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Test: Die Krone des Midas

Nach(t)test im Museum. Ben Stiller lässt grüßen!
 
Das Adventure Die Krone des Midas wird von SevenOne Intermedia und Galileo Mystery präsentiert. Beide Namen stehen nicht unbedingt für Qualität, aber der Schein kann ja auch mal trügen, besonders wenn man genauer hinschaut. Zum Entwicklerteam gehören u.a. Falko Löffler, der für die AnkhWeitere Infos-Reihe Dialoge schrieb und Jörg Beilschmidt, Rätseldesigner beim GeheimakteWeitere Infos-Duett.

Nachts im Museum 3?

Stephan Biegelmeyer (im Spiel und Handbuch immer mal wieder Stefan …) hat einen neuen Job und zwar als Nachtwächter in einem Museum. Bevor er seine Arbeitsstelle überhaupt antreten darf, muss er miterleben, wie der alte Nachtwächter, der etliche Jahre seines Lebens im Museum verbracht hat, fristlos gekündigt wird. Auf eine gründliche Einarbeitung muss Stephan also verzichten.
Mit dem Abgang des jetzigen Frührentners beginnen auch gleichzeitig die Probleme und seltsamen Ereignisse. Ein Dinosaurierskelett stürzt plötzlich ein und geheimnisvolle Schritte sind überall zu hören. Mit der Unterstützung von Jessica, einer Restauratorin, will der Hauptdarsteller den unerklärlichen Geschehnissen auf den Grund gehen. Doch leichter gesagt als getan. Der Direktor des Museums schließt die beiden ein und wie es scheint, birgt der Mann düstere Geheimnisse. Als dann auch noch Jessicas Ex-Freund Rick – Abenteurer von Beruf – auftaucht, ist das Chaos komplett
Die Story und die Dialoge richten sich an ein jüngeres Publikum. In Die Krone des Midas erwachen aber keine Exponate zum Leben und es geht weitaus weniger fantasievoll zu als im Storytechnisch ähnlich angelegten Kinofilm „Nachts im Muesum“, soviel sei schon mal verraten.

Zusammen ist man stark

Stephan scheucht man simpel per Klick auf den Touchscreen durch die 2D-Locations. Alternativ funktioniert das auch per Steuerkreuz. Veteranen greifen zu ersterem. Da die Größe des Bildschirms Details verschluckt, kommt die Hot-Spot-Anzeige sehr gelegen, die alle heißen Punkte mit einer Lupe versieht. Wer an einem Rätsel verzweifelt, kann sich über eine Hilfefunktion freuen, die die Lösung der Kopfnuss detailliert beschreibt. Für meinen Geschmack geht dieses Feature etwas zu weit. Eine abgestufte Unterstützung wäre schöner gewesen. Bei einem Gegenstand von Interesse ploppen diverse Symbole auf, z.B. eine Auge oder eine Hand, wenn man das Objekt mitnehmen kann, die dann ins Inventar am unteren Bildschirm wandern.
Im späteren Verlauf tritt Jessica als zweite spielbare Person auf den Plan. Per Schultertasten lässt sich schnell zwischen den Protagonisten hin und her schalten. Eine Schnellreisefunktion oder eine Karte des Museums gibt es übrigens nicht. Dafür haben die Kameraden ein ordentliches Tempo drauf und sind stets im flotten Laufschritt unterwegs.

Seichte Rätselkost

Passend zur Zielgruppe sind die Rätsel allesamt nicht allzu schwierig und logisch nachvollziehbar. Zudem kommt eine begrenzte Anzahl von Örtlichkeiten und Gegenständen im Rucksack.
Um z.B. das Dinosaurierskelett wieder aufzustellen, gilt es die Art des Urviechs zu erkennen, was dank der Informationstafel nicht sonderlich fordernd ist, und einen Bauplan des Aufbaus zu finden. Ist der Grundriss eingesackt, muss man nur noch wie bei einem Puzzle die einzelnen Teile an die richtige Position schieben, was dank der genauen Touchscreenerkennung wunderbar funktioniert. Gleiches gilt für ein paar Verschieberätsel, die es auszuknobeln gilt. Dass einige Titel selbst da schon versagen, zeigte vor kurzem noch KriminologieWeitere Infos sehr eindrucksvoll. Rätsel unter Zeitdruck oder andere stressige Situationen gibt es nicht. Wer seinen DS eine Zeit lang beiseite gelegt hat, kann dank eines Notizblocks alle Geschehnisse nochmal nachlesen und sich über Infos aller Charaktere freuen.

Nintendo Duo

Optisch macht Die Krone des Midas einen ordentlichen Eindruck. Die Locations sind detailliert. Die 3D-Charaktere heben sich aber vom Hintergrund deutlich ab, was nicht sonderlich schön aussieht. Die Animationen gehen in Ordnung, genau wie die vielen Zwischengrafiken in Renderoptik, die die Story weiterspinnen.
Das Abenteuer ist auch auf der Wii erschienen und dort professionell vertont worden. Auf diesen Luxus müssen Handheld-Besitzer leider verzichten. Stattdessen gibt es nur Text und das auch in den Rendersequenzen. In Geheimakte 2Weitere Infos hatte man zumindest dort Sprachausgabe. Die restliche Soundkulisse ist unauffällig.
Screen 1
Die Dinosaurier werden immer trauriger
Screen 2
Viele Rendersequenzen spinnen die Story fort
Screen 3
Nach diesem Plan gilt es das Skelett zusammen zu setzen
Screen 4
Die Locations gehen optisch in Ordnung

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Die Krone des Midas

Packshot
Klassisches Adventure
von SevenOne Intermedia
USK-Freigabe ab 12 Jahren
NDSOktober 2009

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