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Filmkritik: Killer Elite

| Infos: | Verleih: Sony Pictures, Länge: 116 Min., Kinostart: 26.10.2011, FSK: ab 16 Jahren |
| Regie: | Gary McKendry |
| Darsteller: | Jason Statham, Clive Owen, Robert De Niro, Dominic Purcell |
| Links: | Offizielle Seite, Infos bei IMDB |
Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro. Dazu ein cooler Filmtitel, wie nur coole Actionfilme ihn tragen. Garniert mit einem schnell geschnittenen Trailer, der die Schwerpunkte deutlich auf Action setzt. Das klingt doch nach einem kurzweiligen Fest für Fans des Genres. Doch halt, was kommt da noch zum Vorschein? Setting in den 80er-Jahren? Eine Laufzeit, die an der 2-Stunden-Marke kratzt? Muss man am Ende doch mehr mitdenken, als man erwartet hat?Eine Freundschaft, die über Leichen gehtDanny (Jason Statham) hatte eigentlich bereits mit seinem Job als Profikiller abgeschlossen. Er hat genug vom Töten. Als jedoch sein ehemaliger Mentor und Freund Hunter (Robert De Niro) von einem alternden Scheich aus dem Oman entführt wird, sieht Danny sich gezwungen, auf dessen perfiden Deal einzugehen: Hunter kommt nur frei, wenn Danny es schafft, die drei Mörder zur Strecke zu bringen, die damals im Oman-Krieg die Söhne des Scheichs töteten. Dabei gibt es noch weitere Vorgaben, denn der Scheich will deren Geständnisse auf Video und ihre Tode sollen wie Unfälle aussehen. Danny bleibt keine Wahl, wenn er seinen Freund retten will und so macht er sich mit seinen Mitstreitern Davies (Dominic Purcell) und Meier (Aden Young) auf, die ehemaligen SAS-Soldaten zu töten. Die Granden des SAS sind davon natürlich nicht erfreut und schicken heimlich den Ex-Agenten Spike (Clive Owen) los, auf dass er Danny und sein Team stoppen möge. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen beiden Parteien, denn keiner hat vor, aufzugeben…Altmodische Ausstattung, zeitlose KonflikteEinen gewissen Charme kann man Killer Elite besonders in Bezug auf die Ausstattung nicht absprechen. Wenn sich Agenten mit für damalige Verhältnisse riesigen Ohrsteckern samt Kabeln schon in Sichtweite quasi selbst enttarnen, Verfolgungsjagden in alten Kutschen (z.B. uralte Mercedes-Limousinen) bestreiten oder mit Waffen hantieren, die heute eher im Museum begutachtet werden können, wirkt das vor dem Hintergrund der hochtechnisierten Welt des Jahres 2011 fast wie eine Räuberpistole aus grauer Vorzeit. Und Spaß macht es trotzdem, denn die Action ist hier zwar spärlicher gesät, als der Trailer es verkaufen will, aber wer Handgreiflichkeiten im Statham-Stil erwartet, wird auch hier seine Dosis bekommen. Gerade die Auseinandersetzung zwischen ihm und Owen im Krankenhaus stellt in Killer Elite sicherlich das Highlight in dieser Richtung dar. Der Bodycount ist ordentlich, doch ein Blutbad erwartet einen eher nicht. Die Story ist der klare Schwerpunkt des Films.Und hier hat man sich einiges vorgenommen und das könnte dem einen oder anderen Zuschauer etwas zu viel sein. Natürlich muss Charakterentwicklung stattfinden, Erklärungen müssen gegeben und Wendungen inszeniert werden. Wer das Sitzfleisch hat, sieht darüber hinweg und lehnt sich zurück. Diejenigen, die einen flotten No-Brainer wie The Mechanic oder The Expendables mit CGI-Unterstützung erwarten, werden das in diesem Falle aber nicht bekommen. Aber warum auch nicht mal eine (zugegeben leichte) Variation in der Filmographie Stathams, der schon mit dem kürzlich erschienenen Direct-to-Video-Drama 13 dem Dauerfeueractionkino eine Pause verordnete. Und man darf letztlich auch nicht vergessen, dass einen hier eine qualitativ gut erzählte Geschichte bei der Stange hält. Schön auch, dass mit Clive Owen ein guter und bekannter Charakterdarsteller der Hauptgegenspieler ist, Robert De Niro hat insgesamt auch genügend Screentime, um einen ordentlichen Eindruck zu hinterlassen und Statham spielt Statham, was sich wohl auch nicht mehr ändern wird, es sei denn, er traut sich irgendwann mal etwas ganz Anderes zu. FazitKiller Elite liefert nicht ganz das, was man sich vielleicht erwartet hat, aber schlecht ist es keineswegs. Dass der Fokus mehr auf Story gerichtet ist und Action nicht um der Action willen reingestopft wurde, ist durchaus eine nette Abwechslung. Das gilt auch für das 80er-Jahre-Setting, bei dem sich die Macher viel Mühe gegeben haben (von kleinen Detailfehlern mal abgesehen). Ein paar flotte Sprüche, Schusswechsel und Kämpfe sorgen aber dafür, dass es keine komplette Kehrtwende ist. Durchaus unterhaltsam. |
| Wertung: 7/10 | von Roman Beele (27.10.2011) |
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