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Test: MySims Kingdom

Die bunte Unterreihe der Sims geht in die zweite Runde. Hat die Welt darauf gewartet?
 MySims Kingdom
Die vermeintliche Animal Crossing-Alternative MySimsWeitere Infos geht in die zweite Runde und hat ein paar frische Minigames sowie sonstige spielerische Neuzugänge im Gepäck. Ob die Kingdom-Variante sich bei der Langzeitmotivation besser schlägt als der recht mittelmäßige Vorgänger muss leider trotzdem bezweifelt werden.

Unsere Stadt soll schöner werden, die Zweite

Wie im Erstling geht es grob gesagt darum, nette Leute kennenzulernen beziehungsweise eine heruntergekommene Stadt und die umliegenden Gegenden zu neuer Blüte zu führen. Den Spieler verschlägt es diesmal ins Reich von König Roland, der sich mit einem gemeinen Verbrecher herumplagen muss. Der Unbekannte lässt Dekorationen, Besitztümer, ja sogar ganze Gebäude, verschwinden, was der allgemeinen Lebensqualität natürlich nicht gerade zuträglich ist. Von einer Fernreise zurückgekehrt, muss sich die individuell benenn- und einkleidbare Hauptfigur, wahlweise Männlein oder Weiblein, nun daran machen, alles wieder auf Vordermann zu bringen. Gesteuert wird dabei entweder komplett per Stylus-Klick oder alternativ mit Steuerkreuz und Buttons.
Abhängig vom Tag- und Nachtwechsel bzw. bereits erledigten Aufträgen gilt es im Städtchen unter anderem diverse Minigames von schwankender Qualität zu bestreiten, um fürs Vorankommen notwendige Objekte oder aber fette Preisgelder abzustauben. So warten etwa sportliche Aktivitäten wie ein Tennismatch und Kajaktouren, eine Geisterjagd oder Reaktionstests wie das Verkaufen von Gemüse, wo für die ungeduldige Kundschaft möglichst schnell die gewünschten Feldfrüchte angetippt werden müssen. Keins der Spielchen ist sonderlich komplex geraten, sie bieten aber immerhin mehrere Schwierigkeitsgrade und bessere Belohnungen beim Erreichen neuer Highscores. Übers drahtlose Netzwerk kann man sie außerdem im Multiplayermode nutzen.

Nützliche Erfindungen

Ein weiteres Element ist das Verschönern der Umgebungen – eine Ladenbesitzerin wünscht sich z.B. sehnlichst ein paar bunte Blumen neben dem noch ziemlich trostlosen Geschäft. Beete, Straßenlaternen, Möbelstücke, Wohnhäuser und anderes Levelinventar kreiert man mithilfe des so genannten Synthesionators, der wiederum „Essenzen“ benötigt, welche die Hauptfigur per Extraktor aus den verschiedensten Gegenständen zieht. Das Gerät saugt je nach Objekt Materialien unterschiedlicher Symbole heraus, die man per Synthesionator zu mehr oder weniger nützlichen Ergebnissen mixt. Entweder man lässt die Zutaten automatisch kurz köcheln, oder schüttelt den Behälter per Stylus ordentlich durch. Je nach Art der Bewegung können so teilweise andere Sachen entstehen, die man auf dem Raster der Übersichtskarte platziert. Mit der Zeit lassen sich die Hilfsmittel noch aufwerten (die Batterie des Extraktors hält dann beispielsweise länger), insgesamt bleibt das ganze Unterfangen aber ein bisschen öde.

Trösten und pennen

Die Interaktion mit anderen Charakteren erfolgt wieder durch einfach Dialoge, bei denen man verschiedene, durch Gesichter dargestellte Reaktionen, auf die Aussagen des Gegenübers auswählt, um sich bei diesem beliebt zu machen. So kann man etwa verzweifelte Geschäftsleute ermutigen, deren Kundschaft durch die gegenwärtige Krise ausbleibt.
Einige Läden halten neue Klamotten für den Sim bereit oder verkaufen Einrichtungsgegenstände für die eigene, anfangs schmucklose Behausung. Eine tolle Wohnung wie bei den großen Seriengeschwistern darf man allerdings selbst dann nicht erwarten. Das Häuschen ist eher simpel gehalten und bietet kaum erwähnenswerte Funktionen. Im Bett kann eine Runde geschlummert werden, Ruhepausen sind aber eigentlich nicht nötig. Selbst nach Tagen ohne Schlaf kippt der Held noch nicht aus den Latschen. Die Nickerchen dienen so lediglich zum Aufladen des Extraktors und vor allem zur Überbrückung von Wartezeiten für bestimmte Ereignisse.
Ansonsten kann man sich auch noch mit angeln die Zeit vertreiben (die Funktionsweise wurde aus dem Vorgänger übernommen) oder auf die Suche nach entlaufenen Zootieren gehen und diese fotografieren.

Süß wie ein Bonbon und nicht sehr gehaltvoll

Grafisch ähnelt MySims Kingdom dem vorangegangenen Teil fast wie ein Ei dem anderen. Alles ist kindgerecht bunt und niedlich, die Figuren wackeln als großköpfige Gestalten durchs Bild und die Minigames bieten manchmal ganz vernünftige 3D-Elemente, jedoch in ziemlich karger Kulisse. Der Sound dudelt ähnlich süß und leider abwechslungsarm vor sich hin. Nach Selbstversuchen kann ich sagen: Wer den Ton ganz runterschraubt, verpasst eigentlich nix.
Screen 1
Der Extraktor im Einsatz
Screen 2
Wehe man drückt ihm das falsche Gemüse in die Hand...
Screen 3
Die Paddel bewegt man durch den Stylus
Screen 4
Schneeballschlacht

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MySims Kingdom

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