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Test: Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
Wintersport mit den einstigen Rivalen - das macht auch im Herbst schon Spaß!
Der olympische Frieden wird schon vor Beginn der Winterspiele in Vancouver gestört – Marios respektive Sonics Erzfeinde machen Stunk. Bowser und Eggman planen ein eigenes Sportfest, kidnappen die putzigen Schneegeister, und wenn es nicht bald wieder schneit, kann man die rechtmäßige Veranstaltung abblasen. Aber zum Glück machen die einstigen Rivalen aus dem Nintendo- sowie SEGA-Lager in den letzten Jahren bekanntlich auch mal gemeinsame Sache... Ab ins WinterwunderlandObige Situation ist die Ausgangslage für die „Abenteuertour“ des neuen Mario & Sonic-Titels. Mit einer wachsenden Zahl von Mitstreitern (und damit auch möglichen spielbaren Sportlern mit individuellen Werten für Schnelligkeit, Geschick und Co., was aber letztendlich kaum ins Gewicht fällt) bereist man verschiedene niedliche Orte, kommt mit den Bewohnern ins Gespräch, erkämpft sich Zubehör wie Schlittschuhe für weitere Disziplinen und erledigt vor allem jede Menge Wettbewerbe plus Minigames.Das im Großen und Ganzen unterhaltsame Abenteuer weist durch mehrmaliges Abklappern der Orte ein paar Längen auf, und eine sonderlich spannende Handlung darf man hier natürlich nicht erwarten, durch diesen Modus hat das verschneite Sportfest aber immerhin deutlich mehr zu bieten als die meisten vergleichbaren Minigame-Sammlungen, wenn es mal wieder an willigen Mitspielern mangelt. Davon abgesehen lassen sich mit der Zeit ein paar zusätzliche Aktivitäten und interessante Winterspiel-Fakten freischalten. Kleine Trainingseinheiten werden in den bereits erledigten Veranstaltungen des Abenteuers oder alternativ in einzeln anwählbaren Disziplinen absolviert, um fit für die nächste Multiplayer-Partie – wie so oft das Highlight des Spiels – zu sein. Bis zu vier Teilnehmer wetteifern hier um die Krone des Schneekönigs, erfreulicherweise reicht sogar ein Modul (dann aber wie üblich mit etwas abgespecktem Funktionsumfang). Neben Einzelmatches und Events über mehrere Runden wären noch die drei Partygames zu erwähnen, die zufällig ausgewählte Disziplinen mit einem gewissen Glücksfaktor kombinieren. So zockt man etwa eine Partie Quartett, bei der die Verlierer der Sport-Abschnitte ihr Blatt aufdecken müssen, während die Sieger Karten zum Tauschen aussuchen. Ski und Rodel gutSo, genug zu den Modi, widmen wir uns endlich den Disziplinen. Da wären zum einen die regulären olympischen Veranstaltungen, zum anderen so genannte „Traumdisziplinen“ mit ähnlichen Grundlagen, aber z.B. einem Schuss Nintendo- oder SEGA-Power in Form von Raketenantrieb für kilometerweite Skisprünge oder Bossgegnern, die man beim Eiskunstlauf durch Rhythmusgefühl in Grund und Boden tanzt.Kleine Videos und Texte erklären Anfängern auf Wunsch sämtliche Steuerungskniffe der einzelnen Disziplinen bzw. liefern ein paar Tipps für Fortgeschrittene. Zudem werden die erforderlichen Button-Befehle oder Stiftbewegungen während der Durchgänge auch immer wieder eingeblendet. Die Handhabung ist je nach Sportgerät und Situation teils recht unterschiedlich, meist aber gut an die Knöpfe und den Touchpen angepasst. So legt man mit etwas Übung per Stylus elegante Schwünge auf der Buckelpiste hin oder schlängelt sich beim Riesenslalom durch die Tore, beweist Treffsicherheit am Biathlon-Schießstand, brettert dank Steuerkreuz beim Bob-Rennen auf der Ideallinie durch die Röhre, legt sich beim Eisschnelllauf mit den Schultertasten in die Kurve, oder schwingt durch schnelles Knopf-Drücken auf der Langlaufstrecke die Skistöcke. Beim Eiskunstlauf zu schöner klassischer Musik müssen unter anderem elegant die vorgegebenen Bahnen nachgezogen, Pirouetten gedreht und durch Striche in die angezeigte Richtung Sprünge ausgeführt werden. Mannschaftssportler bearbeiten geschickt reibend die Curling-Bahn oder feuern den Puck ins gegnerische Eishockeytor. Sogar eine Panzerschlacht mit Schneekanonen kann man sich liefern. Hier dürfte eigentlich für jeden was dabei sein, zumal durch die erwähnten Traumdisziplinen noch einige Variationen dazukommen. Rekord-Durchgänge lassen sich als Geist-Daten speichern und sogar an andere Spieler weitergeben. Freund und Feind, sportlich vereintÜber 20 Charaktere aus Marios und Sonics jeweiligem Gefolge bzw. Feindeslager warten auf ihren Einsatz, darunter beliebte Stars wie Yoshi, Tails, Wario und Donkey Kong. Sie flitzen hübsch animiert über den Bildschirm und geben gelegentlich typische Laute von sich, eine durchgehende Sprachausgabe gibt es allerdings nicht. Die komplett in 3D gehaltenen Umgebungen wirken teilweise ein wenig zu kantig und schlicht, angesichts der Hardware und der abwechslungsreichen Disziplinen sind kleine Grafikschwächen aber gut zu verschmerzen – bei so viel Action kann man sich sowieso nicht auf alle Details konzentrieren. Außer den Liedern beim Eiskunstlauf und ein paar Mario-Melodien dudelt der Soundtrack ebenfalls eher unauffällig, doch grundsolide vor sich hin. |
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