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Knapp ein Jahr nach dem lang erwarteten Erscheinen von Aquanox kommt nun der offizielle zweite Teil raus. Obwohl ursprünglich nur als Add-On für Aquanox gedacht, entwickelte es sich zu einem vollständig eigenständigen Spiel. Dieses sollte eigentlich nur als "Aquanox: Revelation" vermarktet werden, da es nicht sozusagen parallel zu den Ereignissen vom Vorgänger spielt und außer der Welt von Aqua nur wenig mit der Story gemein hat. Offenbar war die Marketingabteilung von Massive oder Publisher JoWood jedoch der Meinung, dass die Vermarktung als echter zweiter Teil mehr bringen würde. Ob nun Teil 2 oder nicht, auf jeden Fall ist Aquanox 2: Revelation (AN2) ein vollständiges Spiel, das auch so zu bewerten ist, selbst wenn man hin und wieder den Eindruck hat, nur einen Mod von Aquanox vor sich zuhaben. Neues aus AquaFür diejenigen, die es noch nicht wissen: Aqua ist das, was im Jahre 2666 die Heimat der Menschen ist: Riesige Tiefseestationen, die über alle Ozeane verteilt sind. Ehemalige Abbaustationen auf dem Meeresgrund, die letzte Zuflucht der Menschen, nachdem das Überleben auf der Oberfläche unmöglich wurde. Die Erdoberfläche hat seit Jahrhunderten niemand mehr betreten, da die Meere mit einer 40 Meter dicken, radioaktiv verseuchten Schicht aus abgestorbenem organischem Material bedeckt sind.Im mittlerweile dritten Spiel, das in der vor sechs Jahren mit Schleichfahrt geschaffenen Welt angesiedelt ist, schlüpft man diesmal nicht mehr in die Haut des Söldners Emerald "Dead Eye" Flint. Wie schon gesagt spielt die Handlung parallel zu Flints Feldzug gegen Bionten, Crawler, Seemonster und den restlichen Abschaum aus Aqua. Daher ist dieses Mal ein gewisser William Drake der Protagonist. Drake ist ein in so ziemlich allen Belangen unerfahrener junger Mann und wahrscheinlich der letzte lebende Abkömmling der Drake Enterprises aus Neopolis, der Hauptstadt der Atlantischen Föderation. Drake versucht das Handelsunternehmen seiner Familie mit dem letzten verbliebenen Frachter weiterzuführen. Doch als seine Geschäfte ihn in die berüchtigte Tornadozone, Welt der Anarchie und Hochburg der Piraterie führen, läuft alles anders als geplant. Der Grünschnabel folgt einem Notruf, der sich – wie sollte es auch anders sein – als Falle entpuppt. Zwar kann man sich recht gut gegen den besoffenen Piraten durchsetzen, doch als Drake auf seinen Frachter zurückkehrt, muss man feststellen, dass dieser nun von einem Haufen Halsabschneider, die sich im nachhinein als Abenteurer und Schatzsucher mit Söldnerseelen herausstellen, als Eigentum beansprucht wird. Doch statt Drake zum Teufel zu jagen, wird er als Gefangener auf dem eigenen Schiff in die Bande integriert. Um nicht zu Crawlerfutter verarbeitet zu werden, muss Drake mit der rätselhaften Bande durch die Ozeane ziehen und sich als brauchbarer Kampfpilot beweisen. Auf diese Art und Weise bekommt der kleine Willy die volle Ladung Lebenserfahrung in kürzester zeit vor den Bug geballert. Hatte er zuvor nur von Abenteuern geträumt, hat er nun mehr als genug davon. Diese Abenteuer schließen auch seine Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht ein, auf das der "süße" William offenbar äußerst anziehend wirkt, mit dem er aber nicht so recht zu Rande kommt. Rätsel und SchätzeWas die Bande angeht, die Drake festhält, hat jeder irgendwelche Geheimnisse und/oder Probleme die nur nach und nach an die Oberfläche kommen. Kaum einer von ihnen ist durchschaubar, was der Story einen mysteriösen Touch verleiht. Auch die Mission, auf der sie sich befinden liegt zu Beginn noch im Nebel und man kommt all diesen Geheimnissen nur ganz allmählich auf die Spur. Doch je mehr man erfährt, desto mehr neue Fragen kommen auf, was die Geschichte ungemein spannend macht. Soviel sei verraten: Die Crew ist auf der Suche nach einem sagenumwobenen Schatz, über den Williams Großmutter noch Legenden zu berichten wusste. Die Beweggründe der einzelnen Mitglieder sind jedoch grundverschieden. Es gilt also nicht nur den Schatz zu finden und dessen Geheimnis zu ergründen, sondern auch die kleinen und großen Geheimnisse der Crew zu lüften.Kniffelige MissionenBei den Missionen fühlt man sich extrem an Aquanox erinnert. Die Grafik, die Umgebungen und der Missionsaufbau sind ziemlich gleich geblieben. Die Missionen sind sehr stark gescriptet, was leider etwas zu offensichtlich ist. Primärziele hängen meistens unmittelbar von einander ab und "zufällige" Ereignisse sind nur selten eine Überraschung. Es gibt oft auch Bonusziele, die man allerdings selber herausfinden muss und die meist nicht im Zusammenhang mit der Mission stehen. Dadurch ist es recht schwierig, oder dem Zufall überlassen solche Bonusziele herauszufinden, geschweige denn zu erreichen.Wie schon angedeutet ist das Missionsdesign ziemlich linear und man kann sich immer an Navigationspunkten orientieren, die den nächsten Missionsabschnitt markieren, wenn man mal nicht weiter weiß! Die Missionen enthalten diesmal allerdings weniger Storyelemente, als die des Vorgängers. Die Schwierigkeit ist schon auf mittlerer Stufe beachtlich, aber letztendlich wirkt das Missionsdesign eine Ecke fairer und nachvollziehbarer, als in Aquanox. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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