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Test: Professor Layton und die verlorene Zukunft

Der Rätselkönig ist wieder da.
 Professor Layton und die verlorene Zukunft
Was ist nach der Explosion einer mysteriösen Maschine mit dem eben noch anwesenden Premierminister passiert? Warum versetzt Laytons Zylinder Passanten in Angst und Schrecken? Und wer sind überhaupt diese komischen Pseudo-Mafiosi? Diesen und vielen weiteren Fragen ist Professor Layton in Begleitung von Nachwuchsdetektiv Luke diesmal gleich in zwei Zeitebenen auf der Spur – während man im London der Gegenwart unter anderem dem Verschwinden des Staatsoberhaupts auf den Grund geht, treibt zehn Jahre später das böse zukünftige Ich des Professors sein Unwesen und ein fast erwachsener Luke greift den Ermittlern helfend unter die Arme. Die Verbindung zwischen beiden Handlungssträngen stellt eine Zeitmaschine in Gestalt einer riesenhaften Uhr dar, deren Dienste das dynamische Duo immer wieder an festgelegten Stellen der Story in Anspruch nimmt.

Stundenlanger Spielspaß garantiert

Trotz Zeitmaschine und gelegentlicher U-Bahn-Benutzung (das Auto des Protagonisten ist leider den Weg alles Irdischen gegangen) sind die Abläufe des Spiels nahezu die gleichen wie in den beiden Vorgängertiteln – durch Antippen bewegt man sich über kleine Richtungspfeile von einem liebevoll gezeichneten Standbild zum nächsten, verwickelt Nebenfiguren in Gespräche und bekommt von diesen eine Unmenge an Rätseln vorgesetzt. Über 165 sind es diesmal, zudem wird wieder durch wöchentliche Downloads für Nachschub gesorgt.
Gelegentlich müssen Rätsel zwingend gelöst werden, um etwa am Pförtner vorbei in Inspektor Chelmeys Büro zu gelangen, ansonsten lassen sich viele Knobeleien aber (vorerst) überspringen – nur an manchen Stellen soll wie gehabt eine gewisse Anzahl abgeschlossen sein, damit die Geschichte weitergeht. Erledigte Aufgaben wandern ins Archiv, wo man sie jederzeit aufrufen darf, ungelöste verwaltet Granny Riddletons interessanter Nachfolger - lasst euch überraschen...

Eine bunte Mischung

Das Rätsel-Angebot ist wie immer breit gefächert und wunderbar abwechslungsreich. Da ist etwa Vorstellungsvermögen beim Einsetzen von Zahnrädern gefragt, Zahlencodes werden geknackt, Labyrinthe durchquert, Streichhölzer umgelegt, Suchbilder durchforstet, verknotete Schnüre entwirrt, Grundstücke mit wenigen Strichen laut Vorgabe zerteilt oder Kopfnüsse nach dem Motto „wenn vor drei Tagen übermorgen Sonntag war...“ erledigt. Manche Rätseltypen sind bereits bekannt, die Macher haben aber ansonsten wieder ordentlich Fantasie ins Aufgabendesign fließen lassen.
Der Schwierigkeitsgrad kam mir dabei insgesamt ein wenig höher vor als bisher (vielleicht bin ich aber auch nur etwas eingerostet). Zwar gibt es immer wieder eher simple, schnell gelöste Rätsel und das Empfinden richtet sich natürlich auch nach den jeweiligen Stärken des Spielers, viele Puzzles zeigen sich aber wirklich knifflig. Für solche Fälle hat man erneut die nützlichen Hinweis-Münzen zur Verfügung, welche an „verdächtigen“ Stellen der Umgebungen versteckt sind. So lassen sich mehr oder weniger deutliche Hilfestellungen erkaufen, der neue Super-Hinweis für zwei Goldstücke liefert sogar einen besonders kräftigen Wink mit dem Zaunpfahl. Fehlversuche werden erneut mit dem Abzug von „Pikarat“, also den in jedem Rätsel erspielbaren Punkten, bestraft. Je nach Pikarat-Menge öffnen sich nach Spielende im Bonusbereich weitere Extra-Gehirntrainings.
Wer geschriebene oder gezeichnete Gedächtnisstützen benötigt, kann wieder auf dem Notizblock herumkritzeln, der auf Wunsch das Rätselbild transparent überlagert und im neuen Ableger sogar „Stifte“ in mehreren Farben und zwei Stärken bietet.

Zusatzaktivitäten

Bei jedem Spielstart gibt es eine kurze Zusammenfassung der letzten Ereignisse, darüber hinaus liefert das Tagebuch des Professors alle relevanten Informationen. Unter den weiteren Menüpunkten des bewährten Koffers befinden sich wie gewohnt auch ein paar nette Nebenbeschäftigungen. So dirigiert man ein kleines Auto durch immer komplizierter werdende 2D-Landschaften, indem Pfeile und Sonderfelder auf dem Spielbrett verteilt werden. Im Bilderbuch werden Aufkleber passend zur Handlung kurzer Geschichten platziert. Und im dritten Minigame lässt man einen Boten-Papagei herumflattern, dem je nach Flugkurve an den richtigen Stellen Plattformen eingezeichnet werden müssen. Neue Strecken, Sticker und Liefermissionen lassen sich durch fleißiges Rätseln freischalten.
Die im typischen Grafikstil der Serie gehaltenen Schauplätze wie der Alltags-Arbeitsplatz des Professors (die Universität), die Büros von Scotland Yard, verwinkelte Gassen oder ein geheimnisvolles Uhrengeschäft - da bieten sich natürlich diverse „Zeiger-Rätsel“ an - werden durch sympathische Charakterporträts und hübsche Zeichentrick-Sequenzen ergänzt. Die englische Sprachausgabe ist dabei erneut allererste Sahne (zur deutschen kann ich im Moment leider nichts sagen, der Test basiert auf der US-Version), Standard-Dialoge sind allerdings auch diesmal nicht vertont.
Screen 1
Messerscharf kombiniert, Luke
Screen 2
Es geht los - das erste Rätsel
Screen 3
Die Londoner nutzen jede Gelegenheit, ihre Rätsel raus zu kramen
Screen 4
Nicht allzu schwierig, man muss nur genau hinschauen
Screen 5
Irgendwas muss man hier ändern, sonst haut es nicht hin...
Screen 6
Und? Wie viele Geschwister sind es?

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Professor Layton und die verlorene Zukunft

Packshot
Denkspiel
von Nintendo, Level 5
USK-Freigabe ab 6 Jahren
NDSOktober 2010

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Bewertungen zum Spiel

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Trailer-Bild
E3 2010 (1:33)

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