Elypsen-, Hexagramm-, Parabel,- aber vor allem Retrofans aufgepasst: Was als verstecktes Gimmick in
Project Gotham Racing 2
auf der Xbox begann und später als vollwertiger Titel auf dem Marktplatz zu finden war, feiert nun sein Remake auf dem Handheld. Die Rede ist von einem echten Automatenklassiker namens Geometry Wars, der mit aufpolierter Fassade und dennoch nahezu unverändertem Gameplay nun den DS erobern will. Wir verraten, ob das Spiel sein Geld wert ist
Auf Rekordjagd
Geometry Wars ist eigentlich ein klassisches Shoot’ em Up, aber irgendwie trotzdem ganz anders als Bekanntes. Um Gegner abknallen, Highscores crashen und Überleben geht es zwar auch hier, doch das erste was ins Auge springt, sind die ungewöhnlichen Widersacher. Wir schießen nämlich auf geometrische Objekte anstatt auf herkömmliche Raumschiffe. Was das für einen Sinn ergibt, bleibt unbeantwortet. Warum eigentlich nicht, ist das da wohl die treffendere Frage, denn nach kurzer Zeit fühlt man sich in dem kleinen, irrationalen Universum wohl und ballert sich mit Freuden von Planet zu Planet. Insgesamt 60 Stück wurden übrigens implementiert, wobei jeder für ein anderes Level steht. Anfangs sind im Hauptmodus jedoch nur ein paar auswählbar und dort gilt es, wie auch im restlichen Spiel, möglichst viele Punkte zu machen. Durch sie erkämpfen wir nicht nur die Hall of Fame, sondern bekommen vielleicht sogar Medaillen verliehen die uns das offizielle Bestehen des Levels anzeigen. Nach und nach stoßen wir so in immer mehr Galaxien vor, wobei dort auch der Schwierigkeitsgrad gewaltig anzieht. Trotz dieses neuen Drumherum, eine erkennbare Geschichte ist nicht vorhanden, unser Spielalltag besteht einzig darin uns von Level zu Level zu kämpfen.
Schießen, ballern, knallen…
Wie auch schon in den Vorgängern bewegen wir uns mit einem zweidimensionalen Raumgleiter durch ebenso zweidimensionale Areale. Diese sind stets mit einem Gittermuster unterlegt und durch klare Levelgrenzen abgesteckt. Die Entwickler gingen bei der Steuerung auf die Vorzüge des DS ein, folglich steuern wir die Schussrichtung stets mit dem Touchpen auf dem unteren Bildschirm, während das eigentliche Geschehen oben abläuft. Zum bewegen unseres Gleiters bedienen wir uns aber dennoch des klassischen Steuerkreuzes. Diese Kombination funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit sogar erstaunlich präzise und intuitiv.
Und dann geht’s los: Nach und nach „ploppen“ Gegner an den Ecken der meist kleinen Levels auf und steuern auf uns zu. Anfangs noch wenige, werden es mit der Zeit ganze Kolonnen, die es alle zu besiegen gilt. Gegner unterscheiden sich dabei nicht nur im Aussehen sondern auch in ihren Fähigkeiten. Manche flüchten elegant vor unseren Schüssen, andere sind rasend schnell oder zerteilen sich bei einem Treffer. Auf Gegenfeuer müssen wir uns zum Glück nicht einstellen, wir haben aber auch schon so genug zu tun, der Feindarmada standzuhalten, die aus Kollisionskurs ist. Gekonntes Manövrieren und blitzschnelle Reflexe sind bei diesem Spiel ein Muss.