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Test: Star Wars Battlefront: Elite Squadron

Krieg der Sterne aus der Sicht eines Klonkriegers – ein spannendes Abenteuer?
 
Inmitten der Klonkriege kämpfen die Klonbrüder X1 und X2 Seite an Seite. Doch mit Kanzler Palpatines Weisung, alle Jedi zu töten, geraten die beiden Klone in einen Gewissenskonflikt, X1 schließt sich dem Imperium an, der von Spielerhand gesteuerte X2 den Rebellen. Die Klonkriege, der Aufstieg des Imperators und der Kampf gegen den Todesstern sind nur einige der bekannten Ereignisse aus den Episoden I bis VI, die man aus der Sicht des unbekannten Helden neu erleben darf. Natürlich kommen dabei auch Begegnungen mit alten Bekannten wie Luke Skywalker, Obi-Wan und Boba Fett nicht zu kurz.

Der Angriff der Klonbrüder

Auffallend ist zunächst einmal die Top-Down-Perspektive. Bei den Kameraeinstellungen kann man nur zwischen „etwas weiter weg“ und „etwas näher dran“ wählen. So bahnt man sich seinen Weg durch schlauchförmige Levels, lädt hin und wieder die Gesundheit an einer von etlichen Bacta-Stationen auf und ballert eine Welle Gegner nach der anderen nieder. Geballert wird also sehr viel, gesprungen oder geklettert hingegen überhaupt nicht. Die Zielautomatik ist zweifellos sehr hilfreich, wegen gelegentlicher Aussetzer muss man jedoch manche Gegner mehrmals mit L anvisieren. Das Radar auf dem unteren Schirm ersetzt zwar keine Karte, verschafft aber einen Überblick über die Positionen von Verbündeten, Feinden, Munitionsdepots und Bacta-Stationen. Der Touchpen spielt steuerungstechnisch so gut wie keine Rolle.

Von Minigun bis Sprengbomben

An bestimmten Stationen kann man die Kämpferklasse wechseln. Insgesamt vier Klassen mit jeweils drei Waffen stehen nach und nach zur Verfügung. Die Standardausrüstung besteht zum Beispiel aus Blaster, Schrotflinte und Thermaldetonatoren. Am besten scheint jedoch der Spion mit seinen zwei schnell feuernden Laserpistolen zu sein, zumal er auch feindliche Geschütztürme zu seinen Gunsten umprogrammieren kann. Allerdings sind auch die anderen Klassen manchmal gefragt. Zum Beispiel kann nur der Techniker beschädigte Schaltkonsolen reparieren. Später kommen auch Laserschwerter ins Spiel.

Wenn der Weltraum zur Scheibe wird

Abseits der Gefechte mit Kampfdroiden und Sturmtruppen steht auch so manche Gleiterfahrt auf dem Programm. Im Grunde ist da jedoch kaum mehr zu tun, als ein paar Felsen und Tie Fighter-Salven auszuweichen, während man durch einen voll kanalisierten Canyon oder Wald rast. Derweil muss man sich bei den Raumschlachten erst mal daran gewöhnen, dass sich die Jäger nicht frei im Raum, sondern genau wie die Gleiter am Boden nur in einer horizontalen 2D-Ebene bewegen können. So muss man nur nach links und rechts lenken, gegnerische Jäger abschießen und gelegentlich Seitwärtsrollen vollführen, um feindliche Raketentreffer zu verhindern. Nur vereinzelt kommt mal etwas Abwechslung in die Dogfights, wenn zum Beispiel die Geschütze eines Sternenzerstörers zerstört oder ein paar Satelliten aus dem Raum gefischt werden sollen.

Nur was für Bettler an der Front: Multiplayer-Modus

Die Missionsziele ändern wenig daran, dass bald Langeweile aufkommt. Denn meistens müssen nur Gegner besiegt oder Orte “gefunden” werden, die ohnehin auf der linearen Reiseroute liegen. Der Wiederspielwert des bis zu siebenstündigen Abenteuers ist also gering.
Neben der nicht allzu schweren Kampagne gibt es auch noch drei weitere Modi, in denen man entweder per WiFi-Connection gegen bis zu drei Freunde oder KI-Bots ins Gefecht ziehen kann. Der Heldenmodus ist ein simpler Lichtschwertkampf mit acht spielbaren Charakteren von Luke bis Vader. Free for All und Team-Spiel hingegen sind Mehrfach-Veranstaltungen, in denen man für sich selbst oder sein Team Basen erobern, Droiden eskortieren und Raumschlachten austragen muss. Insgesamt sind die Multiplayer-Modi aber nicht mehr als eine nette Beigabe auf Minispiel-Niveau.

Wookie oder Ewok? Das ist hier die Frage ...

Nintendos Zwerg ist natürlich nicht gerade die optimale Plattform für komlexe 3D-Grafiken. Während bei den großen AT-ATs und Sternenzerstörern notgedrungen viele Details gestrichen werden mussten, hat man die kleinen Jäger meistens schon abgeschossen, bevor diese aus dem Pixelbreizustand heraus sind. Auch die Figuren sind relativ winzig. Zwar lassen sich noch Kampfdroiden von imperialen Soldaten unterscheiden; zu erkennen, ob ein “braunes Viech” nun ein Wookie oder ein Ewok sein soll, fällt allerdings schon schwerer … Trotz einfacher Texturen und Effekte ist bei hohem Gegneraufkommen und Explosionen gelegentlich mit Slowdowns zu rechnen.
Während die bekannten Star Wars-Stücke nur in einer gekürzten und klanglich vereinfachten Form zu hören sind, klingen manche Soundeffekte wie das markante “Entenschnattern” der Tie Fighter-Kanonen für DS-Verhältnisse gar nicht mal schlecht. Sprachausgabe gibt es zwar nicht, außer vielleicht mal einem Ewokquieken im Walde, immerhin sind die Textboxen aber auf deutsch.
Screen 1
Blöd: Der X-Wing kann nur nach links und rechts lenken
Screen 2
Hier ist ein Bosskampf im Gange
Screen 3
Verbündete NPCs sind grün, Gegner rot
Screen 4
Auf Tattooine kämpfen die Klonbrüder noch gemeinsam
Screen 5
Ob in der Grube wohl ein Häschen schlummert?
Screen 6
Besonders am oberen Rand wirken Figuren undetailliert

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Star Wars Battlefront: Elite Squadron

Packshot
Action
von Activision
USK-Freigabe ab 12 Jahren
NDSNovember 2009

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