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Test: BLEACH: Dark Souls

Beat' em Up Fans, die noch nichts von der Serie kennen, sollten hier mal einen Blick riskieren
 BLEACH: Dark Souls
Animefans wird die zumindest in Japan und Amerika äußerst erfolgreiche Schwertkampf-Serie ein Begriff sein. In Deutschland leider noch nicht so bekannt, hadern die Fernsehsender vermutlich noch mit der vergleichsweise hohen Brutalität des Originals, so können wir hierzulande nur auf eine mit Sicherheit stark geschnittene Fassung warten. Sega ist da schon ein bisschen schneller, denn derweil kommt bereits der zweite Beat’em up Ableger auf den Handheld. Der erste Teil konnte bereits mit ordentlichem Gameplay überzeugen, setzt Dark Souls da noch einen drauf?

Wo die Schwerter sprechen

Wer Protagonist Ichigo noch nicht kennt, sollte wissen, dass sich seine Welt um sogenannte Shinigami dreht, mystische Ninja-Krieger, die sich zur Aufgabe setzten, die Menschheit vor den monströsen Hollows zu beschützen und das Gleichgewicht der Welten zu wahren. Auch Ichigo wandelt sich eines Tages mehr durch einen Zufall vom anständigen Highschool-Schüler zum schwertschwingenden Deathgod und erlebt fortan zahlreiche Abenteuer.
Dark Souls bringt uns Spielern das Herzstück der erfolgreichen Manga- und Animeserie näher: Das Waffenduell. In der Serie zelebriert, kann auch die DS-Umsetzung mit zahlreichen Finessen aufwarten. Doch bevor es in den Kampf geht, können wir uns für einen der verschiedenen Spielmodi entscheiden. Zur Auswahl stehen unter anderem Storymodus, Arcade oder Training. Besonders spaßig ist aber der Teamkampf, wobei wir insgesamt zu viert kämpfen und ein Computer unseren Partner übernimmt.
Die Geschichte ist jedoch leider eine andere als in der Serie und wirkt nicht wirklich fesselnd. Macht aber nichts, bei einem Beat’em Up kommt es vielmehr auf das Gameplay an und da trumpft Dark Souls mit insgesamt 44 unterschiedlichen, teils skurrilen Charakteren samt individueller Angriffe auf – eine stattliche Zahl.

Baaaankaai

Doch nicht nur Masse ist wichtig, sondern vor allem Klasse. Und hier bietet das Spiel ein überraschend komplexes Kampfsystem. Jeder Charakter beherrscht zahlreiche Angriffe und Spezialfähigkeiten. Die Spieler bedienen sich zusätzlicher Schläge sowohl am Boden als auch in der Luft, blockieren auch in der Luft gegnerische Angriffe, führen Doppelsprünge aus, warpen sich hin und her, sprinten oder wechseln per Tastendruck die Kampfebene. Das Gameplay ist äußerst rasant, bietet aber dennoch ausreichend Kontrolle über unsere Bewegungen. Krönender Höhepunkt sind etwaige Bankai-Angriffe, besonders starke und spektakulär in Szene gesetzte Attacken, die sich übrigens auch über den unteren Bildschirm per Stylus aktivieren lassen. In dem Extra-Bild können wir aber zusätzlich noch mit Eigenschaften belegte Karten einsetzen, die dann für kurze Zeit entweder uns kleine Vorteile oder dem Gegner Nachteile wie Sprungverbot oder weniger Schaden verleihen. Der Einsatz der Karten wirkt im ohnehin bereits hektischen Kampf jedoch etwas überfordernd, gerade für Anfänger. Gleiches gilt auch für das Kampfsystem selbst. Um diverse Angriffe auszuführen, braucht es nicht viel Übung, umso mehr aber um diese dann sinnvoll miteinander zu verbinden. Für Anfänger bietet das Spiel daher auch reichhaltige Tutorials, die es leider zu Beginn des Spiels durchzuarbeiten gilt. Ohne Lernaufwand sehen wir sonst bald blass gegen die KI-Gegner aus, denn der Schwierigkeitsgrad steigt auch in diesem Teil exponentiell. Das Balancing zwischen den Hauptcharakteren wurde zum Vorgänger aber noch mal deutlich verbessert, so dass keine Figur zu stark erscheint.
Gesteuert wird grundsätzlich mit den klassischen Tasten, wobei sich Fähigkeiten per bekannten Bewegungen wie etwa dem Viertelkreis ausführen lassen.

Helle Seele

Besonders erfreulich bei Dark Souls ist die Multiplayer-Möglichkeit. Online können wir gegen die ganze Welt antreten, während eine Version des Spiels schon reicht, um gegen einen lokalen Freund zu kämpfen und auch im Mehrspieler lassen sich Teamkämpfe bestreiten.
Bei der Präsentation hat sich nur wenig im Vergleich zum Vorgänger geändert, jedoch war der schon grafisch ordentlich umgesetzt. So auch Dark Souls, wobei die Spezialangriffe noch mal einen Tick spektakulärer in Szene gesetzt wurden. Die Figuren sind dazu meist weich animiert und authentisch zur Serie umgesetzt. Lediglich die Hintergründe erscheinen etwas zu trist und hätten durchaus abwechslungsreicher ausfallen dürfen.
Beim Sound gibt’s wenig zu meckern, sämtliche Figuren kommen mit englischer Sprachausgabe aber leider auch mit nicht lokalisierten Texten. Die Hintergrundmusik wurde serientypisch rasant gehalten, drängt sich jedoch nie auf.

Screen 1
Mit bis zu 4 Spielern gleichzeitig kommt doch etwas Hektik auf
Screen 2
Fast sämtliche bekannten Charaktere der Serie sind vertreten
Screen 3
Der Schein trügt: Der Typ mit den 2 Schwertern ist nicht unbedingt im Vorteil
Screen 4
Die Angriffsanimationen sind meist spektakulär

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BLEACH: Dark Souls

Packshot
Beat´em Up
von Sega
USK-Freigabe ab 12 Jahren
NDSMärz 2009

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