Auch Cryo will weiter auf dem Markt der Tennissimulationen mitmischen. Nachdem Sie Carapace’s Roland Garros an Wanadoo verloren haben, starten Sie mit einem neuen Titel für den der erfolgreichste Tennisspieler der letzten Jahre, Andre Agassi seinen Namen opferte.
Große Namen ?Allerdings bleibt das der einzige große Name im Spiel, alle übrigen 31 Akteure sind ausnahmslos Fantasy-Gestalten. Jeder Spieler hat ein individuelles Aussehen und eine besondere Stärke.
Bei den Spielmodi, die man in einem ausnehmend hässlichen Menü auswählt, hat man die üblichen Wahlmöglichkeiten, Arcade, einzelnes Match und Karriere. Ein Trainingsmodus fehlt leider was sehr negativ auffällt, da die Steuerung (vier Schlagtasten + Bewegungstasten) sehr gewöhnungsbedürftig weil überaus nervös ausgefallen ist. So hüpfen die Akteure bereits zwei Meter zur Seite, wenn man die entsprechende Taste nur antippt. Für den Schlag ist ein sehr genaues Timing erforderlich, da der Spieler sofort stehen bleibt, wenn man die Schlagtaste drückt und das genaue platzieren der Schläge erweist sich auch als kompliziert.
In der Karriere gilt es in der Rolle von Agassi in 10 Turnieren die meisten Punkte zu holen. In den anderen Modi sind sowohl Einzel als auch Doppel möglich.
PräsentationGrafisch ist Agassi Tennis ganz ok, in einigen Bereichen sogar sehr gut, so kann man in den Wiederholungen sogar den Spin des Balles beobachten und die Gesichter der Spieler sind teils sehr detailliert. Die Animationen der Akteure sind hingegen allenfalls Mittelmaß. Ziemlich erstaunlich weil gäntlich überflüssig ist der kleine „Radar“ am Bildschirmrand. Wozu der gut sein soll blieb mir verborgen, da doch ohnehin das ganze Spielfeld sichtbar ist.
Richtiggehend verbockt hingegen der Sound. So wird „Aus“ gerufen, wenn der Ball ins Netz geht und bei der Spielstandansage verschluckt der Schiedsrichter Silben („fünf-dreißig“ statt „fünfzehn-dreißig“). Als echte Neuerung präsentiert Agassi Tennis einen Kommentator, doch auch der erweist sich als Schuß in den Ofen. So meinte er z.B., nachdem der erste Satz 6:0 geendet hatte („Dieser 2. Satz könnte interessant werden“) oder behauptet erst „Er ist gut drauf“ um einen Punkt später zu meinen „Er hat nichts mehr zuzusetzen“. Ohnehin wiederholen sich die paar Sätze ständig, so daß man die Labertasche schnell abschaltet.
Keine ChanceAngesichts der starken Konkurrenz-Titel die in den letzten Monaten erschienen sind, wird Agassi Tennis Generation kaum Freunde finden. Die Steuerung ist zu hakelig, die KI zu schwach, die Grafik zu schlecht und der Sound mieserabel, womit eigentlich alles wichtige zu diesem Spiel gesagt ist.