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Test: No one Lives Forever 2

Mit NOLF2 kehrt Cate Archer auf den Bildschirm zurück und sorgt für brillianten Spielspaß und Unterhaltung!
 
No one Lives Forever 2
Hersteller: Fox InteractiveGenre: 3D-Shooter
Weitere Infos: (Links, Downloads...)
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Test vom: 19.10.2002
Jetzt ist es endlich soweit, Cate Archer ist in „No One Lives Forever 2“ zurück, mit dem zweiten Teil des ultracoolen Agentenshooters. Ein wahrhaftig triftiger Grund, sich in die Fußstapfen dieser smarten Agentin zu stellen, um neue, spannende Abenteuer zu erleben.

H.A.R.M. ist nicht tot!
Wie sich so mancher NOLF-Spieler noch erinnern kann, wurde die Verbrecherorganisation „H.A.R.M.“ im ersten Teil von NOLF erfolgreich von Cate Archer zerschlagen. Aber ist dem wirklich so? Nein! H.A.R.M. existiert immer noch, gefährlicher als je zuvor, bringt die Organisation alte und neue Bekannte bzw. Feinde mit, um sich dem finalen Kampf gegen die Schutztruppe U.N.I.T.Y. zu stellen, der auch Cate immer noch angehört.
Zu Beginn des Spiels lernt man gleich ein paar neue Gegnergattungen kennen. Die erste Mission bringt den Spieler nach Japan, wo man sich mit weiblichen Ninjas herumschlagen darf. Die sehen zwar recht adrett und lieblich aus, können aber zu wahren Furien werden, so dass es hier schon gilt, sich vorsichtig im Gelände zu bewegen. Den Umgang mit Ninjaschwert und Wurfsternen beherrschen diese weiblichen Gegner nämlich fast perfekt! Aber schon in der ersten Mission werden die Lacher nicht ausbleiben, und man merkt sofort, dass das ganze Spiel wieder mit einem coolen schwarzen Humor und teilweise deftigen Anekdoten ausgestattet ist. So kann man zum Beispiel bei vorsichtigem Anschleichen ein paar dieser Ninjatöchter belauschen. Da geht es darum, dass vor einer Shoppingtour noch „mal eben“ jemand umgelegt werden muss, oder dass die ach so erwachsenen Töchter von ihren Müttern manchmal noch übers Knie gelegt werden. Teilweise muss man wirklich aufpassen, dass man vor lauter Lachen nicht zu sehr an Mouse und Keyboard ruckelt, und so unfreiwillig seine Position im Spiel verrät!
Sobald man die Japan-Mission hinter sich gebracht hat, beginnt erst das eigentlich Spiel. NOLF2 entblättert sich in runden 40 Missionen, die sich wiederum splitten in mehr als zwölf Locations. Das Ziel ist es, dass geheime Projekt Omega, welche von H.A.R.M. ins Leben gerufen wurde, zu erforschen und letzten Endes auch zunichte zu machen, um somit einmal mehr die Welt zu retten.

