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Test: Drawn to Life: Mal-Held sein
Neue Helden braucht das Land - also ran an den virtuellen Pinsel!
Viele von euch kennen sicherlich noch Nintendos spaßiges Zeichenprogramm Mario Paint vom seligen SNES. Jetzt stellt euch einmal vor, dass mit ähnlichen Mitteln eigene Helden zum Leben erweckt werden können, die man durch kunterbunte - teilweise ebenfalls gestaltbare - Welten lenkt. Hört sich cool an? Ist es auch. Mit seiner Mischung aus Jump&Run und Kreativität verspricht Drawn to Life, zumindest in manchen Bereichen, ein einzigartiges Spielerlebnis. Zeit für einen neuen HeldenDunkelheit hat im Land der hasenähnlichen Raposas Einzug gehalten. Der Schöpfer der Welt hat seine Kreaturen scheinbar im Stick gelassen, das Buch des Lebens wurde zerrissen und seine Seiten sind in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Doch nach Jahren meldet sich der lang vermisste Gott endlich zurück – und das natürlich in der Gestalt des Spielers. Großzügig gewährt er seinen verzweifelten Anhängern die Erschaffung eines Helden, welcher die ganze Misere wieder in Ordnung bringen wird.Diverse Mal-Instrumente kommen auf dem Touchscreen zum Einsatz, bevor man der ehemaligen Holzpuppe in der „Halle der Schöpfung“ Atem einhaucht. Alle wichtigen Farben, unterschiedlich dicke Pinsel bzw. Radiergummis, ein Flächenfüller, Stempel für schwierige Details wie die Augen, oder gar komplette Helden-Schablonen mit austauschbaren Körperteilen für alle Zocker mit zwei linken Zeichenhänden. Wer selbst nichts Ordentliches zustande bringt, kann so beispielsweise als Affe mit Schneemannkopf und Weihnachtsmannstiefeln ins Abenteuer ziehen, um sich auf die Suche nach verstreuten Buchseiten und entführten Raposas zu machen. Mein Eiswürfel, mein Schlitten, mein Gleitschirm…Das grundsätzliche Gameplay innerhalb der Levels weicht im Prinzip nicht sonderlich vom gewohnten 2D-Jump&Run-Standard ab: Mehrere thematisch unterschiedliche Welten, bewegliche oder herunterfallende Plattformen, Bösewichte zum Platthüpfen, einige besonders gemeine Bossgegner und Zeug zum Sammeln - das kennt man ja. Aber: An vielen Stellen wartet eine Staffelei darauf, dass die Gottheit wieder den Pinsel schwingt, um dem Helden den Weg zu ebnen. So soll man sich unter anderem Ranken als Kletterhilfe zurechtkritzeln, praktische Pistolen erschaffen, dem Hauptdarsteller Flatterflügel an den Rücken zeichnen oder für die fachmännische Dekoration einiger Vehikel sorgen.Weniger begabte Künstler müssen sich übrigens keine Sorgen machen: Drawn to Life kennt falsch oder richtig genauso wenig wie Schönheitspreise – dem Spiel ist es schnurzpiepegal, ob man vielleicht statt der geforderten Sterne Herzchen in den Nachthimmel zeichnet, oder Blumen aus Spaß mit einem Gesicht verziert. |
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