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Test: Marvel: Ultimate Alliance 2
Waschechte Handhelden?Auch auf dem Handheld tummeln sich die Superhelden. Dort nur in abgespeckter Form oder mit klugen Modifikationen?Die große KoalitionWer die Marvel-Comics kennt, dem wird diese Geschichte bekannt vorkommen. Es bahnt sich eine Revolution an, denn angesichts der riesigen Zahl an Mutanten und Superhelden, kommt die amerikanische Regierung zu dem Schluss, dass sich doch bitte alle Marvel-Charaktere registrieren mögen, was einer Aufgabe ihrer versteckten Identität gleichkommt. Doch nicht alle Betroffenen finden die Idee schlecht, Tony Stark aka Iron Man, der bereits seine Identität preis gab ist sogar dafür und mit ihm noch einige andere. Im Gegenzug scharrt Captain America seine Anhänger um sich, um eine Rebellion zu gründen. Es kommt wie es kommen muss, in Ultimate Alliance 2 werden wir nicht nur Superschurken einheizen, sondern einen ungewohnten Spielanteil damit verbringen uns zunächst für eine der Seiten zu entscheiden und daraufhin die andere zu bekämpfen. Im Comic über mehrere Jahre erzählt, erhält der Spieler leider nur einige Anrisse des Konfliktpotenials. Stattdessen wendet sich die Geschichte später dann doch hin zu einem belanglosen Bösewicht, der das derzeitige Chaos ausnutzt um heimlich seine Privatarmee aufzubauen, die wir dann natürlich bekämpfen müssen.Ähnlich wie auf der Konsole hat auch die DS-Umsetzung diverse Plotlöcher und Hänger, was sowohl Fans als auch Einsteiger bitter aufstoßen wird. Die Masse macht's nicht immerUltimate Alliance 2 ist ein ausgebauter Brawler. Das bedeutet, dass es zum Fortschreiten in einer Mission nötig ist, eine immense Gegnerschar zu verhauen. Die unterscheiden sich in einfaches Fallobst in Form von Soldaten bis hin zu mächtigen Kampfrobotern und Bossen. Insgesamt ist die Gegnerabwechslung aber dennoch zu niedrig, vor allem gen Ende wird das Kämpfen mehr zum lästigen Beiwerk um in der Story voranzukommen. Vor allem die unzähligen Bosse gleichen sich mit der Zeit immer mehr. Auch bei den Missionen erleben wir nicht viel Abwechslung, meist geht es nur darum eine Festung zu stürmen oder anderen Helden zu helfen. Da ist es auch nicht so dramatisch, dass wir in gut zehn Stunden durch sind, für viel mehr fehlt eh die Motivation.Auch auf dem DS steigen unsere Helden nach und nach Level auf und können Fertigkeitspunkte verteilen. Viele Möglichkeiten zur Charakterentwicklung haben wir aber auch hier nicht. Dafür mangelt es zumindest quantitativ nicht an Sonstigem: Insgesamt 15 Helden stehen zur Auswahl um unsere vierköpfige Gruppe zu füllen und mit ihr dann anschließend die Missionen anzugehen. Mit dazu gehören bekannte Helden wie Spiderman oder Ironman, aber auch die zwei DS-exklusiven eher unbekannteren Charaktere She Hulk und Sentry. Jeder von ihnen hat eigene Angriffe und Spezialfertigkeiten, kann jedoch nicht wie in der Konsolenfassung Teamangriffe vollführen. Die DS Version bietet insgesamt auch noch weniger Individualität als der große Bruder: Jeder Charakter spielt sich bis auf visuelle Effekte nahezu gleich, was darin resultiert, dass die Klopperei deutlich monotoner ausfällt. Die Steuerung der DS-Version ist dabei sehr knopflastig, alle Aktionen lassen sich mit den Buttons steuern, alternativ können wir Spezialangriffe aber auch per Touchpad ausführen. Dumm und dümmerUnsere KI-Kollegen stellen sich auf dem DS zuweilen noch dämlicher an als auf der Konsole, ständig bleiben sie an Ecken hängen oder schlagen ziellos in die Luft.Grundsätzlich ist es so, dass wir den Hauptteil der Gegner verdreschen, unsere Teamkollegen sind mehr oder weniger Statisten. Die Situation ändert sich allerdings, sobald menschliche Mitspieler die Kontrolle übernehmen. So ist es möglich, das komplette Spiel mit drei Freunden lokal oder online zu bestreiten, was allerdings kaum mehr Spielspaß bringt, denn an der Monotonität der Kämpfe ändert sich kaum etwas. Zudem hat die DS-Version wesentlich mehr mit der Framerate zu kämpfen als mit diversen Gegnern. Die Polygongrafik macht ohnehin nicht wirklich einen guten Eindruck, aber ständige Ruckelpartien vermiesen das Abenteuer. Hinzu kommt auch hier ein Kameraproblem, diese ist nämlich immer viel zu nah am Geschehen, was Übersicht kostet. Der Sound ist recht unspektakulär, manchmal setzen Angriffsgeräusche sogar ganz aus. Und auch beim Handheld muss der Spieler auf deutsche Lokalisierung verzichten. |
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