Alte Bekannte und neue Gesichter
Im Laufe des Spiel trifft man sowohl alte Bekannte aus dem ersten Teil von NOLF wieder, aber auch neue Gestalten sind mit von der Partie. Im Hauptquartier von U.N.I.T.Y. trifft man auf den vertrauten Bruno, der inzwischen befördert wurde und auf Doktor Schenker, dessen Name fast Programm ist, denn er „beschenkt“ Cate immer wieder aufs Neue mit „Spielsachen“. Ein kleiner Vergleich zu James Bond und dem genialen „Q“ sei hier durchaus gestattet. Wie dem auch sei, auch unerwartete Verbündete machen Cate in NOLF2 ihre Aufwartung. Da erscheint doch tatsächlich der gute alte Angus, der als recht voluminöser Schotte im ersten Teil der armen Cate das Leben ganz schön schwer gemach hat. Im zweiten Teil bietet er auf Seiten der Guten seine Dienste an, und begleitet Cate als helfende Hand durch einige Missionen.
Auf der anderen Seite findet man den Schurken-Haufen von H.A.R.M. wieder, und hier schlägt das Gruselkabinett so richtig in die Vollen! Los geht es bei dem inzwischen völlig zugegipsten Volkov, einem total schrulligen Anführer, der immer wieder durch nervige Anrufe seiner hysterischen Mutter aus dem Konzept gebracht wird, eine grazile Ninjaanführerin namens Isako und den Pantomimen und ihrem Boss. Die Pantomimen stellen eine mehr oder weniger eigenständige Untergruppe dar, die aber voll im Dienste von H.A.R.M. steht. Es sei hier schon verraten, dass der Boss der Pantomimengang zu den besten Gegnern zählt, die jemals in NOLF2 auftauchen werden! Weiterhin machen noch etliche andere irre Figuren die Mattscheibe unsicher, hier seien nur die gelb-lilanen Gegner erwähnt, deren Aussehen stark an das Michelin Männchen erinnert.

Einmal um den Globus
Wie bereits erwähnt, beginnt NOLF2 mit seinen Missionen in Japan. Weiterhin erwarten den Spieler noch Aufgaben in Sibirien, Ohio, Kalkutta und auch im Hauptquartier von U.N.I.T.Y. geht’s wieder hoch her. Die Ziele in den einzelnen Missionen variieren sehr. Es kann sein, dass man manchmal nur ein Foto einer bestimmten Zielperson machen muss, in einer anderen Mission aber nach Herzenslust geballert werden darf. Der Weg zum Ziel ist meistens nicht gradlinig. Während einer Mission kommt es sehr oft vor, dass vor der eigentlichen Mission kleinere Aufgaben erfüllt werden müssen. Weiterhin können auch optionale Ziele eingebunden werden, deren Erfüllung dann mit Bonuspunkten belohnt wird. Auf der einen Seite kann man so sehr viel vom Spiel sehen, und Cate erhält etliche Erfahrungspunkte, aber auf der anderen Seite muss man auch sehen, dass man sich nicht zu sehr in Einzelmissionen verheddert. Denn teilweise steht man unter Zeitdruck, und auf der anderen Seite ergibt sich aus der Tatsache heraus, unerforschtes Gebiet unter die Lupe zu nehmen, die Gefahr auf weitere Gegner zu stoßen, die einem dann richtig Zeit und Lebenspunkte kosten können. Ein gesundes Mittelmaß zwischen dem Erfüllen der jeweiligen Hauptaufgabe und den kleinen optionalen Missionen dürfte wohl der richtige Weg sein. Und wenn man beim ersten Mal des Spielens von NOLF2 nicht alles gesehen hat, ist das ja auch ein Anreiz mehr, das Spiel noch mal durchzukämmen, um dann die unerforschten Gebiete aufzusuchen.

