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Was für die NextGen-Konsolen gut ist, kann für ein Handheld nicht schlecht sein – wenn man es passabel portiert, das ist ja immer die Hauptsache. Die Stärken des einzelnen Systems sind wichtig, wenn man auch für die mobilen Geräte Spaß verkaufen will. Mit Smackdown vs Raw 2010 gibt es die Variante für den NDS, die Spielspaß und das Wrestling-Geschehen vermitteln soll. Gut, es sind dann keine Zell-, sondern Pixelhaufen, aber das sind Feinheiten, die einen gestandenen Kerl beim Wrestling nicht aus dem Konzept bringen sollten – oder doch? Wirf doch den Stylus wegVergleiche zum großen Bruder auf der Xbox oder der PS3 brauchen gar nicht erst angestellt werden, dazu sind die Systeme zu unterschiedlich. Das beginnt schon bei der Steuerung, wenn der NDS seinen Stylus einsetzt – in diesem Jahr ist das allerdings anders. Zwar kann in den Menüs der Stick eingesetzt werden, im Kampf selbst kommen hingegen nur noch das Digikreuz und die Buttons zum Einsatz. Grundsätzlich ist das lobenswert, ein Kampfspiel lebt von der schnellen Umsetzung im Gameplay und tatsächlich kommt das der Spielbarkeit des Titels auch zugute. Zumindest vordergründig, denn SVR spielt sich auf dem NDS zäh, die Kämpfe sind zermürbend, dauern teilweise ähnlich lange wie an den NextGen-Konsolen. Dazu kommt, dass es keine Möglichkeit gibt, den Schwierigkeitsgrad zu ändern – für Einsteiger ist das ein hartes Brot, zumal es auch kein Tutorial gibt, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Zwar ist in den Einzelkämpfen eine Einstellung möglich, aber nicht im Story-Modus. Im Kampf selbst mutiert die gut gemeinte Steuerung dann schnell zum Button-Smashing, weil man hilflos von dem kleinen Ding sitzt und es keine Möglichkeit zum Kontern gibt.Ein Kampfspiel, in dem ich nicht Kontern kann? Das ist halbgares Zeug, da fehlt was Wichtiges. Dazu kommt, das vieles im Gameplay selbst zufällig wirkt, die Steuerung ist zwar vielfältig, aber dann auch nicht immer leicht umzusetzen. Oft sind es nur Nuancen zwischen einem harten und einem leichten Schlag, was von der Dauer des gedrückten Buttons abhängt. Das ist ohne Frage ein nerviges Unterfangen und bremst den Spielspaß gehörig aus. 15 plus eins macht wenigKern des Spiels ist der Story-Modus, bei dem mit einem selbst erstellten Kämpfer die Karriere eines aufstrebenden Recken nachgestellt wird. Hier kommen nur Männer zum Einsatz, eine Frau zu formen und dann in der betreffenden Liga antreten zu lassen, ist nicht möglich. Der Editor ist aber dennoch umfangreich ausgefallen und wird optisch passabel umgesetzt. Insgesamt bewegt sich das Spiel auf gutem grafischen Niveau, ohne dabei für Furore zu sorgen. Schuld daran sind die langweiligen Menüs und die – wieder einmal – dürftig aussehenden Zuschauer, was ein ewiger Kritikpunkt zu bleiben scheint. Dass der Einstieg in den Story-Modus mühsam ist, drückt ein zweites Mal auf den Spielspaß. Spätestens hier sucht man vergeblich nach einer Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad zu regulieren. Mit Übung und Geduld überwindet man auch diese Hürde und findet auf diese Weise langsam, sehr langsam Zugang zu einem Spiel, dass doch eigentlich Spaß vermitteln soll. Stattdessen ist hier hartes, im wahrsten Sinne zähes Ringen angesagt, um den Gegner in die Knie zu zwingen. Immerhin ist die Karriere umfangreich und bietet einiges an Abwechslung: Neben den Kämpfen gibt es Trainingsmöglichkeiten für die vier Attribute des Recken, es gibt sogar Prügeleien abseits des Rings, viele Gespräche, in denen zwischen zwei Antworten entschieden werden darf.Statt des Story-Modus stehen auch noch 15 Einzelspieler-Varianten zur Verfügung, in denen wir mit einem der 30 vordefinierten Kämpfer, die aus dem realen Sportalltag den Weg ins Spiel gefunden haben, gegen einen KI-Gegner antreten. Hier dürfen auch die selbst erstellten Charaktere – maximal drei an der Zahl – in den Ring steigen. Ob nun der Leiter-Kampf oder Last-Man-Standing: Diese Modi haben ihren Reiz und ihre Berechtigung, machen aber erst im Multiplayer-Modus Sinn, wenn bis zu vier Spieler gegeneinander antreten können – vorausgesetzt, jeder hat eine Karte SVR im Schacht. Karten und KommentareApropos Karten: Einer der kleinen Pluspunkte des Titels sind die Karten, die vor den Kämpfen eingesetzt werden können, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen. Drei dürfen für jeden Kampf eingesetzt werden, allerdings müssen diese zunächst einmal freigeschaltet werden. Zu Beginn ist das Kontingent noch leer, wird dann aber im Verlauf des Story-Modus sukzessive aufgefüllt. Mit diesen Karten gibt es ein taktisches Moment, das dem Titel wirklich gut tut – wenn die Steuerung nicht so hakelig wäre, dann hätten wir alle viel Spaß.Das Spiel kommt komplett in Deutsch, alle Bildschirmtexte und die Dialoge wurden lokalisiert. Sprachausgabe gibt es keine, was sich besonders während der Kämpfe bemerkbar macht, weil es keine Kommentare von einem Moderatoren-Team gibt. | ||||||||||||||||||||||
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