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Test: Star Trek: Bridge Commander

Captain auf der Brücke! In Bridge Commander kann man richtig in die Rolle des Captains schlüpfen. Jean-Luc Picard läßt grüßen.
 
Star Trek: Bridge Commander
Hersteller: ActivisionGenre: Weltraum-Simulation
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Test vom: 30.03.2002
„Star Trek - Bridge Commander“ (STBC) versetzt Trekkies in die noch nie da gewesene Möglichkeit, im Stuhl des Captains Platz zu nehmen und ein Raumschiff aus der Ego-Perspektive zu kommandieren. Entwickelt wurde das Spiel von der Spieleschmiede Totally Games, die so manchem noch von Star Wars Games, wie „X-Wing vs. Tie Fighter“ und „X-Wing Alliance“, bekannt sein dürfte.

Rette die Galaxie
In guter alter Star Trek Manier wird die Menschheit bzw. die Föderation mal wieder von intergalaktischen Gefahren bedroht. Zeitlich ist die Story nach dem Sieg über das Cardassianische Reich, während des Dominion Krieges (Deep Space Nine-Serie)gelagert und spielt hauptsächlich in einer Region, die als Mahlstrom bekannt ist.
Alles beginnt damit, dass dort ein Stern künstlich kollabiert wird und die Kolonien in der Umgebung in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei verliert die U.S.S. Dauntless ihren Captain, woraufhin der erste Offizier, in dessen Rolle man schlüpft, das Kommando über das Schiff bekommt. Die Föderation beauftragt die Dauntless, die Vorgänge im Mahlstrom zu untersuchen. Im Zuge der Untersuchungen trifft man auf Klingonen, Romulaner, Cardassianer, Ferengi und weitere bekannte und bisher unbekannte Rassen des Star Trek Universums, die alle mit unterschiedlichen Zielen bzw. Motiven unterwegs sind.
Die Klingonen sind zwar Verbündete und stehen im Kämpfen der Föderation zu Seite, wollen aber auf eigene Faust vorgehen. Die Romulaner spielen wie immer eine undurchsichtige Rolle und ihr Misstrauen beruht auf Gegenseitigkeit. Die Cardassianer dürsten offensichtlich nach Rache und gehören somit zu den Hauptverdächtigen. Die Ferengi sind wie üblich auf Profit aus und mit Krieg lässt sich bekanntlich viel Knete, oder besser gesagt goldgepresstes Latinum machen.
Klar ist natürlich, das sich hinter den mysteriösen Vorgängen eine große Gefahr verbirgt, die nur der Spieler bezwingen kann.
Die Story ist halt übliche Trekkie Kost, kann aber durch aus fesseln.

Captain sie haben die Brücke
Wie der Name schon verheißt, spielt sich STBC ausschließlich auf der Brücke eines bzw. mehrerer Raumschiffe ab. Zunächst beginnt man auf der Dauntless, einem Schiff der Galaxy Klasse (siehe U.S.S. Enterprise NCC-1701-D, in der Next Generation Serie). Haudegen Jean-Luc Picard weist einen dabei höchstpersönlich in die Funktionen der Brücke ein. Später erhält man auch das Kommando über ein Schiff der Souvereign Klasse (siehe U.S.S. Enterprise NCC-1701-E, ab First Contact).
Wer die entsprechenden Star Trek Staffeln und Filme kennt, wird sich sofort zurechtfinden und in der authentisch nachgestellten Umgebung wie zu Hause fühlen. Folgende Stationen können dabei befehligt werden: Navigations-, Taktik-, Wissenschafts- und Technikstation. Außerdem hat man einen ersten Offizier, der bestimmte Aufgaben übernehmen kann und manchmal kann man mit Gästen auf der Brücke, wie z.B. Captain Picard, interagieren. Für all diese Interaktionsmöglichkeiten gibt es individuelle LCARS (Library Computer Access and Retrieval System), die an dem typischen Sternenflotten Design orientiert sind und dabei erstaunlicher Weise übersichtlich bleiben. Gesteuert wird das Ganze per Maus und Tastatur, was auch ganz problemlos möglich ist.
Aber sollten alle Stricke reißen und die Kommandocrew rumzicken, kann man die Steuerung über das Schiff auch per Direktinterface, mit Außenansicht steuern, sowie die Waffen von Hand abfeuern.

