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Filmkritik: Faster

Infos: Verleih: Sony Pictures, Länge: 98 Min., Kinostart: 17.03.2011, FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie: George Tillman Jr.
Darsteller: Dwayne Johnson, Billy Bob Thornton, Oliver Jackson-Cohen, Carla Gugino, Maggie Grace
Links:Offizielle Seite, Infos bei IMDB
Dafür, dass man Dwayne „The Rock“ Johnson vor ein paar Jahren zum neuen Actionstar erklärt hat, der sogar in Welcome to the Jungle noch symbolisch von Arnold Schwarzenegger die Staffelübergabe bekam, war seine Rollenauswahl in den letzten drei Jahren doch recht enttäuschend. Ob Daddy ohne Plan, Die Jagd zum magischen Berg oder Die Zahnfee, testosteronhaltige Action sieht für einen martialischen Muskelberg wie Johnson sicher anders aus. Nun kommt mit Faster ein Rachefilm um die Ecke, in dessen Rollenklischee der Ex-Wrestler weit besser zu passen scheint. Also bleibt die Frage: Quo vadis, The Rock?

Tödliche Bruderliebe

Nach zehn Jahren im Gefängnis hat Driver (Dwayne Johnson) nur ein einziges Ziel: den Mord an seinem Bruder zu rächen, der während eines verpfuschten Banküberfalls, der zu seiner eigenen Verhaftung führte, zu Tode kam. Als freier Mann macht sich Driver mit einer tödlichen To-do-Liste in der Hand auf, seine Mission zu erfüllen. Doch dabei heften sich bald zwei Männer an seine Fersen: ein altgedienter Cop (Billy Bob Thornton), der nur noch wenige Tage von seiner Pensionierung entfernt ist, und ein junger, egozentrischer Auftragsmörder (Oliver Jackson-Cohen), der ein Faible für die Kunst des Killens hat und glaubt, in Driver endlich einen ebenbürtigen Gegner auf Augenhöhe gefunden zu haben. Der Jäger wird zum Gejagten. Auf dem Weg, sich bis zum Ende seiner Liste durchzuarbeiten, heißt es für Driver töten oder getötet werden. Und je weiter er auf seiner Mission vorankommt, desto mysteriöser wird der Mord an seinem Bruder. Neue Hinweise deuten darauf hin, dass Drivers Todesliste möglicherweise nicht ganz vollständig ist …

Finstere Mienen und viel Leerlauf

Faster beginnt temporeich. Keine 10 Minuten vergehen, da hat Driver den ersten Namen auf seiner Liste aufgespürt und eiskalt mit seinem beeindruckenden Revolver hingerichtet. Doch leider geht diese straighte Bestimmtheit danach schnell verloren, denn der Film kann sich nicht entscheiden, wer hier eigentlich die Hauptperson ist. Andauernd springt man hin und her zwischen Driver, dem ermittelnden Cop (Thornton), der Probleme mit Drogen und seiner vernachlässigten Familie hat, sowie dem namenlosen Killer, der wie ein hochnäsiger Snob wirkt und in einer Sinnkrise steckt, weil er keine echte Herausforderung mehr findet. Die Wege der drei Protagonisten kreuzen sich, bis auf zwei Verfolgungsjagden mit Schusswechseln lange Zeit nicht, was es nicht leicht macht, einen roten Faden auszumachen. Die Geschichte wird durch Flashbacks aus der Sicht von Driver erzählt und so wird man Zeuge, wie er und sein Bruder von einer verfeindeten Gang gefangen genommen und gezwungen werden, das Versteck ihrer Beute preiszugeben, wofür letztlich Drivers Bruder mit dem Leben bezahlt.
Die Nebenfiguren bleiben allesamt blass. Die Frau des Killers, die Kollegin und die Frau des Cops und die Ex-Geliebte von Drivers Bruder wirken sehr eindimensional und haben wenig Screentime. Doch auch Dwayne Johnson selbst, der eigentlich über Charisma verfügt, hat hier vornehmlich grimmig durch die Gegend zu schauen und wenige Wörter zu knurren, während Thornton noch die abwechslungsreichste Rolle zufällt. Da hilft es auch nicht, dass man auch von den Leuten, an denen sich Driver recht kompromisslos vornehmlich per Kopfschuss rächt, so gut wie gar nichts erfährt. So steuert das Ganze ziemlich langsam auf das Ende zu, das man sich mit ein wenig mutigem Raten auch ungefähr denken kann.

Fazit

Faster hat eigentlich einen Titel, der so rein gar nicht zum Film passt, denn der nimmt das Tempo zügig raus und verzettelt sich in seinem Versuch, mehrere Personen zu begleiten, und trotzdem noch eine Geschichte zu erzählen. Was bleibt, sind die raren, aber optisch gut eingefangenen Actionszenen, bestehend aus Schießereien und Autoverfolgungsjagden. Wer sich hiervon aber versprochen hat, dass der Name Dwayne Johnson wieder an Gewicht im Actionsektor gewinnt, sollte seine Erwartungen eher zurückschrauben.
Screen 1
Driver wird aus dem Knast entlassen und hat eine tödliche Mission.
Screen 2
Doch die kann er nicht ruhig ausführen, denn ein alternder Cop...
Screen 3
...und ein perfektionistischer Auftragskiller heften sich an seine Fersen.
Screen 4
Ob sich Driver davon aufhalten lässt?
Wertung: 5/10von Roman Beele (16.03.2011)

Kommentare

Loaded12345 schrieb am 16.03.2011 22:17
mist dreck elendiger
Balrok schrieb am 17.03.2011 18:17
dito. mann, der typ könnte, wenn er wollte, locker arnies nachfolger werden. ein unheimlich sympathischer kerl. und er kann action. schliesslich muss man action beim wrestlicng können.
MadBoy27 schrieb am 17.03.2011 21:08
Ich hatte auch erst gedacht als er aus dem Knast entlassen wurde und seine Karre nahm: "Jetzt kommt The Rock wiedeer in seiner gewohnten Haudrauf Action" Aber Pustekuchen, dieser Film ist bisher der schlechteste von Ihm.
Loaded12345 schrieb am 18.03.2011 13:24
möglicherweise schlechtester actionfilm, aber doch nich der schlechteste von allen.
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