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Test: Star Trek: Armada


 
Das Dominion ist besiegt, ein Vertrag ausgehandelt, und die Zeit der Kriege scheint erstmal überwunden. Föderation, Klingonen und Romulaner gehen wieder ihren eigenen Interessen nach. Doch es soll anders kommen, ein Raumschiff aus der Zukunft taucht auf und überbringt die Hiobsbotschaft: Die Borg haben den Alpha-Quadranten überfallen, diesmal haben sie mehr Erfolg und assimilieren fast die gesamte Föderation. 
Doch nun ist man gewarnt, und wieder müssen sich alle einem gemeinsamen Feind stellen. 

Bürgerkrieg und Verschwörungen

Die Story in Armada ist im Grunde recht simpel gestrickt, deshalb aber noch lange nicht schlecht. Jedes Volk tut zu Beginn das, was es am besten kann. Die Föderation hilft nach dem Dominion-Krieg wo es nötig ist beim Wiederaufbau. Die Klingonen wünschen sich schon wieder Krieg, und bekämpfen sich aus Mangel an anderen Feinden halt selbst. Und die Romulaner ... tja, wie immer weiß niemand so recht was die mal wieder vorhaben, aber es kann nichts gutes sein! Und in dieses mittlere Chaos stürzen sich plötzlich die Borg. 
Erzählt wird die Story zum größten Teil in Spielgrafik zwischen und in den Missionen selbst. Aber das Intro soll nicht unerwähnt bleiben. Wäre die Qualität noch besser, und man würde es auf dem Fernsehschirm sehen, man könnte es glatt für einen Trailer zu einen Kinofilm halten, einfach genial!! 

Von Defiant bis Warbird

Alles was das Trekkie-Herz begehrt ist vorhanden. Für die Föderation geht das von der kleinen Ventura-Klasse bis zur neuesten Entwicklung, der Sovereign-Klasse, zu der auch die Enterprise-E gehört. Aber auch die Klingonen (Bird of Prey, Vor'cha-Klasse) und die Romulaner (Warbird) kommen nicht zu kurz, von den Borg ganz zu schweigen, die mit ihren mächtigen Cuben das All unsicher machen. 

Spielerisch findet das alles natürlich im Weltraum statt, jedoch sind nur zwei Dimensionen nutzbar. Das heisst, daß Armada weniger mit Homeworld als vielmehr mit Starcraft oder Command & Conquer 3 verglichen werden kann. Der Basisaufbau geht wie gewohnt vonstatten, man baut eine Sternenbasis, eine Minenstation, welches das von Transportern gesammelte Dilithium aufnimmt, und dann folgen schliesslich Forschungsstationen für Spezialwaffen und grössere Schiffe, Schiffswerften, Plasma-Geschütztürme usw. 
Leider sind sich in diesem Punkt die Völker sehr ähnlich, Unterschiede machen nur die Spezialwaffen und die z.T. unterschiedlich starken Schiffe. Beispiele für Spezialwaffen sind Antimaterie-Minen der Defiant, die Kommandotruppen der Klingonen (nehmen feindliche Schiffe ein) oder der Sensorenstörer der Romulaner. 

Ganz nett sind auch die Map-Objekte geworden. Da gibt es verschiedene Nebel, welche unterschiedliche Wirkungen auf Raumschiffe haben (z.B. wird die Schildregeneration beschleunigt, Schilde fallen aus, oder die Crew wird durch radioaktive Strahlung langsam getötet). Außerdem gibt es noch Asteroidengürtel (ersetzen Gebirge), Schwarze Löcher, Wurmlöcher, und Planeten um die manchmal Dilithium-Monde kreisen. Diese stellen neben der Crew von Schiffen die einzige wirkliche Ressource zur Verfügung. 
Doch auch die Crew von Schiffen ist wichtig. Man sollte immer beides im Blick haben, die Crew auf den eigenen Schiffe und die der gegnerischen Schiffe. Hat ein Raumschiff nämlich nur noch eine kleine Crew, kann es leicht vom Gegner geentert werden, dazu verfügt jedes Schiff und jede Station über einen Transporter, welcher die Angreifer auf das andere Schiff beamt. Da manche Stationen über eine sehr grosse Besatzung verfügen, lohnt es sich auch durchaus den Gegner mal in die eigene Basis zu lassen, um dann wenn die Schilde seiner grösseren Schiffe unten sind 2 oder 3 Raumstationen darauf anzusetzen. Genauso lässt sich natürlich auch die eigene verlorene Crew ersetzen, denn unterbesetzte Schiffe kämpfen schlechter. 

