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Filmkritik: Predators

| Infos: | Verleih: 20th Century Fox, Länge: 107 Min., Kinostart: 08.07.2010, FSK: Keine Jugendfreigabe |
| Regie: | Nimrod Antal |
| Darsteller: | Adrien Brody, Alice Braga, Laurence Fishburne, Danny Trejo |
| Links: | Offizielle Seite, Infos bei IMDB |
Arnold Schwarzenegger hat in seinem reichhaltigen Filmfundus auch Werke, die heute immer noch Aktualität in Hollywood besitzen. Das ist neben dem nicht tot zu kriegenden Terminator-Franchise auch die Predator-Reihe, in deren Erstling sich die Steirische Eiche des außerirdischen Trophäenjägers erwehren musste. Der zweite Teil spielte dann in den Häuserschluchten von L.A., dort jagte Danny Glover (Lethal Weapon-Reihe) den Predator und nun schickt sich eine Gruppe um Oscar-Preisträger Adrien Brody an, inmitten mehrerer Jäger zu überleben. Ein lohnenswerter Ausflug ins All?Verschieden und doch so gleichRoyce (Adrien Brody) erwacht im freien Fall und muss mit seinem herumzickenden Fallschirm kämpfen, um nicht vom Aufschlag getötet zu werden. Erst in letzter Sekunde wird er zusätzlich durch Urwaldgehölz abgebremst und findet sich zusammen mit anderen, ebenfalls fies aussehenden Individuen in der puren Wildnis eines fremden Planeten wieder. Die Truppe ist bunt durchgemischt. Da ist der mexikanische Mafiakiller, der Yakuza, die Scharfschützin, der Todeszellenhäftling, der russische Soldat und der deplatziert wirkende Arzt. Sie eint nur wenig: alle haben Waffen, alle können mit ihnen umgehen und keiner weiß, warum sie hier sind. Viel Zeit zum Nachforschen bleibt ihnen aber nicht, denn schon bald werden sie von alienartigen Wildtieren überrascht, nur um danach von den altbekannten Predators gejagt zu werden, die die Scharmützel mit den menschlichen Widersachern nutzen, um ihre Kampftechniken zu perfektionieren. Können sich Royce und Co. die übermächtigen Killer mit ihren Hightechwaffen und Unsichtbarkeitspanzern erfolgreich vom Hals halten oder müssen sie sich ihrem Schicksal ergeben, einer nach dem anderen dezimiert zu werden?Viel Bekanntes, wenig NeuesWer die beiden vorangegangenen Predator-Teile kennt, der findet sich beim dritten Teil schnell zurecht. Ein Dschungel, ahnungslose Soldaten und die dank ihrer Tarnung übermächtig wirkenden Predatoren in Lauerstellung. Auf den ersten Blick wirkt dieses Szenario recht austauschbar, zumal es nur eine recycelte Version vom Original ist, nach dem Motto: mehr menschliche Protagonisten, mehr außerirdische Widersacher.Wer angesichts der 18er-Freigabe des Films jetzt eine brutale Schlachtplatte wie zuletzt bei Aliens vs. Predator 2 erwartet, der wird überrascht sein, wie vergleichsweise zahm es in Predators zugeht. Natürlich gibt es den einen oder anderen kurzen Gewaltmoment, aber in einem moderaten Rahmen, der Fans der Vorgänger und Crossover-Filme vielleicht etwas ernüchtert zurücklassen könnte. Die Action ist nicht allgegenwärtig, neben manchem Schusswechsel gibt es gegen Ende auch körperliche Auseinandersetzungen, die die Spannungsschraube etwas anziehen können. Dazwischen wird viel gelaufen und Ausschau gehalten, wo sich der Feind aufhalten könnte. Erfreulich ist die Qualität der Schauspielerriege. Man engagierte mehr oder weniger bekannte Gesichter, neben Brody gibt sich auch Laurence Fishburne (Matrix-Trilogie) ein Stelldichein, mit einer Rolle, die man so nicht erwartet hätte. Als einziges weibliches Eye-Candy gibt es Alice Braga zu sehen, die bereits in I Am Legend ihre Überlebensfähigkeiten unter Beweis stellte. Die Effekte sind, besonders im Vergleich zu den alten Vorgängern natürlich makellos und schön anzusehen, das Gleiche gilt für das Dschungelset. FazitPredators stellt sicherlich keinen Film dar, den man gesehen haben muss, wenn man Alien vs. Predator bereits kennt. Die Dschungelaction reicht für einen unterhaltsamen Abend ohne viel Nachdenken und Fingernägelkauen, für mehr fehlt es eindeutig an Spannung und neuen Ideen. Nachdem nun die Predator-Reihe wiederbelebt wurde, darf man gespannt sein, ob der kommende fünfte Teil des Alien-Universums etwas mehr Innovationen mitbringt. |
| Wertung: 6/10 | von Roman Beele (08.07.2010) |
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