Neun Monate sind vergangen, seit die
Enterprise die Bak´u vor den Son´a gerettet hat, die die lebensspendende
Energie der Planetenringe für ihre eigenen Zwecke umleiten wollten.
Der Planet und der ganze Sektor "Briar Patch" wird nun von der Föderation
überwacht. Dazu wurde der "Außenposten 40" am Rande des Sektors
errichtet. Die Bak´u hatten den Son´a nach Beendigung der Feindseligkeiten
erlaubt eine friedliche Kolonie zu errichten. Und genau unter dieser Kolonie
wurden jetzt die Überreste einer uralten Zivilisation gefunden. Aus
diesem Grund haben Picard und Data Landurlaub beantragt, und wollen nun
zusammen mit dem jungen Fähnrich Sovok bei den Ausgrabungen helfen.
Diesen Fähnrich spielt man in Star Trek: Der Aufstand.
Die Ausgrabung
Zu Beginn des Spiels muss man zunächst ein paar Aufträge für
Picard und Data erledigen. Während ihrer Arbeiten wird Picard plötzlich
von unbekannten in der Ausgrabungsstätte angegriffen und muss flüchten.
Und zu allem Überfluss wird man selbst auch noch während der
Suche nach ihm von Data getrennt, und man sitzt, nur per Kommunikator mit
den anderen verbunden, alleine in einer fremdartigen Welt fest. Nun muss
man sich wohl oder übel erstmal alleine durchschlagen.
Nervige Steuerung
Steuern lässt sich Sovok nur mit der Tastatur, und die Tastenbelegung
lässt sich leider auch nicht ändern. Man kann also vorwärts
und rückwärts laufen, sowie sich drehen. Mit den Tasten 1-8 nimmt
man die verschiedenen Gegenstände in die Hand.
Darunter gibt es zu Beginn den Phaser, den Tricorder und den Kommunikator.
Das erste Problem hierbei ist, daß Sovok sehr lange braucht um z.B.
vom Tricorder auf den Phaser zu wechseln. So passiert es häufig, daß
man erstmal einstecken muss, bevor man austeilen darf, wenn plötzlich
Gegner auftauchen. Außerdem kann man manchmal nicht sofort erkennen,
aus welcher Richtung ein Gegner gerade kommt. Gut, daß die Gegner
meist recht wenig aushalten und es eine Zielhilfe gibt, so daß man
nur ungefähr in die richtige Richtung zielen muss.
Außerdem im Gepäck: ein Tricorder. Damit lassen sich zu
jedem Zeitpunkt wichtige Informationen über die Umgebung sammeln.
An einer Stelle z.B. wird der Weg durch ein Kraftfeld blockiert. Mit dem
Tricorder findet man dann seine Energiequelle und kann sie ausschalten.
Leider sind die Rätsel meist sehr einfach zu lösen. Fast
alles gelingt auf anhieb, was zwar dem Spielfluss gut tut, aber andererseits
stößt man im gesamten Spielverlauf auf keine wirklich herausfordernde
Aufgabe. Man muss eigentlich nur sämtliche Schauplätze ablaufen,
mitnehmen was dort so rumliegt, und die Rätselchen schließlich
lösen.
Trotzdem sind einige der Rätsel recht interessant gestaltet. An
einer Stelle muss man sich z.B. getarnt durch eine Horde Romulaner schleichen.
Währenddessen kann man sich nur mit dem vulkanischen Nackengriff wehren,
und das auch nur, wenn es gerade kein anderer sieht. Stößt man
versehentlich einen der Romulaner an oder wird von den Sensoren entdeckt,
wird Alarm gegeben.
Gute Atmosphäre
Die Grafik ist meist sehr hübsch anzusehen, allein die für jedes
Bild festgelegte Kameraposition stört manchmal. Dadurch ist Sovok
in manchen weitläufigen Szenen kaum noch zu erkennen. Personen und
Monster werden in 3D in die Szenen gerendert und sehen ganz gut aus, bewegen
sich aber etwas hölzern. Gelegentlich wir das Spiel auch durch recht
gut aussehende Zwischensequenzen unterbrochen. Teilweise geschieht dies
in Spielgrafik, und teilweise durch sehr schön gerenderte Videos.
Außerdem sind Sound und Musik recht gut gelungen. Gegner kündigen
sich schon recht früh durch bestimmte Geräusche an, und die Musik
verändert sich, wenn man sich einem besonderen Ereignis nähert.
Ebenfalls gut ist die Sprachausgabe. Picard und Data werden von ihren deutschen
Synchronstimmen gesprochen, und gerade am Anfang des Spiels steht man in
ständigem Kontakt mit ihnen. So kann man sich z.B. über den Kommunikator
Tips von ihnen holen, sollte man an einer Stelle wirklich mal nicht weiterkommen.
Doch für ein gutes Adventure ist das Spiel einfach zu kurz. Wer
sich ranhält kann Star Trek: Der Aufstand an einem Tag durchspielen,
das ist eindeutig zu wenig!