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Test: Assassin’s Creed Altaïr's Chronicles

Gestraucheltes Gameplay auf dem NDS
 Assassin’s Creed Altaïr's Chronicles
Während die großen Brüder Xbox 360 und PS3 schon längst mit Altair durch das Mittelalter streiften, konnte sich niemand vorstellen, dass ein paar Monate später auch das NDS in den Genuss des Assassinen kommen würde. Aber obwohl sich die Grafik auf dem NDS sehen lassen kann, gibt es bei Assassin‘s Creed: Altairs Chronicles keinen ausdrücklichen Grund zum Jubeln.

Die kleinen Unterschiede

Als Prequel wurde der NDS-Titel angekündigt. Er sollte die Vorgeschichte erläutern, die dann auf den NextGen-Konsolen und dem PC fortgeführt wird: Der Assassine Altair streift durch das Mittelalter und sucht nach einer Reliquie von großem Wert, muss sich dabei durch die Städte kämpfen, springen und klettern, als Taschendieb Schlüssel klauen und Personen zum Reden bringen, um an wichtige Informationen zu kommen. Die Zeitsprünge aus der Ursprungsversion gibt es nicht mehr, die Handlung spielt nur noch im Mittelalter. Allerdings ist die Hintergrundgeschichte, so sie denn wirklich als Prequel gedacht ist, erschreckend blass, um nicht zu sagen: langweilig. Dazu kommt, dass ich im Hauptmenü „Erinnerungen“ auswählen kann, um einzelne Sequenzen spielen zu können – wenn es keine Zeitsprünge mehr gibt, warum dann Erinnerungen? Neben den Erinnerungen können wir auch das „Kampftutorial“ auswählen, um uns mit der Steuerung in den Gefechten vertraut zu machen oder in den Optionen die Schwierigkeit einzustellen und uns die Belegung der Buttons anzusehen.

Springen, ja, aber wohin?

Es ist klar, dass die NDS-Version nicht so abläuft wie auf den großen Konsolen: Altair spielt sich wie ein Jump’n’Run im Stil eines Prince of PersiaWeitere Infos, allerdings nicht in 2D, sondern in 3D. Und genau das macht die Schwierigkeit aus, sich im Spiel zurecht zu finden, denn die Abstände zwischen den Plattformen sind oft kaum einzusehen, manchmal hilft nur das Glück oder das „Trial & Error“-Prinzip. Das bremst den Spielspaß, denn gepaart mit einer schwachen Steuerung springt Altair munter immer wieder daneben und startet an den großzügig verteilten Speicherpunkten neu. Läge es nur am Schwierigkeitsgrad, der in drei Stufen ausgewählt werden kann, wäre das nicht so schlimm – es sind die Tücken der Technik und der Programmierung, die für Frustmomente sorgen. Hier hat sich gegenüber der Preview leider nichts geändert. Dazu kommt die fehlende Übersicht, weil nicht zu erkennen ist, wo sich die nächste Plattform befindet. Zwar gibt es auf dem unteren Bildschirm eine Übersichtskarte, aber das ist kein Trost für all diejenigen, die sich schnell durch den Level bewegen wollen.
Die Kämpfe gegen die Soldaten und Templer laufen im Gegensatz zu den Sprungeinlagen sehr flüssig ab, schnelle und auch schwere Hiebe sind ebenso durchführbar wie das Blocken, das auf der einfachsten Stufe aber gar nicht benötigt wird. Mittels blauer Perlen, die überall herumliegen oder von getöteten Soldaten hinterlassen werden, kann Altair sein Schwert und auch seine Gesundheit aufwerten, um für die späteren Herausforderungen gewappnet zu sein.
Während die Bewegung komplett über das Steuerkreuz, die Buttons und den oberen Bildschirm geregelt wird, kommen der Stylus und der untere Bildschirm bei den Minispielen zum Einsatz. Beim Taschendiebstahl muss erst der Inhalt freigelegt werden, dann muss der Schlüssel unter Zeitdruck durch die Tasche manövriert werden. Die übergenaue Kollisionsabfrage macht das Mini-Spiel aber zum Nervfaktor. Gleiches gilt für die „Überredungs-Funktion“, bei der Zahlenkreise zu einem bestimmten Zeitpunkt berührt werden müssen, schließlich noch ein Kreis verschoben und das Opfer so zum Reden gezwungen wird.

Optisch einwandfrei

Das, was die Jungs von Gameloft richtig gemacht haben, deckt sich mit dem Original: Die Grafik von Assassin‘s Creed: Altairs Chronicles ist oberes NDS-Niveau, die Hintergründe und auch die Animationen sehen gut aus. Für die Ohren gibt es gute Soundeffekte, die sich stimmig in das Gesamtbild einfügen – auf eine Sprachausgabe wurde verzichtet, dafür gibt es alles Bildschirmtexte in deutscher Sprache. Alles in allem wartet technisch kein schlechtes Spiel auf den NDS-Freund, aber Spielspaß wird eben nicht nur an der Optik gemessen, dazu gehört auch in erster Linie ein flüssiges Gameplay.



Screen 1
Die Kämpfe sehen auch auf dem NDS gut aus...
Screen 2
...aber die Übersicht in den Sprung-Einlagen...
Screen 3
...ist immer wieder mangelhaft.
Screen 4
Dafür kann die Grafik aber hemmungslos punkten.

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Packshot
Jump&Run
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 12 Jahren
NDSApril 2008

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