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Test: Ferrari Challenge DS

Schicke italienische Flitzer auf den Doppelbildschirmen.
 
Was für den Deutschen der Porsche, für den Ami die Corvette und für den Japaner der Nissan GT-R, ist für den Italiener der Ferrari. 1929 begann es mit der Gründung des Rennteams Scuderia Ferrari, durch Enzo Ferrari. Dann folgte ab 1947 der Autobau in Maranello, und heute ist Ferrari die wohl bekannteste Sportautomarke der Welt. Nur wenige können sich den Traum Ferrari leisten und noch weniger werden mit ihren sündhaft teuren Ferraris Rennen fahren. Doch genau um letztgenannte geht es in Ferrari Challenge für den Nintendo DS. Hier kann die European Series der „Ferrari Challenge Trofeo Pirelli“ nachgefahren werden. Großer Rennwagen auf dem kleinen Handheld – was kann man davon erwarten?

Schicke Rennen auf dem NDS

Die NDS-Version des Spiels wartet mit den prächtigsten Sportwagen aus Maranello auf. So dürfen mit F430 Challenge, 360 Challenge, F355 Challenge, FXX oder 575 GTC die schnellsten Rennwagen der Challenge-Serie gesteuert werden. Das ganze auf acht (größtenteils) Originalstrecken, wie Monza, Mugello oder dem Hockenheimring. Grafisch sieht die ganze Fuhre für DS-Verhältnisse ziemlich schick aus. Im oberen Screen kann man die Boliden aus einer Verfolger- und einer Stoßstangenkamera fahren. Dabei sind ordentlich animierte Autos und schicke Strecken (wenn auch nicht immer alle Auslaufzonen und Höhenverhältnisse stimmen) zu sehen. Die Rennen laufen allesamt flüssig ab und der Motorensound stimmt. Bremsenquitschen und das über die Curbs fahren hätte besser klingen und auch die Hintergrundmusik hätte mehr Abwechslung vertragen können.
Dafür kann man besonders in den Wiederholungen nach den Rennen solche Details wie qualmende Reifen beim Bremsen oder Funken beim Aufsetzen der Boliden besonders gut erkennen. Durchaus mehr als der übliche Standard auf dem kleinen DS. Im unteren Screen gibt es dann die Minimap und die Armaturen im Ferrari-Look mit der Drehzahl-, der Geschwindigkeits- und der Ganganzeige.

Von Training bis Meisterschaft

Das Hauptmenü ist übersichtlich und bringt den Spieler zu den relevanten Modi des Spiels. So verstecken sich hinter dem Menüpunkt „Rennen“ Übungsrennen, Zeitrennen und ganze Meisterschaften. Unter „Wettkampf“ findet man etwas irritierend die Multiplayer-Rennen für Multi-Karten- und Einzelkarten-Spiel für jeweils 2-4 Personen.
Der Menüpunkt „Training“ hat es am meisten in sich. Hier bekommt man per englischer Sprachausgabe Kurven, Bremspunkte oder weitere Details angesagt. Hält man sich an die zusätzlich noch visuell eingeblendeten Anweisungen, gibt es Punkte, klappt das nicht, gibt’s gar Punktabzug. Punkte heimst man aber auch durch das Fahren auf der (ein- und ausblendbaren) Ideallinie ein. Mit den Punkten gilt es dann die Vorgabepunktzahl zu überbieten und dadurch weitere Trainings, Wagen, Strecken und Extras freizuschalten.
Das Ganze kann man, wie alle Rennen, in vier Schwierigkeitsgraden absolvieren. Im Training werden bei höherem Schwierigkeitsgrad die Punkteziele größer und bei den Rennen die Gegner-KI immer schneller, fehlerfreier und auch aggressiver. Während man auf leicht schnell Siege einfährt, darf man sich auf Profi keine Fehler mehr erlauben, um Podestplätze zu ergattern.
Die Steuerung mit dem Kreuz für Lenkung und A für Gas und B für Bremsen geht gut von der Hand. Die Lenkung hätte aber etwas besser ausfallen können, da die Ferraris schon bei kurzem Drücken starke Richtungswechsel vollführen. Prima: Das optionale Rumble Pak für den NDS wird vom Spiel unterstützt.

Meiner hat 500 PS und deiner?

Als willkommene Abwechslung und Entspannung entpuppt sich das eingebaute Trumpfkartenspiel mit dem Namen Challenge Cards. Dabei kann man seine 30 Ferrari-Startkarten mit, in den anderen Modes durch Erfolge freigeschalteten, Extrakarten austauschen. Zum Spielen wird der DS dafür übrigens gedreht und wie ein Buch gehalten. Die Steuerung funktioniert sowohl mit dem Stylus, als auch mit den Tasten. Aus sechs Kategorien wie PS, Hubraum oder Preis trifft man seine Wahl. Wer den besten Wert hat, gewinnt die Karte des Gegners, wer zuerst keine Karten mehr hat, verliert. Dies läuft sowohl gegen den dabei clever agierenden NDS, als auch gegen Freunde im drahtlosen Multiplayer. Ferraristi werden sich sicher ganz besonders über dieses Minispiel freuen, werden hier doch zahlreiche Ferrari der gesamten Firmengeschichte als Karten mit den wichtigsten Daten und einem Bildchen aufgezeigt.
Screen 1
Fahrzeug, Startnummer und Schaltart dürfen ausgewählt werden
Screen 2
Im Training muss man nach Anweisung fahren
Screen 3
Trumpfkartenspiel als willkommene Abwechslung
Screen 4
Dicht gedrängtes Fahrerfeld

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Packshot
Renn-Simulation
von KOCH Media, System 3
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
NDSDezember 2007

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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