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Test: Outcast


 
Hersteller:  Appeal / Infogrames
Genre: 3D-Action-Adventure
getestet von: Peter Schulz
Test vom: 05.08.1999
Man mag darüber streiten, ob das 3D-Action-Adventure seinen Ursprung in Filmen wie z.B. "Stirb langsam" hat, oder nicht. Eine gewisse Art von Seelenverwandtschaft ist aber auf jeden Fall vorhanden. Und genau auf diese Verwandtschaft spielt Infogrames an, indem sie die deutsche Stimme von Bruce Willis als Synchronsprecher für Cutter Slade, die Hauptfigur von Outcast, engagierten. Seine kessen Sprüche tragen mit dazu bei, daß man sich bei diesem Spiel fast sofort mit Cutter identifiziert. Die Story hält sich an bewährte Strickmuster: Wissenschaftler schicken eine Sonde in ein Paralleluniversum. Durch eine Fehlfunktion entsteht ein schwarzes Loch, das den gesamten Planeten zu verschlingen droht. Um das Problem in den Griff zu bekommen schickt man Sie, in der Rolle von Cutter Slade, zusammen mit drei Wissenschaftlern hinterher. Doch der Transport mißlingt und sie werden von ihren Kollegen getrennt.

Nach einem sehenswerten Intro, das genau diese Vorgeschichte erzählt, beginnt das Spiel. Sie finden sich auf einem Bett wieder und eine fremde Gestalt erzählt Ihnen, daß man Sie für den Heilsbringer hält und Großes von Ihnen erwartet. Nach und nach bekommen Sie heraus, daß Sie sich auf einer Welt namens Adelpha befinden, deren Bewohner sich Talaner nennen. Diese Welt wird vom bösen Faê Rhân und seinen Schergen beherrscht. Erst wenn Sie Faê Rhân besiegt und diese Welt gerettet haben, helfen Ihnen die Talaner dabei die Sonde zu finden und Ihre eigene Welt zu retten.

Sie sind in der Region Ranzaar gestrandet, einer Ödnis aus Eis und Schnee. Die anderen fünf Regionen von Adelpha können Sie über sogenannte Daokas (Teleporter) erreichen. Die fremdartigen Bezeichnungen werden übrigens automatisch in ein Lexikon aufgenommen, so daß Sie dort schnell deren Bedeutung nachschlagen können. Nachdem Sie ein paar Übungen absolviert haben (schleichen, tauchen, springen und schiessen), öffnet der Shamaz (Hohe Priester) dieser Region das Daoka für Sie und das Abenteuer kann beginnen.

Sie landen in Shamazaar, der Tempelwelt. Ein Talaner, der sich in der Nähe des Daokas aufhält, bietet Ihnen an, Sie zum Dorf zu bringen, wo Sie den Shamaz finden. Das ist auch die Person, die Sie in einer neuen Region als erstes aufsuchen sollten, denn von ihr erhalten Sie wertvolle Tips oder Aufträge, die Sie erfüllen müssen, wenn Sie im Spiel weiterkommen wollen. Glücklicherweise sind Ihnen alle Talaner freundlich gesonnen, so daß Sie jeden nach dem Weg fragen können.

Ihre Ausrüstung müssen Sie sich selbst zusammensuchen. Anfänglich besitzen Sie nur eine einfache Pistole, mit der Sie sich lästige Soldaten vom Hals schaffen können. Später kommen dann noch weitere Waffen hinzu, aber auch so praktische Dinge wie Teleporter, zu denen, das Emfangsgerät einmal aufgestellt, Sie sich von jedem Ort aus zurückbeamen können (z.B. wenn es brenzlig wird). Einen Teil der Ausrüstungsgegenstände finden Sie in der Umgebung (z.B. am Grund von Gewässern), andere wiederum müssen Sie von Händlern (in Talanzaar) kaufen.

Im Gegensatz zu anderen 3D-Action-Adventures führt Outcast den Spieler nicht, sondern läßt ihm völlige Bewegungsfreiheit. Dadurch steht der Spieler aber plötzlich in der Verantwortung, sich selbst um das Spielziel zu kümmern. Einfach geradeaus laufen und irgendwann geht's schon weiter funktioniert hier nicht. Das Spiel unterstützt den Spieler durch einen Notizblock, auf dem alle Aufgaben, die an Cutter herangetragen werden, automatisch notiert werden. Hält man sich daran und arbeitet diese Aufgaben Punkt für Punkt ab, so kann man das Spiel recht effizient durchspielen.

Zum Speichern des Spielstands haben sich die Entwickler ein nettes Gimmick einfallen lassen: das geschieht nämlich in der Spielumgebung und dauert ein paar Sekunden, so daß man nicht mal eben schnell speichern kann, wenn Gefahr im Verzug ist. Außerdem lockt das Speichern in der Nähe befindliche Soldaten an, so daß man seine Umgebung vorher gescannt haben sollte.

Gesteuert wird Cutter, wie üblich, mit Maus und Tastatur. Dabei können Sie die Zuordnung der Aktionen zu den Tasten frei definieren. Aber auch (Force-Feedback-)Joysticks werden unterstützt. Die weiteren Einstellmöglichkeiten für Grafik und Sound sind ebenfalls sehr umfangreich. Gerade bei der Grafik ist das auch zwingend erforderlich, da das Spiel jede z.Z. verfügbare Hardware bis ans Limit ausnutzt. Das liegt vor allem daran, daß die Grafikengine auf Voxeln basiert, welche nicht durch 3D-Grafikkarten beschleunigt werden. So muß die CPU die ganze Arbeit leisten und da reicht laut Voreinstellung noch nicht einmal ein Pentium III 600 für die höchste Auflösung von 512x384 Punkten! Und damit sind wir bereits am größten Kritikpunkt: Die Auflösung ist einfach zu pixelig. Gerade auf grösseren Monitoren sieht das ziemlich grausam aus.

Von der Auflösung abgesehen ist die Grafik allerdings aller erste Sahne. Man sieht keine mit Texturen beklebten Flächen, sondern eine organisch wirkende Landschaft, die nur aus Unebenheiten zu bestehen scheint. Auch die Bäume bestehen nicht aus zwei im Winkel von 90 Grad gegeneinander gesetzten Flächen, sondern sind aus dem Vollen geformt. Und so schön animiertes Wasser wie in Outcast gab es vorher noch in keinem anderen Spiel zu bestaunen. Die Musik steht der Grafik in nichts nach, ist sie doch eigens vom Moskauer Symphonie Orchester eingespielt worden.

Talanzaar-Die Stadtwelt
Shamazaar-Die Tempelwelt
Motazaar-Die Bergwelt
Okaar-Die alte Waldwelt

Systemanforderungen: Pentium 200 (unsere Empfehlung: P II-300), 600MB HD

Fazit: Outcast ist ein wunderbares 3D-Action-Adventure. Traumhafte Grafik, filmreife Musik und eine gleichermaßen fazinierende und plausible Spielwelt laden zum Träumen ein. Einziger Wehrmutstropfen sind die horrenden Hardwareanforderungen.
 

1 Präsentation (1-20)
17
Bis auf die geringe Auflösung eine Supergrafik.
1 Handhabung (1-20)
17
Keine Mängel. Die Ladezeiten lassen sich verschmerzen. 
2 Atmosphäre (1-20)
20
Jede Region auf Adelpha ist einzigartig. Das gilt auch für Rätsel und Fallen.
1 Motivation (1-20)
20
Man taucht völlig in eine fremde Welt ein.
  Gesamtwertung
94
Tolles 3D-Action-Adventure! Wann gibt es endlich die passende Hardware?

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