Die KI der Gegner
Die KI der Gegner ist eine Wucht! Anders kann man es kaum beschreiben. Selten sind mir so realistische Gegner in einem Shooter vor die Flinte gekommen. Die KI achtet sehr darauf, wie man sich in der Haut von Cate Archer bewegt. Und hier gilt einmal mehr: besser ruhig und besonnen, als hektisch und laut. Der „Stealth“-Faktor bekommt in NOLF2 daher eine wichtige Rolle. Es ist manchmal überlebenswichtig, dass Cate sich immer wieder Schatten und Verstecke aussucht, in der sie unbemerkt und getarnt die Gegend erkunden kann. Dazu kommt im Spiel ein neues Feature vor, dass „Auge“. Dieses Auge erscheint, sobald man sich in einer Tarn-Position befindet. Nach einigen Sekunden wird das Auge immer dunkler, solange, bis es fast gar nicht mehr zu sehen ist. Jetzt ist man für den Gegner fast unsichtbar und kann aus dieser geschützten Position heraus beobachten, was vor sich geht. Nebenbei kann man so auch einen Blick um Häuserecken riskieren, um zu sehen, was auf den Spieler so wartet.
Dennoch darf man die Stärke und Intelligenz der Gegner niemals unterschätzen. Es kann durchaus vorkommen, dass man einen weit entfernten Gegner nicht genau trifft. Aus den normalen Shooter-Spielen heraus würde man erwarten, dass der Gegner jetzt das Feuer erwidert oder zumindest irgendwie einen Angriff startet. Hier bei NOLF2 ist das anders. Der Gegner versucht aus dem Gefahrenbereich zu entschwinden, aber nicht, um dann in der Versenkung abzutauchen, sondern um Verstärkung zu holen. Und weil das noch nicht reicht, und der Gegner ja nun weiß, wo Cate sich gerade aufhält, läuft man durchaus mal in einen miesen Hinterhalt rein! Gerade bei der KI punktet NOLF2 richtig gut, ein so perfekt abgestimmtes Zusammenspiel der einzelnen Computergegner habe ich wirklich selten gesehen.
Ein weiteres Element sind die Fähigkeiten von Cate, welche sich auch mit der Zeit durch das Sammeln von Erfahrungspunkten steigern lassen. Da wären zum Beispiel die Punkte „Stealth“, also die Fähigkeit Tarnungen zu nutzen, oder „Zielgenauigkeit“, welche beim Einsatz von Scharfschützengewehren wichtig ist, oder auch Sachen wie „Gesundheit“ oder „Tragfähigkeit“. Je höher letztere ist, desto mehr Sachen kann Cate bei sich tragen. Die nötigen Erfahrungspunkte sammelt man durch das Einsammeln von Hinweiszetteln, die im ganzen Spiel verteilt sind. Auch das Beenden einer jeden Mission bringt natürlich Punkte, sowie die zusätzlich abgeschlossenen optionalen Ziele in den jeweiligen Missionen.

Tools & Utilities
NOLF2 kommt mit einem ganzen Haufen von neuen Waffen und Agenten-Werkzeugen daher. So richtig Gaudi macht Cate’s Handtasche, die sich ruck-zuck in einen spaßigen Raketenwerfer verwandeln lässt! Der Schminkspiegel dient als Codebrecher und Schneidbrenner zugleich, dazu gibt es noch eine Gummipfeil-Pistole, mit der sich Kameras abblenden lassen, diverse Granaten und sonstigen „Kleinkram“. Der Knüller aber ist die Robokatze! Das Ding ist ja so was von niedlich und gemein! Einmal aufgezogen macht die Mieze brav miau-miau, kullert drollig in der Gegend rum, aber wehe man kommt dem Viech zu nahe… mehr wird nicht verraten! ;-) Natürlich ist Cate auch sonst gut mit allgemein handlichen Püstern ausgestattet. Pistole, Maschinengewehr, Wurfsternen, Ninjasäbel und natürlich dem Scharfschützengewehr. Für Stimmung ist also wahrlich gesorgt.
Die ganzen Sachen wird man auch sicher brauchen, denn die Stärke der Gegner nimmt von Level zu Level erheblich zu. Da helfen manchmal nur Tricks wie das Ablenken von Wachen durch das Werfen von Münzen, um dann schnell am Wachposten vorbeizuschlüpfen, oder aber aus der Ferne mit dem Scharfschützengewehr für Reduzierung der Gegnerschar sorgen. Hat man übrigens einen Gegner erlegt, bleibt dieser nicht an Ort und Stelle liegen, sondern löst sich quasi nach ein paar Sekunden in Luft auf. Statt des Körpers bleibt dafür ein Rucksack liegen, den man durchsuchen kann. Meistens findet man hier ein paar Einheiten Munition oder die eine oder andere Schutzweste.

