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Sid Meier ist einer der Gurus unter den Spiele-Designern.
Sein Ruf begründet sich neben Pirates vor allem auf die Bestseller
Civilization I und II. Alpha Centauri ist der offizielle Nachfolger dieser
Spiele und man durfte gespannt sein, was das Team des Meisters sich hat
einfallen lassen.
Das Spiel setzt da an, wo Civilization aufhört: Im Jahr 2100 ist es den Menschen gelungen ein Raumschiff zu bauen, daß sie zum fernen System Alpha Centauri bringen kann. Einige Kolonisten verlassen die von Kriegen verwüstete Erde um dort ein neues Leben zu beginnen. Auf dem vierzig Jahre dauernden Flug kommt es aber zur Aufspaltung der Kolonisten in sieben Gruppen. Der oder die Spieler entscheiden sich für eine dieser Gruppen, die sich nicht durch ihre Nationalitäten sondern durch ihre Ideologien unterscheiden, was auch Auswirkungen auf ihre Vorgehensweisen hat. Mit seinen Siedlern landet er auf dem Planeten wo auch sogleich die erste Basis gebaut wird. Nun gilt es die Felder ringsum zu erforschen, wobei der erste große Unterschied zu Civilization auffällt: das Terrain kennt verschiedene Höhenstufen. Nach und nach erkundet man den Planeten (der übrigens vor jeder Partie nach den Maßgaben des Spielers neu erstellt wird), treibt die Forschung voran, wodurch man neue Einheiten und Gebäude errichten kann und irgendwann trifft man dann auf eine der anderen Parteien. Hier kommt die große Stärke von Alpha Centauri zum tragen, die Diplomatie. Die Möglichkeiten sind vielfältig, man kann Bündnisse schließen, Technologien austauschen, andere Parteien gegeneinander aufhetzen u.v.m. ! Das bietet vor allem in Partien mit mehreren menschlichen Spielern ungeahnte Möglichkeiten. Was im Vergleich zum Nachfolger besonders positiv auffällt, ist die Möglichkeit Gouverneuren die Produktion der Basen zu überlassen. Vor allem im späteren Spielverlauf, wenn man gleich dutzendweise Basen hat, weiß man das zu schätzen, braucht man sich doch so nicht um jede Kleinigkeit zu kümmern. Man gibt einfach vor, ob die Produktion z.B. in Richtung Eroberung oder Entdeckung gehen soll, und alles weitere übernimmt dann der Gouverneur. Im weiteren Spielverlauf kommt es zu immer mehr militärischen Konflikten, wobei immer mächtigere Waffen eingesetzt werden können. Seine Einheiten kann man sich aus verschiedenen Einzelteilen zusammenbauen, was zig Kombinationen zuläßt. Doch die Eliminierung aller anderen Gruppierungen ist nicht der einzige Weg, das Spiel zu gewinnen. Systemvoraussetzungen: Pentium 166, 16 MB RAM Fazit: Alpha Centauri ist eine gelungene Fortsetzung
von Civilization, die man jedem Fan des Klassikers wärmstens empfehlen
kann. Negativ fallen allenfalls Grafik und Soundkulisse auf, die nicht
unbedingt zeitgemäß sind, aber dafür hat Alpha Centauri
eine Spieltiefe die ihresgleichen sucht, in die der Spieler aber durch
Trainingsszenarien und Touren sehr gut eingeführt wird.
Wahnsinnig viel Neues bietet das Spiel allerdings gegenüber
den Vorgängern auch nicht, weshalb ihm eine Wertung >90 verwehrt bleibt,
das derzeit beste rundenbasierte Strategiespiel ist es aber allemal.
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