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Test: Sherlock Holmes und das Geheimnis der Mumie
Sherlock auf der Suche nach dem SpielspaßSherlock Holmes hat schon einige Abenteuer auf dem PC erlebt, darunter waren gute (Das Geheimnis des silbernen Ohrrings ), aber auch weniger gute (Sherlock Holmes jagt Arsene Lupin ). Auf dem DS ist der berühmte Detektiv nun dem Geheimnis der Mumie auf der Spur, das auf dem Rechenknecht schon schlecht gelüftet wurde. Macht ein Remake das Geheimnis spannender?Sherlock ist SingleEin verlassenes Herrenhaus, dessen Besitzer, ein bekannter Ägyptologe, seit sechs Monaten spurlos verschwunden ist und eine umher geisternde Mumie sorgen bei Sherlock für reichlich Kopfzerbrechen. Der wackere Detektiv soll das Geheimnis um die mysteriösen Umstände lüften, was sich allerdings als schwere Aufgabe erweist.Unzählige Rätsel gilt es zu meistern, welche den klugen Kopf bis ans Äußerste treiben. Das Spielgeschehen bestreitet Sherlock Holmes komplett alleine, nicht einmal sein Gefährte Dr. Watson steht ihm diesmal bei. Somit ist der Ermittler aus der Baker Street im großen Herrenhaus komplett auf sich alleine gestellt, lediglich Indizien helfen ihm den Fall zu lösen. Keine StorySobald man das Herrenhaus betreten hat, endet quasi die Geschichte rund um den verschollenen Besitzer. Hin und wieder findet man mal ein Schriftstück, auf dem geschrieben steht, was wohl passiert sein könnte, aber eine richtige Story gibt es nicht. Eine Interaktion mit Personen findet ebenfalls nicht statt, was der Atmosphäre nicht gerade zu Gute kommt.Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar bei der gebotenen Rätselkost, denn diese ist beachtlich aber leider auch nicht mehr. Man stößt auf eine Vielzahl von Rätseln die schlicht und ergreifend langweilig sind. Diese gilt es aus einer 1st-Person-Ansicht a la Myst zu lösen. Mit Hilfe des Stylus wird eine 360°-Sicht ermöglicht, die jedoch viel zu sensibel reagiert und deren Empfindlichkeit nicht einstellbar ist. Je nach Aktion verwandelt sich der Cursor. Kann man sich z.B. ein Bild weiterbewegen, erscheint ein Zeigefinger. Interessante Objekte landen im Inventar, das man auf dem oberen Bildschirm sieht. Untereinander kann man die Dinge nicht verwenden. Es gilt meistens die eingesackten Gegenstände an die richtige Stelle zu transportieren und einzusetzen.Was jetzt?Das Spielprinzip klingt simpel, ist es aber nicht. Man weiß so gut wie nie, was als nächstes zu tun ist, was daran liegt, dass der gute Sherlock keinerlei Tipps von sich gibt. Beispielsweise gilt es in einer Bibliothek Bücher nach Farben zu sortieren. Versucht man einen falschen Wälzer ins Regal zu stellen (oder irgendeinen anderen Gegenstand), kommt lediglich der Kommentar „Ich brauche etwas Anderes“ und das immer und immer wieder. An anderer Stelle gilt es langweilige Buchstaben- oder Zahlenkombinationsrätsel zu knacken. Gut gelungen sind die ganz wenigen Aufgaben, die auf die Hardware des DS zugeschnitten sind, indem man z.B. den DS zuklappen muss, um eine Rätsel zu lösen.Wäre die Hinweisfunktion nicht integriert, die pro Raum jede Menge Tipps bereit hält, hätte man kaum eine Chance – außer durch wirres Rumprobieren – auf den Sinn und die Lösung vieler Kopfnüsse zu kommen. Das Ergebnis eines gelösten Rätsel ist übrigens fast immer eine geöffnete Tür. PixelhuntingDie Grafik ist letztendlich der Todesstoß für Sherlock auf dem DS. Die pixeligen Räume müssen genauestens abgesucht werden. Da keine Hot-Spot-Funktion integriert wurde, wühlt man sich geradezu durch den matschigen Texturbrei. Hin und wieder wird die Langeweile durch ruckelige Rendersequenzen unterbrochen, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Beispielsweise torkelt eine Mumie zur Tür herein, stöhnt ein wenig und verschwindet darauf wieder. Holmes scheint weder erschrocken, noch erstaunt zu sein und geht seiner Arbeit ganz normal weiter nach, als wäre nichts gewesen. Wenn ich eine lebendige einbalsamierte Leiche sehen würde, wäre ich ganz sicher nicht so lässig, aber na ja, der Detektiv ist halt ne verdammt coole Sau.Auf dem Papier liest es sich schön, wenn auf dem DS ein Spiel komplett vertont ist. Sherlock spricht jeden seiner sinnlosen Sätze auf Englisch mit deutschem Untertitel und das so, als ob ihm jemand die Nase zu halten würde. Die sich ständig wiederholende Musik geht einem nach kurzer Zeit auf die Nerven, so dass man nur allzu gerne den Ton abstellt. |
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