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Test: Star Trek: Starfleet Command 2

Nur was für Taktik-Trekkies
 
Star Trek und kein Ende. Die Hersteller, die sich für teures Geld die Lizenzen für die unterschiedlichen Serien gesichert haben, hauen ein Spiel nach dem anderen raus. Interplay war zuletzt mit New Worlds wenig erfolgreich und schiebt nun schon Starfleet Command 2 hinterher.

Die alte Garde

Da Interplay Inhaber der Lizenz für die Ur-Star Trek Serie ist, dreht sich hier alles um die alte Garde, doch wer auf ein Wiedersehen mit Kirk, Pille und Spock hofft, wird enttäuscht, einzig Sulu - mittlerweile selbst Captain eines Schiffes - taucht im Spiel auf. Und damals ging es ja noch bedeutend kriegerischer zu. Neben den Klingonen und den Romulanern bekommt es die Föderation in SFC2 noch mit fünf weiteren Gegnern zu tun, darunter 2 die im Vorgänger noch nicht dabei waren, das interstellare Konkordium und die Sternenliga der Miraker.
Als Spieler spielt man nun einzelne, zufällig erzeugte Schlachten oder startet eine Kampagne. Dabei kann man jedes beliebige Volk wählen.

Klein und altbacken

Die Kampagne fällt durch eine ziemlich mißratene Präsentation auf. Auf einer Karte mit Sechsecken bewegt man sich von Feld zu Feld und kann sich - sofern vorhanden - in einem Feld zwischen mehreren Missionen eine aussuchen (was nicht unbedingt meinen Vorstellungen von der Befehlskette innerhalb einer Raumflotte entspricht, aber das nur nebenbei). Zudem kann man sich Nachrichten über das Geschehen in der Galaxis ansehen, die aber extrem unübersichtlich präsentiert werden. Auch die Missionsinfos sind mehr als dürftig.
Nach einem Einsatz kann man sich bei einem der Raumdocks für die Prestigepunkte, die man für bestandene Einsätze erhält, neue Teile für sein Schiff kaufen.
Auch die Grafik in den eigentlichen Missionen weiß nicht recht zu überzeugen. Ich dachte eigentlich die "Weiße-Pixel-"Galaxien hätte ich mit Amiga und Atari ST hinter mir gelassen. Nun gut, ein paar nette Nebel gibt es auch und die Explosionen sind ganz nett, aber alles in allem wirkt die Grafik verglichen mit Homeworld ziemlich altbacken.
Auf der linken Seite befinden sich die - für jedes Volk grafisch individuell gestalteten - Menüs und spätestens hier merkt man, daß SFC2 auf einem komplexen Brettspiel basiert und viel mehr in Richtung Taktik geht, als herkömmliche Echtzeitstrategiespiele. Will heißen, es gibt jede Menge Untermenüs, Dutzende von Befehlen und das alles ist auf engstem Raum untergebracht. Logische Folge sind fiselig kleine Icons, deren Bedeutung man ohne die Tooltipps wohl nie erraten würde.

Pseudo 3D

SFC2 ist - was die Schlachten angeht - grafisch zwar komplett in 3D gehalten, erlaubt aber seltsamerweise keine dreidimensionalen Bewegungen, man fliegt also nie nach oben oder nach unten, womit eine wichtige Komponente von Weltraumschlachten flöten geht. Allerdings basiert das Spiel ja auch auf einem Brettspiel und da ist es mit der Dreidimensionalität aufgrund des flachen Spielplans naturgemäß nicht so weit her, dennoch ein Manko im Wettstreit mit anderen Weltraumstrategiespielen, denn die Schlachten wirken so ziemlich unglaubwürdig.
Doch auch ohne die dreidimensionale Bewegung bekommt der Hardcore-Taktiker in SFC2 mehr als genug zu tun, denn die taktischen Möglichkeiten sind immens. Neben den altbekannten Phasern und Photonentorpedos, hat man doch diverse andere Optionen, beispielsweise die elektronische Kriegsführung, die Systeme des Gegners außer Kraft setzt, oder Minen, oder man beamt ein Angriffsteam rüber und übernimmt das ganze Schiff, nachdem man den Schild hat zusammenbrachen lassen usw, usw.
Doch über all dem muß man noch dafür sorgen, das lebenswichtige Systeme schnell wieder repariert werden und natürlich sein Schiff steuern. Ein bißchen zu viel Optionen um sie alle effektiv in Echtzeit nutzen zu können, daher gibt es bei SFC2 eine Pause-Funktion, die die Zeit anhält, in der man aber weiter alle Befehle geben kann. Daher ist das Spiel auch eher mit rundenbasierten Strategiespielen zu vergleichen als mit Echtzeit-Titeln wie Homeworld & Co.

SFC 2 ist ein Randgruppenspiel. Fans heißer Weltraumschlachten werden sich schnell gähnend abwenden. Wer wartet schon gern eine halbe Minute bis die eigenen Phaser endlich wieder feuerbereit sind? Doch auch Hardcore-Taktiker sollten ein Faible für Star Trek mitbringen, denn die fiselige Steuerung über die Winz-Icons  - oder alternativ zig Hotkeys - versüßen einem nicht gerade das Spielvergnügen und der Kampagnenmodus ist alles andere als gelungen und durch die dröge Präsentation nicht besonders motivierend. 
Wer aber zur Randgruppe der Hardcoretaktiker mit Faible für Star Trek gehört, sollte mal reinschauen, wer jedoch opulente Weltraumschlachten in einem Strategiespiel nachspielen will, ist mit Homeworld und Cataclysm besser beraten.

Himmel, is das häßlich
Ein bißchen dürftig
Ganz schön unübersichtlich
Nette Explosion
Fazit: Taktisches "auf Wunsch auch in Echtzeit"-Strategiespiel, mit viel Tiefgang aber schwacher Präsentation und Steuerung.
1
Präsentation (1-20)
11
Systemanforderungen:  
Minimum:  P2-350, 64 MB RAM, 3D-Karte
Empfohlen: k.A.
Platz auf HD: 250 MB
Schwierigkeitsgrad: hoch
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1
Handhabung (1-20)
10
2
Spieltiefe (1-20)
17
1
Motivation (1-20)
12
  Gesamtwertung
65
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