Sternzeit 28.03.02-18.20: Logbucheintrag müder Spieltester des GameCaptain
Nachdem mir Captain Picard meine Nr.1, eine gewisse Commander Saffi Larsen vorgestellt hat, bin ich zu meiner ersten Mission als Captain aufgebrochen. Die Brückencrew, die mich bislang nur als ersten Offizier kannte hat mir zu meinem neuen Posten gratuliert.
Captain Picard hat mich während der ganzen Mission vollgesülzt und mir tolle Ratschläge erteilt. Ich habe mich wie ein verdammter Frischling verhalten.
Nachdem wir auf Sternenbasis 12 Material geladen haben, sind wir ins Vesuvi System geflogen, wo sich der schreckliche Zwischenfall ereignet hat. Dort durfte ich dann erst mal dafür sorgen, dass ein Haufen Weltraumschrott zerbröselt wird, der die orbitale Raumstation der Haven Kolonie zu beschädigen drohte. Danach konnten wir endlich die Versorgungsgüter runterbeamen.
Als wir gerade zur nächsten Kolonie aufbrechen wollten, empfingen wir einen Hilferuf der U.S.S. Souvereign. Eigentlich sah es nur nach einer Eskortierungsmission für das angeschlagene Schiff aus, aber dann sind die spitzohrigen Romulaner aufgetaucht und wollten Stunk machen. Aber denen habe ich gezeigt, wie der Hase läuft. Danach lief alles ganz locker und ohne Zwischenfälle ab.
So ungefähr läuft die Einführungsmission ab, die einen mit allen wichtigen Funktionen vertraut macht und schon mal eine Idee davon vermittelt wie weitere Missionen ablaufen.

Missonsbesprechung
Die weiteren Missionen sind tatsächlich recht ähnlich. Die Ziele bekommt man entweder zu Begin eines neuen Storyabschnitts, der durch nette Ingame Zwischensequenzen dargestellt wird, oder man erhält neue Order während der Mission, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. Es kann auch vorkommen, dass ein unvorhergesehener Zwischenfall eintritt und man dementsprechend vorgehen muss. Dadurch wirken die Missionen etwas weniger linear und bekommen einen dynamischen Touch. An manchen Stellen kann bzw. muss man auch Entscheidungen treffen wodurch die Mission interaktiv beeinflusst werden kann, sich aber letztlich nur minimal im Ablauf ändert. Alles in allem setzen die Missionen die Story gut um, wodurch man mit wenigen Zwischensequenzen auskommt.
Neben dem Storymodus gibt es auch einen Sofortkampf und verschiedene Mulitplayermodi. Beim Sofortkampf tritt man in einem Simulationsprogramm gegen frei konfigurierbare Gegnermassen an. Dazu kann man sich ebenso beliebige Unterstützungen einstellen, das eigene Schiff und den Austragungsort festlegen. Danach läuft die Raumschlacht so lange, bis eine Partei die andere völlig ausgelöscht hat.
Im Multiplayerbereich kann man mit bis zu acht Spielern gegeneinander antreten und sich im Deathmatch, Team-Deathmatch, und zwei weiteren Modi zu Weltraumstaub zerblasen.

