei. Ein Multiplayer-Modus fehlt ebenfalls nicht, für Langzeit-Spielspaß ist also gesorgt.

Das große Aber
Bis hierhin ist Kohan durchweg empfehlenswert, das Kompanie-Konzept erspart einem die übliche Hektik, die Steuerung wirkt durchdacht die Menüs sind übersichtlich.
Die Grafik allerdings ist ein schweres Manko des Spiels. Sie ist zwar nicht schlecht, doch alles wirkt sehr klein und Details sind kaum zu erkennen, an ein Age of Empires kommt das Spiele in keiner Weise heran. Dazu kommt noch, daß sich die Landschaft kaum verändert. Da nützen auch die guten Synchronsprecher und die Story nichts, die sogar durch den einen oder anderen Filmschnipsel fortgeführt wird, technisch ist das Spiel veraltet und wird keinen Grafikfetischisten hinter dem Ofen vorlocken.
Bleibt unterm Strich ein Echtzeitstrategiespiel mit interessanten Ansätzen, das sich all jene denen die Genre-Könige zu hektisch sind, mal ansehen sollten, vorausgesetzt sie können mit einer durchschnittlichen Grafik leben.
Fazit: Grafisch schwaches, dafür aber recht innovatives Echtzeitstrategiespiel ohne die übliche Hektik.
1
Präsentation (1-20)
11
Systemanforderungen: 
Minimum: P2-300, 64 MB RAM
Empfohlen:k.A.
Platz auf HD:400
Schwierigkeitsgrad:normal
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1
Handhabung (1-20)
16
2
Spieltiefe (1-20)
16
1
Motivation (1-20)
16
 Gesamtwertung
75
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