Kinoatmosphäre 

Vom Intro mal abgesehen, ist auch die Spielgrafik phantastisch gelungen. Die Polygon-Raumschiffe sind gut modelliert und teilweise perfekt texturiert. Auf der Enterprise ist z.B. sogar der Schriftzug NCC 1701-E lesbar. Außerdem lässt sich die Kameraperspektive verändern. Wenn man diese z.B. in die Waagerechte bringt, hat man bei größeren Gefechten einen phantastischen Blick aufs Geschehen, steuern lässt sich dann aber nichts mehr. Auch die wirbelnden Asteroidengürtel und die wabernden, pulsierenden Nebel tragen einiges zur Atmosphäre bei.
Die Effekte der Waffen, Spezialwaffen und Explosionen usw. wurden übrigens ebenfalls gut in Szene gesetzt. Die Phaser der Schiffe sind wie in der Serie beständige Strahlen die dem gegnerischen Schiff folgen und Photonen-Torpedos sehen ebenfalls aus wie gewohnt. 
Musikalisch hat Armada zwar nicht allzuviel zu bieten, das vorhandene ist aber ganz gut, wenn einem auch die immergleichen Stücke irgendwann auf die Nerven gehen.

Am falschen Ende gespart

So schön Armada auch ist, einige Sachen fallen doch negativ auf. Zum einen hätten die Missionen auch in einem eher actionlastigen Strategiespiel etwas abwechslungsreicher sein können. Missionen, wo man z.B. Worf sicher von A nach B bringen oder einen Transporter beschützen soll sind zwar ganz witzig, aber das gab's mindestens schon tausendmal. Und wie oft ich das Missionsziel "Zerstören Sie alle Einheiten von ... im Sektor" schon gesehen habe, naja. 
Nervig ist auch noch eine ganz andere Sache, wovon man eigentlich denken sollte, sowas kanns nicht mehr geben. Aber der Mauszeiger reagiert derart träge, daß man schon einige Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen und einzelne Einheiten schnell aus einem Pulk herausfischen zu können. 
Diese beiden Punkte drücken zwar etwas auf die Stimmung, aber der Rest ist gut genug, um das am Ende doch einigermaßen auszugleichen.

In der Verkaufsversion funktioniert übrigens der Multiplayermodus nicht immer korrekt. Der Patch auf die Version 1.1b behebt dieses und andere Probleme.

Gewaltige Explosionsringe durchziehen den Raum ...
Grüne Nebel beschleunigen die Schiffsreparatur
Wie im Film ... Phaserfeuer und Photonentorpedos beharken feindliche Schiffe
Die Enterprise-E aus der Nähe
Fazit: Armada ist ein sehr actionlastiges Echtzeit-Strategiespiel mit sehr guter Grafik und spannender Story. Schwächen gibt es im Missionsdesign und der träge Mauszeiger nervt.
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Präsentation (1-20)
18
Systemanforderungen:  
Minimum:  P200, 32 MB
Empfohlen: PII 400, 64 MB
Platz auf HD: 615 MB (+70 MB Auslagerungsdatei)
Schwierigkeitsgrad: normal-hoch
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Handhabung (1-20)
16
2
Spieltiefe (1-20)
13
1
Motivation (1-20)
16
  Gesamtwertung
76
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