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Test: Top Spin 3 DS
Großes Tennis auf dem kleinen NDS?Sportspiele brauchen eine gute Optik, um ein flüssiges Gameplay zu bieten. Sie brauchen viel Übersicht auf dem Bildschirm und auch eine gute Perspektive, damit das Spielgeschehen auch wirklich packend ist. Und sie brauchen ein paar Modi, die den Spieler langfristig fesseln. Wie soll das denn auf einem Handheld funktionieren? Mögen die Modi noch das kleinere Hindernis sein, an der Grafik und der Übersichtlichkeit scheiterte es jedoch oft. Top Spin 3 war schon auf den großen Konsolen ein Lichtblick, dieser Trend setzt sich glücklicherweise auch auf dem NDS fort – wenn auch mit kleinen Abstrichen, aber es ist ja auch eine kleine Konsole.Der weiße Sport für die HosentascheSo ein Tennisspiel zum Mitnehmen, das habe ich mir schon immer gewünscht – ich gebe es zu. Mit Top Spin 3 ist mein Traum in Erfüllung gegangen, allerdings nicht ganz so umfangreich, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür gibt es auf Nintendos Handheld aber die komplette Bandbreite des ehemals weißen Sports, vor allem in spielerischer Hinsicht. Was die Modi anbelangt, ist das Ganze etwas mager ausgefallen. Die Online-Möglichkeiten sind beim NDS begrenzt, aber die Entwickler haben immerhin die Möglichkeit eingebaut, gegen einen anderen Spieler an einem zweiten NDS antreten zu können.Für die Solisten gibt es das Einzelspiel, den Turnier-Modus, die Minispiele und die Karriere, die allerdings auch etwas umfangreicher ist. Das war es dann aber auch schon mit den verschiedenen Spielmöglichkeiten, jedoch wird das durch den Spielspaß auf dem Platz wieder wettgemacht. Nur in der Karriere kann der Schwierigkeitsgrad nicht eingestellt werden, in allen anderen Spielen stehen drei unterschiedliche Stufen der KI zur Verfügung. Wir basteln uns einen SpielerMehr noch als auf den großen Konsolenbrüdern ist die Karriere offenkundig das Herzstück für uns Spieler. Das liegt ganz einfach daran, dass wir für den „Online“-Part nicht an jeder Ecke einen passenden Gegner finden, da ist das Internet eben einfach bequemer und besser. Zurück zur Karriere: Wir basteln uns einen Spieler oder eine Spielerin – zwar ohne Gesichtsmodifikationen, aber ein paar Kleinigkeiten wie der Spielstil oder auch die Kleidung dürfen schon eingestellt werden. Apropos Kleidung: Im Verlauf der Karriere kann der Kleiderschrank des Spielers umfangreich aufgerüstet werden, so dass auf dem Platz in Punkto Aussehen keine Langeweile aufkommt. Dazu gehören dann auch neue Frisuren und andere Schläger, die aber keinen Einfluss auf die Schlagvarianten haben.In der Karriere darf Woche für Woche eines von drei möglichen Ereignissen ausgewählt werden: Im Training können über die Minispiele die Fertigkeiten des Sportlers verbessert werden, steht ein Turnier an, kann darüber der Ranglistenplatz aufpoliert werden und schließlich gibt es noch das zufällige Ereignis, bei dem kleine Schaukämpfe oder auch die Minispiele anstehen – mit den jeweiligen Auswirkungen auf den Ranglistenplatz oder die Fertigkeiten. Im „Tennis-Zentrum“ stehen diese Auswahlmöglichkeiten ebenso bereit wie einige Statistiken und Mails vom Trainer, dem Sponsor oder den Fans. Bedient wird das alles per Stylus oder auch mit dem Steuerkreuz und den Buttons. Letztlich ist das Spiel deutlich abgespeckt im Gegensatz zu den großen Konsolen, aber die Wahrheit liegt nun mal auf dem Platz – und dort wird sie auch gefunden. Trainieren bis zur PerfektionZu Beginn der Karriere kann euer Sportler noch gar nichts. Gut, den Ball trifft der Kerl oder auch die Frau, aber es fehl an Kraft und Präzision bei den Grundschlägen und dem Feinschliff, wenn es an die Spezialschläge geht. Die Fertigkeiten können über bronzene, silberne bis hin zu goldenen Sternen aufgewertet werden, um den Tennis-Crack dann am Ende auch für die großen Turniere wettbewerbsfähig zu machen. Und diese Investition in die Trainingseinheiten lohnt sich, wenngleich auf dem NDS wieder auf die Minispiele zurückgegriffen wurde. Andererseits ist das für ein Handheld auch ganz praktisch, schließlich wird dieses System oft als Pausenfüller genutzt und so ein Minispiel, bei dem zwei Glaskugeln mit Treffern von der Grundlinie über den Platz bugsiert werden müssen, ist schon nach 90 Sekunden vorbei. Insgesamt stehen zum Training und zum Zeitvertreib acht Minispiele auf dem Plan, die in drei Schwierigkeitsstufen absolviert werden können. Schafft ihr das anvisierte Ziel, dann gibt es drei Sterne, die ihr auf die sieben Fähigkeiten verteilen können. Nach dem fünften Bronze-Stern geht es dann mit Silber weiter, bis ihr die entsprechende Fertigkeit auf fünf goldene Sterne aufgewertet habt. Spätestens dann gehört ihr in dieser Kategorie zu den Top-Spielern und solltet im Konzert der Großen mitmischen können. |
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