Ein paar Umdrehungen mehr…
Bereits in der ersten Mission fällt auf: die Grafik hat von NOLF1 zu NOLF2 einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht! Das geht allerdings auch zu Lasten der Rechnerleistung. Wenn man sozusagen das volle Programm haben will, kommt man um den Einsatz eines Pentium 4 mit einer GeForce 4 Grafikkarte nicht herum. Auf der anderen Seite kann man im Setup des Spiels die Einstellungen soweit herunterschrauben, dass das Spiel mit 800x600 Pixel auf einem Pentium 3 mit runden 700 Mhz und einer GeForce 2 noch relativ flüssig läuft.
Aber dennoch, die Grafik ist der Hammer, die Detailverliebtheit kennt hier fast keine Grenzen. Es gibt soviel zu bewundern, dass einem wirklich die Worte fehlen. Alleine die erstklassig animierten Augen der lieblichen Cate lassen einen in den Zwischensequenzen förmlich dahin schmelzen! Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, wurde der Sound und die Musik auch noch mal aufpoliert. Die Musikuntermalung ist mindestens genauso fetzig wie im ersten Teil, richtig cooler Beat der Sechziger Jahre erwartet den Spieler, dazu Soundelemente vom Feinsten! Ein Hörvergnügen, wie ich es selten erlebt habe. Das Handling der Spielfigur ist ebenfalls tadellos, nie hakt oder ruckelt es irgendwo. Alle Bewegungen sind einzeln konfigurierbar, so dass jeder hier seine Lieblings-Keys auswählen und benutzen kann.

Einfach klasse!
Es gibt Spiele, da fehlen einem manchmal die Worte. Manchmal im negativen, manchmal im positiven Sinn. NOLF2 ist so ein Spiel, natürlich voll im positiven Sinne gemeint! Wenn ich sage, dass Spiel ist einfach klasse, dann werde ich dem schon fast nicht mehr gerecht. Das Spiel ist mega-hyper-oberaffenstarke-klasse, es stimmt wirklich fast alles bis auf das letzte Detail. Das einzige, was vielleicht einen gewissen Dämpfer gibt, ist die Tatsache, dass die Hardwareanforderungen für volles Spielvergnügen doch recht hoch sind. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass durch ein gut abgestimmtes Setup das Spiel (natürlich mit grafischen Abstrichen) auch noch auf kleineren Rechner recht gut zu spielen ist. Aber wer die Rechenleistung zu Hause stehen hat, und auf Shooter steht und eh schon vom ersten Teil begeistert war, für den gibt es nur eines: zugreifen – zugreifen – zugreifen! Ohne wenn und aber! Das Spiel ist der Hammer, der GameCaptain-Award mehr als gerechtfertigt und die Konkurrenz im Shootergenre wird sich mächtig anstrengen müssen, um NOLF2 das Wasser reichen zu können.
Randale bei den Russen
Angus und Cate vereint gegen die Unterwelt
Isako, die Anführerin der Ninjas
Im Zweikampf mit Cate
In den Straßen von Kalkutta
Lächeln - gleich kommt das Vögelchen...
Durchschlagende Argumente!
Ohne Worte... ;-)
Fazit: Wer Cate Archer nicht kennt, hat die Spielewelt verpennt! Ein erklassiger Shooter, mit einer perfekten Story, tollem Humor und erstklassiger Spielbarkeit.
2
Präsentation (1-20)
19
Systemanforderungen: 
Minimum: P3-500, 128 MB RAM
Empfohlen:keine Angabe
Platz auf HD:1200 MB
Schwierigkeitsgrad:normal-hoch
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1
Handhabung (1-20)
18
1
Atmosphäre (1-20)
19
1
Motivation (1-20)
19
 Gesamtwertung
94
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No one Lives Forever 2

Packshot
3D-Shooter
von Fox Interactive
USK-Freigabe k.A.
PCOktober 2002

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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