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Filmkritik: Duell der Magier

| Infos: | Verleih: Disney, Länge: 109 Min., Kinostart: 02.09.2010, FSK: ab 12 Jahren |
| Regie: | Jon Turteltaub |
| Darsteller: | Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Bellucci, Teresa Palmer |
| Links: | Offizielle Seite, Infos bei IMDB |
Nach "Das Vermächtnis der Tempelritter" und "Das Vermächtnis des geheimen Buches" ist Duell der Magier nun schon die dritte Zusammenarbeit des Erfolgsgespanns Bruckheimer, Cage und Turteltaub. Dass man hier keinen hochintelligenten Plot erwarten kann sollte klar sein. Doch besitzt der Film außer CGI-Action noch andere Werte?Vom Nerd zum MagierEs ist nun schon viele Jahrhunderte her, dass Balthazar Blake (Nicolas Cage) seinen ehemaligen Freund und jetzigen Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) besiegte und in eine kleine Matroschka verbannt hat. Auch die Hexe Morgana le Fay (Alice Krige) konnte er in dieses Holzgefängnis sperren. In Manhattan als Antiquitätenhändler untergetaucht hofft er dieses Geheimnis bewahren zu können. Dies klappt leider nur solange, bis Dave Stutler (Jay Baruchel) seinen Laden betritt. Der Vorzeigetrottel schafft es Horvath zu befreien und stürzt die Welt damit in größte Gefahr. Blake glaubt jedoch in Dave einen direkte Nachfahren des Zauberers Merlin zu entdecken, was hieße, dass er der einzige ist, der Maxim wieder verbannen und eine Beschwörung Morganas verhindern könnte und beschließt ihn zum Schüler zu nehmen.Soweit so gut, wären da nicht Daves Ungehorsam und die Verbindung zu seiner Jugendliebe Becky (Teresa Palmer), welche Balthazar ein Dorn im Auge ist. Goethe meets MainstreamJerry Bruckheimer wollte aus der klassischen Geschichte "Der Zauberlehrling“ (so heisst der Film übrigens auch im engl. Original) eine völlig neue und in der Gegenwart angesiedelte Geschichte entwickeln. Dieser Grundgedanke ist im Film allgegenwärtig. Leider gingen Regisseur Jon Turteltaub hier teilweise die Ideen aus. So zum Beispiel wenn er versucht die Gegenwart durch moderne Pop-Musik darzustellen und somit eine Brücke zum schweren Literaturstoff Goethes zu schlagen. Dies wirkt leider zu aufgesetzt und banal. Viel interessanter ist da schon der Ansatz die Handlung des klassischen Zauberlehrlings direkt ins Geschehen einzubauen. Dave erwartet z.B. Besuch von Becky und um sein Labor noch rechtzeitig auf Vordermann zu bringen bedient er sich der Hilfe von Zauberei, was wie im Original in einer Katastrophe mündet. (Stichwort: „Besen, Besen seid’s gewesen.“) Hier spielt der Film seine durchaus kreativen Ansätze gekonnt aus und schafft somit einen ganzeigenen Charme.Zu diesem trägt auch der Cast bei. Die Rolle des etwas heruntergekommenen Balthazar Blake im Ledermantel steht Nicolas Cage („Kick Ass“) erstaunlich gut zu Gesicht und Jay Baruchel („Zu scharf um wahr zu sein“) liefert mit der Figur des Physik-Nerds eine durchaus solide Leistung ab. Der Brite Alfred Molina („Prince of Persia“) jedoch erschafft wieder einmal einen herrlich interessanten und frischen Charakter und bildet somit einen stilvollen, bösen Gegenpart. Abra-Kadabra und Hokus-PokusWas in einer Jerry Bruckheimer Produktion natürlich auf keinen Fall fehlen darf sind die opulenten Effekte und spektakulären Action-Sequenzen und von denen hat der Film mehr als genug. Sie zählen dabei auch gleichzeitig zu dessen größter Stärke. Hier gibt es schlichtweg nichts zu meckern. Optisch wirkt alles wie aus einem Guss und wird dem Thema dabei zu jeder Zeit gerecht.Was ebenfalls sehr positiv auffällt ist die Tatsache, dass man sich hier nicht zu ernst nimmt. So mancher guter Gag zündet und lockt dem Zuschauer mehr als nur ein müdes Grinsen heraus. Womit „Duell der Magier“ jedoch nicht punkten kann ist Originalität. In Sachen Handlung wirkt alles zu verbraucht und aufgewärmt. Gerade hier wäre es schön gewesen wenn man den kreativen Zauberstab einmal mehr geschwungen hätte. So bleibt die Story sehr dünn und ohne wirklichen Akzent, was leider trotz einiger gelungener Ideen und einem unabstreitbaren Charme als fader Beigeschmack bleibt. Fazit„Duell der Magier“ ist Popcorn-Kino in Reinkultur. Der gut aufgelegt Cast macht richtig Spaß und die CGI-Effekte sind allesamt hervorragend. Dass es der Handlung an Substanz und jeglicher Tiefe fehlt kann dabei wohl getrost ertragen, jedoch nicht völlig vergessen werden. Wer sich aber einfach nur gut unterhalten lassen möchte, der macht hier garantiert nichts falsch. |
| Wertung: 6/10 | von Philipp Seidel (01.09.2010) |
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