Technik des 24. Jahrhunderts?
Was STBC so offenbart, sieht gar nicht schlecht aus, aber bei genauerer Betrachtung steckt der Teufel mal wieder im Detail. Die Modelle der Raumschiffe usw. sind, wie die Brücke, sehr detailliert und authentisch. Die Modelle von Personen hingegen lassen es an Detailverliebtheit mangeln. Weiterhin zeigen die Texturen bei näherer Betrachtung Schwächen. Solange ein Raumschiff oder eine Raumstation in voller Größe sichtbar ist, sehen die Texturen noch sehr gut aus, aber sobald sie über das Sichtfeld hinauswachsen, verschwimmt alles. Gerade bei großen Raumstationen, an die man andocken kann, fällt dies negativ auf. Auch die Texturen der Personen halten sich geradeso im Rahmen, denn im Grunde sind sie gut gemacht und angepasst, aber auch hier lässt die Auflösung zu wünschen übrig.
Ebenso zwiespältig verhält es sich mit den visuellen Effekten. Schilde, Phaserstahlen usw. kommen fast wie in den Fernsehserien rüber, aber Explosionen, Feuer, Rauch u.Ä. wirkt irgendwie künstlich und als Effekt wenig ausgereift. Die Palette der Effekte ist glücklicherweise recht umfangreich und beinhaltet ein paar ganz nette Features, was die mäßige Qualität wieder ausgleicht.
Der Weltraum, unendliche Weiten – davon merkt man auch nicht viel. Zwar hat jedes Sternensystem ein eigenes Aussehen, mit Planeten, Nebeln usw., aber das Sternenfeld im Hintergrund sieht immer gleich aus. Zum Teil sieht man sogar Wiederholungen der Konstellationen auf einem Bildschirm. Entweder wird da einfach nur ein kleines Sternenbild mehrfach aneinander gehängt, oder die Konstellationen werden von einem ungünstigen Algorithmus berechnet. Und es muss offenbar winzige Sterne geben, die um das Raumschiff herum schwirren, da die charakteristischen Verzerrungen des Sternenbildes auch vor Planeten zu sehen sind. Eine andere Erklärung wäre natürlich, dass Planeten durchsichtig werden, sobald man sich ihnen mit hoher Geschwindigkeit nähert.
Wenn man solche Detailbetrachtungen mal beiseite lässt, kann man sagen, dass STBC ein rundes Bild abliefert und in den meisten Situationen recht gut aussieht.
Soviel zum optischen Part von STBC. Zur Soundkulisse lässt sich ähnliches sagen. Die Sprachausgabe ist qualitativ gut, aber teilweise labern mehrere Personen durcheinander, so dass man nichts mehr versteht. Das kommt vor allem vor, wenn man mit anderen Schiffen spricht und gleichzeitig Befehle verteilt. Die entsprechenden Offiziere sabbeln dann sofort los, ohne Rücksicht auf ein laufendes Gespräch zu nehmen.
Die Sprache ist Englisch, aber es gibt deutsche Untertitel. Für die deutschen Spieler macht es somit zwar nicht wirklich etwas aus, dass Patrick Steward (Picard) und Brent Spiner (Data), den entsprechenden Figuren die Originalstimmen verleihen, den Kenner wird es aber freuen.
Die Effektsounds scheinen denen der Fernsehserien recht nahe zu kommen und reißen somit auch keinen von Hocker. Die situationsabhängige Musik hingegen ist gut gelungen und trägt einiges zur Star Trek Atmosphäre bei.

Abspann
Für echte Trekkies wird es eigentlich kaum ein Vorbei an diesem Spiel geben, denn wer würde nicht mal gerne Captain spielen. Allerdings werden pure Taktiker, oder Action Freaks weniger Gefallen an STBC finden, da die taktischen Möglichkeiten eher begrenzt sind und die Action bei Raumschlachten sehr gemächlich vonstatten geht. Das liegt daran, dass die Kommandocrew recht intelligent ist und man eigentlich nur Befehle zu erteilen braucht. Wem das zu langweilig ist, kann wie gesagt Steuerung und/oder Waffen manuell bedienen, was jedoch nichts daran ändert, dass drei Millionen Tonnen schwere Raumschiffe viel behäbiger zu handhaben sind, als z.B. ein X-Wing.
Starbase 12
Kampf gegen einen romulanischen Warbird
Ferengis in Sicht
angeschlagenes Schiff der Galaxy Klasse
ein cardassianisches Schiff greift an
U.S.S. Souverain im Probekampf
der nette Klingone von nebenan
Raumstation unter Beschuß
Fazit: Ein absolutes Muss für Star Trek Fans, aber ein ungewöhnlicher Genremix. Empfehlung: Demo probespielen!
2
Präsentation (1-20)
15
Systemanforderungen: 
Minimum: P2-300, 64 MB RAM, 4x CD-ROM, 16 MB 3D-Grafikkarte
Empfohlen:P2-450
Platz auf HD:650 MB
Schwierigkeitsgrad:normal-hoch
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1
Handhabung (1-20)
18
1
Atmosphäre (1-20)
18
1
Motivation (1-20)
16
 Gesamtwertung
82
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Star Trek: Bridge Commander

Packshot
Weltraum-Simulation
von Activision
USK-Freigabe k.A.
PCMärz 2002
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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