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Test: Ultimate Band

Muss Guitar Hero sich warm anziehen?
 
Den Bewohnern von Rockopolis liegt die Musik im Blut – und sie sind dementsprechend nicht so leicht zu beeindrucken was die Künste des aufstrebenden Nachwuchsstars betrifft, dessen Rolle man in Ultimate Band übernimmt. Auf den Bühnen diverser Clubs und sonstiger Locations macht man sich daran, die Herzen des kritischen Publikums zu erobern.

Nur der Ruhm zählt

Zu Beginn entscheidet man sich für eins von acht Alter Egos, die bis auf den Namen und die Frage nach Rechts- oder Linkshändigkeit nicht individualisiert werden dürfen. Fünf Schauplätze bilden den Mittelpunkt des recht einfach gestrickten Karriere-Modes, dessen einziges Ziel darin besteht, sämtliche Orte bzw. die dort befindlichen Leute für sich zu gewinnen. Solch nebensächliche Dinge wie Bares spielen dabei also keine Rolle.
Der Erfolg wird anhand einer „Mundpropaganda-Skala“ gemessen. Ist die Anzeige komplett voll, ist der Schauplatz abgeschlossen und ein neuer wird freigeschaltet.
Vor jeder Bühne stehen einige potenzielle Fans, die beim Antippen teilweise ihre Vorlieben für bestimmte Musikrichtungen und Instrumente preisgeben. Große Auswirkungen durch die Wahl des Krawallgeräts konnte ich in meinen Versuchen allerdings nicht eindeutig feststellen.
Auf den Brettern, die für Rockstars die Welt bedeuten, stehen jedenfalls vier mögliche Instrumente zum Punktesammeln bereit: Gleich drei verschiedenen Gitarren für Rhythmus-, Bass- und Lead-Part sowie das gute alte Schlagzeug, alle mit etwas anderer Handhabung. Anders als Konkurrent Guitar Hero On TourWeitere Infos kommt Ultimate Band dabei ohne spezielles Zubehör aus.
Stattdessen spielt man hauptsächlich mit dem Stylus. Beim Schlagzeug müssen die einzelnen Trommeln und Becken betätigt werden, sobald herabfallende Noten in deren Mitte landen.
Bei der Rhythmusgitarre gleiten Steuerkreuz-Symbole die Saiten hinab. Sobald sie die markierte Stelle erreichen, drückt man das Steuerkreuz in die eventuell angezeigte Richtung und schlägt durch Streichen über die Saiten die Akkorde an. Linkshänder verwenden stattdessen die vier Buchstabenbuttons für Richtungsbefehle. Per Wimmerhebel kann man die Töne zusätzlich modulieren.
Bass- und Lead-Gitarre funktionieren ähnlich, dort werden die Notenzeichen aber gezielt „gezupft“, indem man sie berührt. Das alles klappt überwiegend zuverlässig, nur selten sind kleine Aussetzer bei der Erkennung zu bemerken.

Tausendmal gehört

Dazwischen kann man übrigens so viele falsche oder überzählige Töne spielen, wie man lustig ist – Kombos unterbricht dieser Übereifer nicht. Hauptsache, der Einsatz stimmt auch, wenn es darauf ankommt. Derartige Großzügigkeit senkt den Schwierigkeitsgrad natürlich ein wenig. Drei Stufen mit steigender Notenzahl und Komplexität sorgen trotzdem für meist angemessene Herausforderungen.
Für jedes Konzert kommen drei Songs dazu, bis schließlich alle 15 Titel des Moduls verfügbar sind. Ja, mehr sind es leider nicht, was vor allem in Verbindung mit folgender Tatsache unangenehm auffällt: Die Bewunderungs-Anzeige füllt sich quälend langsam, praktisch millimeterweise, wodurch selbst bei perfekter Treffsicherheit zahlreiche Durchgänge benötigt werden, um das verwöhnte Publikum zufriedenzustellen. Selbst der schönste Song wird nach dem erzwungenen x-ten Absolvieren lästig. Wenn man dann auch noch ein paar Lieder nicht ausstehen kann, erscheint das Ganze umso abwechslungsärmer und ermüdender.
Also nix gegen die Songmischung – es sind durchaus feine Lieder darunter, wenn auch gecovert und ziemlich gekürzt -, aber größere Auswahl wäre wünschenswert.


Move Along bekannt gemacht durch: All American Rejects
Rock Lobster bekannt gemacht durch: B-52’s
First Date bekannt gemacht durch: Blink 182
Whip It bekannt gemacht durch: Devo
Take Over the Break is Over bekannt gemacht durch: Fall Out Boy
Hold On bekannt gemacht durch: Jonas Brothers
Our Time Now bekannt gemacht durch: Plain White T’s
Just What I Needed bekannt gemacht durch: The Cars
All Day and All of the Night bekannt gemacht durch: The Kinks
Steady As She Goes bekannt gemacht durch: The Raconteurs
My Generation bekannt gemacht durch: The Who
All Star bekannt gemacht durch: Our Time Now
Call Me bekannt gemacht durch: Blondie
Jenny Was a Friend of Mine bekannt gemacht durch: The Killers
in the Afternoon bekannt gemacht durch: Panic! At The Disco


Eifrige Idole werden von ihren Fans belohnt. Plüschtiere und Unterwäsche fliegen zwar nicht aufs Parkett, man erhält aber neue Instrumenten-Modelle und allerhand Hilfsmittel für das Tonstudio, eine weitere Besonderheit des Spiels. Unterstützt von mehreren voreingestellten Genres, Hintergrund-Loops und fertigen Akkorden können Kreative eigene Stücke aufnehmen und bis zu zwölf davon speichern. Gesellige Schöpfer dürfen sich dort sogar zusammen mit anderen DS-Besitzern austoben, wie so oft benötigt aber jeder Teilnehmer ein eigenes Exemplar des Spiels. Das gilt auch für den „normalen“ Multiplayermode.
Screen 1
Die transparenten Symbole sind Füllnoten, die nicht gespielt werden müssen
Screen 2
Schickes Gitarrenmodell
Screen 3
Nicht alle Noten sind mit Richtungen markiert
Screen 4
Rockopolis

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