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Test: Metropolis Crimes

Professor Layton bekommt Konkurrenz. Stürzt Detektiv Red Johnson ihn vom Rätselthron?
 Metropolis Crimes
Knobel- und Rätselspiele sind nicht erst seit Professor LaytonWeitere Infos total im Trend. Metropolis Crimes aus dem Hause Ubisoft geht in eine ähnliche Richtung, aber ohne die Klasse des Professors und seines Gefährten Luke zu erreichen.

4x Mord und Totschlag

Detektiv Red Johnson ist der Hauptdarsteller von Metropolis Crimes und er gerät jedes Mal eher zufällig an die Tatorte. In einem Fall will er nur einen Freund besuchen, der ihn dann leider nur noch stillschweigend begrüßt, erdrosselt mit einem Schal. Ein anderer Fall beginnt mit der Suche nach einem Vermissten in einem Theater. Der Verschollene findet sich unter einer Säule, die ihn wohl erschlagen hat. Verdächtige tummeln sich stets am Ort des Geschehens und eins ist klar: Unfälle gibt es in der Welt von Red Johnson nicht. Leider gerät er des Öfteren selbst in Verdacht, denn die Polizei von Metropolis ist nicht sonderlich gut auf Privatdetektive zu sprechen.

Gebärdensprache

Vier Fälle gilt es zu knacken, die ohne großen Zusammenhang stehen. So ziemlich die komplette Steuerung läuft über den Stylus und so auch die Verhöre mit den Verdächtigen. Statt einfach nur Antworten oder Fragen auszuwählen, gilt es Symbole nachzuzeichnen, die vor dem Satz abgebildet sind.
Befragungen machen aber nur einen Teil der Ermittlungen aus. Viel wichtiger die genaue Untersuchung der Tatorte. Zeichnet man auf der Location einen Kreis, wird der Cursor zur Lupe. Fährt man mit dieser über den Ort des Geschehens, stößt man früher oder später auf ein Puzzlesymbol. Das Zeichen weist auf Rätsel hin, deren Schwierigkeitsgrade enorm schwanken. Mal liegt die Lösung gleich auf der Hand, ein anderes Mal fragt man sich, was die Entwickler sich dabei wohl gedacht haben …

Handy an, Rätsel gelöst

Da wären z.B. zwei Rätsel bei denen Mobiltelefone eine Rolle spielen. Bei einem reicht es, dieses anzuschalten und drei SMS zu lesen, bei der anderen Knobelei gilt zuvor den vierstelligen Pin zu knacken, was sich deutlich schwieriger gestaltet. Kommt man mal nicht auf das erwünschte Ergebnis, besteht die Möglichkeit einen Informanten zu fragen, der einen Hinweis auf Lager hat. Diesen Tipp kann man sich aber in den meisten Fällen getrost schenken, denn was die Kontaktperson zu sagen hat, kann man sich eh schon denken.
In vielen Rätseln gilt es die Realität mit dem Stylus nachzuahmen. Beispielsweise muss man regelmäßig diverse Gehäuse auf- oder zuschrauben und das indem man mit dem Stift Kreise zeichnet. Klingt in der Theorie ganz simpel, scheitert in der Realität aber ganz oft an der Erkennung der Eingabe. Das ist auch gleich der größte Kritikpunkt. Es nervt halt ohne Ende wie wild Kreise zu ziehen, ohne ein Ergebnis zu erzielen, obwohl man genau weiß, dass die Aktion richtig ist.

Scheitern ohne Gnade

Viele Rätsel bestehen aus mehreren Abschnitten, scheitert man bei einer Aktion, muss die Aufgabe komplett nochmal angegangen werden. Häufig kommt es vor, dass man gar nicht weiß, woran man eigentlich gescheitert ist. Da wären z.B. einige Zeitungsausschnitte, die man lesen muss, um danach einige Fragen zu beantworten. Diese löst man in einer Reihenfolge. Ist eine Antwort falsch, scheitert man. Leider wird einem nicht gesagt welche Antwort falsch war, so dass man immer mal wieder im Dunkeln tappt.
Zwischendurch mal abspeichern lässt das Spiel nicht zu. Stattdessen speichert Metropolis Crimes erst nach umfangreicheren Abschnitten automatisch. Also einfach locker mal ein Rätsel lösen ist nicht angesagt. Dafür sahnt man jedoch die Höchtpunktzahl- und Note ab, wenn man ein Problem ein zweites Mal angeht. Hat man am Ende eines Falles genügend belastendes Material gesammelt, folgt die letzte Befragung des Verdächtigen zum kompletten Tathergang, was zu guter Letzt zu einer Gesamtbewertung des Falles führt. Spielerischen Nutzen haben die Bewertungen nicht.

Film-Noir-Stil

Optisch ist das Spiel mit einer Zeichentrickgrafik hinterlegt, die immer einen Hauch Film Noir versprüht. Da wären z.B. Männer im Trenchcoat oder die typischen unbekannten Schönheiten. Die Locations sind detailreich gezeichnet und können sich sehen lassen. Die Charaktere sehen ebenfalls ordentlich aus. Über die teils arg übertriebenen und überzeichneten emotionalen Ausbrüche, die einige Protagonisten überkommt, lässt sich sicherlich streiten.
Sprachausgabe gibt es nicht zu hören. Alle Texte wollen gelesen werden. Für die Ohren gibt es lediglich einen unauffälligen Soundtrack, der im Hintergrund dudelt.
Screen 1
Man kann entweder etwas benutzen oder sich näher anschauen
Screen 2
Die Schauplätze sind stimmig
Screen 3
Der Informant weiß gar nichts
Screen 4
Ein Puzzleteil weist auf ein Rätsel hin

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Metropolis Crimes

Packshot
Denkspiel
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 6 Jahren
NDSOktober 2009

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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News zum Spiel

03.09.09
NDS
Metropolis Crimes: Neues Detektivspiel für den DS angekündigt

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