Mit Antz zeigte Dreamworks Interactive Disney im Kino was eine Harke ist. Zum einen war man bei der Verfilmung des Themas „Das Leben eines Insekts“ mit Antz schneller als die Konkurrenten mit „A Bug’s Life“, zum anderen gefiel mir persönlich Antz auch deutlich besser, zumal er sich auch an Erwachsene richtete.
Beide Filme haben nun schon einige Jahre auf dem Buckel, nun erst bringt Empire mit Antz Extreme Racing ein Spiel zu Antz auf den Markt - wie der Name schon vermuten läßt, ein Funracer.
Racing as usual?Auf der einen Seite ist Antz ER ein Funracer wie es sie schon zu Dutzenden gibt. Man rast gegen sechs Konkurrenten oder die Zeit über diverse Rund- und langgezogene Einwegstrecken um den Sieg, sammelt dabei diverse Extras ein mit denen man sich selbst nach vorne bringt und den Gegner schadet und versucht nacheinander alle Rennen zu gewinnen bzw. die Zeiten zu toppen, wodurch neue Strecken frei werden.
Die Umsetzung birgt aber einige Überraschungen, denn natürlich rast man bei Antz ER mit den Figuren aus dem Film (Z, Prinzessin Bala usw) durch die Gegend, und das nun mal Ameisen sind, sind ihre Gefährte auch ziemlich kurios. Mal reitet man auf Laufkäfern, mal hat man eine Art Seifenkiste aus einer Getränkedose mit Heuschreckenantrieb unter dem Hintern und manchmal ist man sogar zu Fuß unterwegs. Auch geflogen wird hin und wieder.
Abwechslung ist TrumpfGrob gesagt gibt es drei verschiedene Renntypen. Entweder ein Rennen gegen einige Gegner, oder allein gegen die Uhr, wobei es zu letzterem noch die Slalom-Variante gibt, bei der es nicht nur die Zeit zu schlagen sondern auch diverse Tore nicht zu verpassen gilt.
Neben den Gegnern bzw. dem Zeitlimit machen einem noch diverse Hindernisse das Leben schwer. Einige stehen einfach nur im Weg, andere sind aber richtig gefährlich, zum Beispiel sich abseilende Spinnen oder eine Fliegenklatsche. Wird man von einem dieser Hindernisse erwischt verliert man richtig Zeit.
Zwar steuern sich die Gefährte teilweise sehr unterschiedlich, der Ablauf ist aber doch immer derselbe. Die Rennen sind allesamt recht kurz gehalten und dauern kaum länger als ein bis zwei Minuten, bei den Extras stehen ein Beschleuniger, diverse Moskito-Raketen, Minen und ein Schild zur Verfügung, mit denen man den Gegner das Leben schwereer oder sich selbst das eigene einfacher macht.
Neben dem Einspieler-Modus in dem es innerhalb einer Reihe von Rennen einen bestimmten Rang zu erreichen gilt um die weiteren Rennen freizuschalten (man muß einen Mindestrang erreichen, kann man auch an einem Bildschirm (Splitscreen) mit mehreren Spielern antreten.
Die TechnikGrafik und Sound präsentieren sich ordentlich wenn auch nicht überragend. Auf Sprache wurde komplett verzichtet und abgesehen davon das man die Figuren aus dem Film steuert, hat das Spiel mit der Kinovorlage auch so gut wie nichts gemein.
Der Schwierigkeitsgrad hängt von der spielfigur ab. Halbwegs erfahrene Racer werden in der Rolel von Z kaum her als eine halbe Stunde brauchen um alle 8 Rennen zu gewinnen, als Bala wird es schon etwas schwerer und die übrigen rollen haben es dann in sich. Zwar kommen immer wieder neue Variationen der Strecken, Renntypen und Fahrzeuge vor, dennoch, Antz ER ist sicher kein Spiel zum durchspielen, sondern eher ein Racer für zwischendurch, der aufgrund des moderaten Schwierigkeitsgrades und der knuffigen Aufmachung auch für Kinder gut geeignet ist.