Das fünfte Element gilt bei Fans als einer der besten SF-Streifen der letzten Jahre. Luc Besson’s Vision von einer riesigen Stadt in der Autos in mehreren Ebenen durch die Schluchten zischen den Wolkenkratzern schweben, inspirierte schon Wanadoo zu ihrem New York Race. Fishtank hat mit Beam Breakers ein weiteres futuristisches Rennspiel in der Mache, das sich an dieses Szenario anlehnt.
MissionenNeo York im Jahr 2374. Wir sind ein kleines Licht das nur einen Traum hat: In eine der Gangs aufgenommen zu werden, die mit ihren Rennen die Straßenschluchten unsicher macht, wir wollen ein Beam Breaker werden. Doch das wird man nicht einfach so, erst mal müssen wir einen der Gang-Bosse davon überzeugen, das wir auch das Zeug dazu haben, ein Rennen zu gewinnen.
Doch bevor überhaupt an ein Rennen gedacht wird, müssen wir erstmal Laufburschen-Arbeiten verrichten. Da gilt es Pizzen auszuliefern, die in der Zukunft in Paperboy-Weise einfach durch’s Fenster geworfen werden (guten Appetit). Anschließend gilt es in einem Restaurant aufzuräumen, dass seine Schulden nicht bezahlen will. Da bleibt natürlich kein Tisch und kein Stuhl stehen, wenn wir mit unserem Pizzataxi alles umbrezeln.
Haben wir diese beiden Missionen erfolgreich im Zeitlimit erledigt, haben wir das Vertrauen unseres Bosses und können nun gegen die anderen Gangs in Rennen antreten. Doch vorher sollte vielleicht noch ein Rennauto beschafft werden – natürlich auf illegalen Wegen, schließlich sind wir ein echter Bad Boy.
Die Missionen teilen sich in mehrere Chapter, die man nacheinander durchspielen muß. Wer auf die Zeit-Missionen keine Lust hat kann sich auch auf einen ruhigen Erkundungsflug machen, in der Meisterschaft nur die Gang-Rennen bestreiten oder sich im Survival-Mode gegen die Polizei zu behaupten versuchen.
Driver in the FutureNach den ersten Partien erinnerte mich Beam Breakers noch am ehesten an eine Mischung aus
Driver und
Midtown Madness 2. Da wird zwar auf Straßen gefahren, aber auch in Driver war man ständig auf der Flucht vor der Polizei und hatte allerlei zwielichtige Aufträge zu erfüllen. Und die Rennen laufen ähnlich chaotisch ab wie in MiMa, hauptsache zum nächsten Checkpoint egal wie, soll der Gegenverkehr gefälligst ausweichen. Die Mischung aus Missionen mit Aufgaben die man unter Zeitdruck erledigen muß und Rennen, bei denen die Gegner geschlagen werden müssen, verleihen dem Spiel einen für Rennspiele eher ungewohnten Abwechslungsreichtum.
Der wird durch die verschiedenen Gefährte und die Spielumgebungen noch unterstrichen. In der Preview-Version verschlägt es uns nach Litte Italy, East Village, Downtown und China Town. Zwar werden alle Stadtteile von den Straßenschluchten bestimmt, haben aber doch ihr ganze eigenes Ambiente und sei es nur das in Little Italy überall Pizzeria-Werbung flackert während in Chinatown chinesische Schriftzeichen auf den schwebenden Werbeträgern prangen. Die Fahrzeuge sind überwiegend im Retrolook gehalten und ähneln in ihrem Aussehen Fahrzeugen aus den 60ern und 70ern, mit dem Unterschied, das sie natürlich keine Räder mehr haben. Sie lassen sich mit allerlei Extras aufrüsten und durch Siege oder erfolgreich bestandene Missionen erhalten wir neue Fahrzeuge.
Echt ne WuchtGrafisch brennt Beam Breakers ein echtes Feuerwerk ab und lässt das vergleichbare New York Race ziemlich alt aussehen. Bis zu 800 andere Fahrzeuge bewegen sich durch die Schluchten und wehe man gerät in den Gegenverkehr, dann blitzen massenweise Lichthupen auf und heilloses Chaos bricht aus. Auch die Gebäude sind sehr detailliert texturiert, man kann sogar in Büros reingucken. Damit nicht genug flanieren auf den Plattformen auch Fußgänger, die sich flach auf den Boden werfen wenn man ihnen zu nahe kommt (also nix mit platt fahren). Dazu kommen noch diverse Lichteffekte und die Möglichkeit das eine oder andere Streckenobjekt zu zerstören.
Der Sound hinterläßt ein gemischtes Gefühl. Die Musik ist klasse – zumindest für alle die härtere Klänge mögen – die Geräuschkulisse ist allerdings noch ziemlich dünn, was aber auch an der Preview-Version liegen mag.
Gefehlt hat mir einzig die Rasanz. Werder das Pizza-Taxi noch das geklaute Rennauto kommen trotz Turbo auf die halsbrecherischen Geschwindigkeiten die man aus NY kennt und von den im Multiplayer-Modus verfügbaren Vehikeln brachte es auch keines auf mehr als 200 km/h. Da nicht allein Racing im Vordergrund steht ist das auch nicht so schlimm, aber wer auf den echten Geschwindigkeitskick steht, wird vielleicht doch etwas enttäuscht sein. Zwar hat man auch so bei Höchstgeschwindigkeit genug zu tun, dem Verkehr und allerlei Hindernissen auszuweichen, aber der echte Kick bleibt aus.
Davon abgesehen bietet Beam Breakers aber alles was einen guten Funracer ausmacht. Tolle Grafik, abwechslungsreiche Level und eine leicht zu beherrschende Steuerung. Wenn Simils bis zum Release im April noch am Sound schraubt und vielleicht noch etwas höhere Geschwindigkeiten erlaubt, könnte Beam Breakers ein echter Knüller werden.