Test: Rainbow Six
| Hersteller: Redstorm Entertainment |
Genre: Mix aus 3D-Shooter und Strategiespiel
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| getestet von: Jörg Benne | Test vom: 15.11.1998 |
Tom Clancy ist den meisten seit dem Bestseller Jagd auf
Roter Oktober ein Begriff. Nur wenige wissen, daß er auch ein eigenes
Softwarehaus hat, daß mit Rainbow Six sein erstes Spiel vorlegt.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Autors geht es um die Einsätze einer Anti-Terroreinheit, deren Anführer der Spieler ist. Vor jeder Mission wird man mit den Gegebenheiten vertraut gemacht, teilt anschließend maximal 8 seiner Soldaten in bis zu vier Gruppen ein und überlegt sich danach in der Planungsphase, wie man am besten vorgeht.
Hier sieht man alle Räumlichkeiten des Einsatzgebietes samt Türen, Fenstern etc. aus der Vogelperspektive. Nun legt man für jede Gruppe Wegpunkte fest, vergibt Haltepunkte um das Vorgehen der Gruppen zu synchronisieren und versucht, möglichst alle Eventualitäten zu bedenken.
Dann gilt es den Plan umzusetzen. Die Aktionsphase findet im Stile eines 3D-Shooters statt und der Spieler übernimmt dabei den Führer einer Gruppe, während der Computer die anderen gemäß der Planung steuert. Vorsichtig schleicht man von Ecke zu Ecke, lauscht gebannt auf die Funksprüche der anderen Gruppen und hofft das sie ohne Verluste den nächsten Wartepunkt erreichen. Das gelingt aber vor allem in den späteren Missionen (insgesamt gibt es sechzehn) kaum beim ersten Mal und so muß man seinen Plan immer wieder verfeinern, bis er schließlich zum Erfolg führt, denn Verluste in den eigenen Reihen kann man sich nicht erlauben, da zu die Ersatzsoldaten deutlich schlechtere Charakterwerte (z.B. Schußwaffen, Führung) aufweisen.
Interessant ist bei den Einsätzen auch, das wie im richtigen Leben einiges vom Zufall abhängt. Öffnet man eine Tür und der Terrorist steht direkt davor hat man keine Chance. Steht er aber mit dem Rücken zu den eigenen Soldaten, hat man leichtes Spiel. Das kann von Versuch zu Versuch abweichen.
Bis hierhin würde ich dem Spiel wegen seiner Originalität und der tollen Atmosphäre sogar eine 90er Wertung geben. Doch leider hat der Computer hin und wieder Probleme mit der Steuerung der Gruppen, so daß Mitglieder krampfhaft versuchen durch eine Wand zu laufen und der Spieler oft nachhelfen muß. Auch die Terroristen verhalten sich zuweilen wenig intelligent. Und das mit dem Tod des letzten Terroristen die Mission sofort endet, stört die Atmosphäre ein wenig. Ein kleiner Abspann hätte nicht geschadet.
Bietet das Spiel zunächst nur lose aneinandergereihte Einsätze, kommt im späteren Spielverlauf eine richtige Story ins Spiel, die die Motivation noch einmal deutlich anhebt. Leider sind die letzten Einsätze aber etwas zu einfach geraten.
Systemvoraussetzungen: Pentium 200, 32 MB, 3D-Karte empfohlen
Fazit: Rainbow Six bietet eine tolle
Mischung aus Strategie und 3D-Action, mit einer hervorragenden Atmosphäre.
Wer gern ballert und noch lieber taktiert, liegt hier goldrichtig.
Präsentation
(1-20)
Die Grafik des 3D-Teils
ist nicht gerade auf dem neuesten Stand. Die orchestralen Musikstücke
gefielen mir hingegen sehr gut.
Handhabung
(1-20)
Die Steuerung per
Tastaur und Maus ist gelungen und geht leicht von der Hand.
Spieltiefe (1-20)
Die Locations (Bohrinsel,
Urwald...) sind sehr interessant und abwechslungsreich. Leider sind die
letzten Missionen aber viel zu einfach.
Motivation
(1-20)
Spätestens wenn
die Story einsetzt kommt man nicht mehr los. Die langen Planungsphasen
mögen aber den einen oder anderen stören.
Gesamtwertung
Endlich mal was neues,
aber trotz vieler Innovationen hat's nicht zu einer 80er-Wertung gereicht.
Wer aber keine Top-Optik braucht sollte zuschlagen!
