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Filmkritik: Dylan Dog

Infos: Verleih: Studiocanal, Länge: 103 Min., Verleih: 16.12.2011, Verkauf: 19.01.2012, FSK: ab 18 Jahren
Regie: Kevin Munroe
Darsteller: Brandon Routh, Sam Huntington, Anita Briem
Links:Infos bei IMDB
Vampire, Zombies und Werwölfe, dazu noch eine Comicvorlage, da kann man ja gleich zig Trends auf einmal bedienen. Das dachten sich vielleicht die Produzenten von Dylan Dog, als sie den Film in Angriff nahmen, der auf der gleichnamigen Comicserie des Italieners Tiziano Sclavi basiert. Eine Fehleinschätzung, wie sich erwies. In den USA dauerte die Suche nach einem Verleih ewig, in den Kinos floppte er dort im Frühjahr 2011. Seit Kurzem geistert Dylan Dog nun durch unsere Videotheken und ist in Bälde auch zum Kauf verfügbar.

Film Noir meets Monsters

Dylan Dog (Brandon Routh, Superman Returns) ist Privatdetektiv, aber das war nicht immer so. Früher war er ein Vermittler zwischen den Menschen von New Orleans und den unter ihnen lebenden Untoten, bis seine Freundin ermordet wurde. Seither hat er seine Vergangenheit hinter sich gelassen, doch sie holt ihn wieder ein, als Elizabeth (Anita Briem) ihn engagieren will, um den rätselhaften Tod ihres Vaters zu untersuchen. Sie will nämlich einen Werwolf vom Tatort flüchten gesehen haben. Erst lehnt Dylan ab, doch als sein Partner Marcus (Sam Huntington) von einem Zombie angegriffen und in einen ebensolchen verwandelt wird, wird die Sache persönlich.
Zunächst ist die Geschichte dabei an klassische Detektiv-Filme a la Marlowe & Co angelehnt, Dog erzählt aus dem Off, was ihm geschehen ist und was er als Nächstes vorhat. Seine Ermittlungen führen ihn zu den Untoten von New Orleans, Vampire, Werwölfe und Zombies.

Von allem ein bisschen

Es fällt schwer, den Film einzuordnen. Von der Idee her erinnert er ein wenig an Blade, ist allerdings nicht ganz so cool und durchgestylt. Statt dessen versucht man eher die humorvolle Schiene, jedoch weniger über Dylan, der in dieser Hinsicht nur ein paar Oneliner von sich gibt, sondern über Zombie-Sidekick Marcus. Zum Teil sind die Ideen wirklich ganz nett, zum größten Teil ergeht man sich aber in Albernheiten, für eine Komödie ist das ein bisschen wenig.
Während die Actionszenen an sich ok sind und auch die Masken der Untoten weitgehend überzeugen – einzig im finalen Kampf gibt es einige peinliche CGI-Aussetzer –, ist der Actionanteil insgesamt für Fans von Haudraufstreifen wohl zu gering. Horrorfans kommen auch kaum auf ihre Kosten, Spannung vermittelt der Film eigentlich nie. Und wer angesichts der 18er-Freigabe auf blutige Gemetzel hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Der Film ist eher harmlos und hätte eigentlich auch ab 16 durchgehen können. Kurz: Der Film bietet von allem ein bisschen, aber nichts so richtig, er ist in allen Belangen durchschnittlich.
Das trifft auch auf die meisten Schauspieler zu. Routh, bei dessen Anblick man sofort wieder an Clark Kent denken muss, hat außer breiter Brust und dicken Muckis nicht viel zu bieten, auch Anita Briem bleibt blass. Huntington, der schon in Superman Returns mit Routh zusammen spielte, ist hingegen eine gute Besetzung und bringt den panischen Neu-Zombie ganz gut rüber. Daneben hinterlassen Peter Stormare und Taye Diggs als Untoten-Bosse noch am ehesten einen bleibenden Eindruck, wirklich gefordert wird aber keiner der Mimen.

Fazit

Dylan Dog versucht Action, Humor und ein bisschen Horror zu vermischen, bietet von allem ein wenig aber von nichts genug, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben. Ein ganz und gar durchschnittlicher Film.
Screen 1
Dylan Dog und Marcus ...
Screen 2
... werden von Elizabeth beauftragt ...
Screen 3
und bekommen es u.a. mit Vampiren ...
Screen 4
... und einem Riesenzombie zu tun.
Wertung: 4/10von Jörg Benne (16.01.2012)

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