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Filmkritik: Transporter 3

| Infos: | Verleih: 20th Century Fox, Länge: 104 Min., Kinostart: 08.01.2009, FSK: ab 12 Jahren |
| Regie: | Olivier Megaton |
| Darsteller: | Jason Statham, Robert Knepper, Natalya Rudakova |
| Links: | Offizielle Seite, Infos bei IMDB |
Frank Martin ist zurück. Der dritte Streich des Transporter-Franchises wartet mit den altbekannten Zutaten auf. Einem übel gelaunten Jason Statham, einer unfreiwilligen Begleiterin, einem üblen Bösewicht, und jeder Menge Martial-Arts und Auto-Stunts. Wird das Rezept nicht langsam langweilig?Eine Option: Ich fahre mein eigenes AutoFrank Martin steht anfangs gar nicht im Mittelpunkt des Geschehens. Friedlich und entspannt sitzt er mit seinem langjährigen Freund, dem französischen Polizisten Inspector Tarconi (Francois Berléand) in einem Boot und angelt. Doch der Frieden hält nicht lange, denn urplötzlich rast ein „Transporterkollege“ von Frank mitten durch dessen Hauswand und zieht ihn somit in den nächsten Auftrag. Der skrupellose Ex-Soldat Johnson (Robert Knepper) zwingt Frank im Zuge einer Wirtschaftserpressung, ein „Paket“ mit seinem Auto quer durch halb Europa zu transportieren. Um sich dessen Dienste sicher zu sein, befestigte er ein explosives Armband an Franks Handgelenk, das sich bei 70 Fuß Entfernung zu seinem Auto selbst zündet. Dass natürlich mehr hinter der ganzen Sache steckt und Frank Martin weit mehr drauf hat als seine Fahrkünste, werden seine Auftraggeber jedoch noch früh genug am eigenen Leib erfahren müssen...“With you, it's always complicated.“Dass Luc Besson ein Händchen für rasante Actionfilme hat, bewies er in der Vergangenheit zu Genüge. Doch während er sich als Regisseur relativ rar gemacht hat, ist er als Drehbuchautor höchst aktiv. Neben der Story für alle drei Transporter-Filme hat er auch erfrischende Actioner wie Ghetto Gangz oder 96 Hours (mit Liam Neeson) geistig zu verantworten. Dass er dabei seinen charakteristischen Merkmalen treu bleibt, sieht man sofort, denn auch Transporter 3 strotzt wieder vor Besson'schen Zutaten. Doch das sind nicht nur bedingungslos empfehlenswerte.Mit physikalischen Unmöglichkeiten wird auch hier wieder gern gespielt, Autos wirken hier schon fast wie Ufos, angesichts der Dinge, die man mit ihnen anstellen kann, ohne, dass sie kaputtgehen. Zum Teil kann man hier jedoch Entwarnung geben, denn ganz so abgehoben und fast schon lächerlich realitätsfern wie Teil 2 ist der dritte Aufguss nicht mehr. Dafür darf wieder ordentlich gekämpft werden. Schön und schnell choreographiert und gefilmt, haben sie wie üblich auch ein humoristisches Element, wenn Frank seine Gegner im Dutzend zu Boden schickt und dabei seinen gesamten Anzug einsetzt. Und auch sonst gibt es wieder genug Gelegenheiten zum Schmunzeln, ob das launische Nebencharaktere oder Franks trockene Sprüche sind, nachdem er einen Feind fachgerecht zerlegt hat. Wo sich Besson auch treu geblieben ist, ist der dezente Nervfaktor der weiblichen Begleitung während des Treibens. Obwohl Natalya Rudakova weitaus besser ist als das Kind aus Teil 2, wirkt auch sie in manchen Momenten eher als lästiges Beiwerk, wenn sie sich sinnlos an einer Tankstelle betrinkt und dem Held danach eine Verfolgungsjagd merklich erschwert. Nichtsdestotrotz macht die Schauspieldebütantin, die von Besson auf einer New Yorker Gehsteig entdeckt wurde, ihre Sache ordentlich. Dass Jason Statham Adrenalin im Blut hat, weiß man nicht erst seit den ersten beiden Teilen, denn auch kürzlich in Death Race setzte er sich wieder hinter's Steuer eines Boliden, um gepflegt die Actionsau raushängen zu lassen. Doch auch seine Martial-Arts-Darbietungen nimmt man ihm aufgrund seiner Physis zu jeder Sekunde ab. Wenigstens bei ihm muss man sich keine Sorgen machen, dass das Actiongenre nach Stallone, Schwarzenegger, Willis und wie sie alle heißen, keine adäquaten Nachfolger mehr hat. Generell ist Statham gut im Geschäft und hat mit Crank 2: High Voltage bald schon den nächsten Kinoeinsatz in Sichtweite. Ein Glücksfall ist auch sein Gegenspieler Robert Knepper, den man zuletzt eher unscheinbar in Hitman – Jeder stirbt alleine zu Gesicht bekam. Er verkörpert den gewissenlosen Johnson sehr charismatisch und überflügelt so seine Bösewichtskollegen aus den Vorgängern mühelos. FazitNun bleibt die Frage, wie es weiter geht. Obwohl derzeit viele alte Filmserien um einen weiteren Teil aufgeblasen werden, ist mit dem dritten Teil meistens eine magische Grenze gezogen. Da Frank Martin eigentlich schon am Ende des zweiten Teils in den Ruhestand gegangen ist, ist die Frage angebracht, ob es mit dem dritten, zweifellos unterhaltsamen, Abenteuer nicht genug ist, bevor es ermüdend wird. Wie sagt man doch: Aufhören, wenn es am Schönsten ist. |
| Wertung: 7/10 | von Roman Beele (08.01.2009) |
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