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Kolumne: Spiele und ihre Namen
Was waren das noch für Zeiten, als die Spieleregale voller angenehm übersichtlicher Titel wie Ultima Online, Everquest oder auch dem gerade noch erträglichen Dark Age of Camlot waren. Mittlerweile scheint sich aber immer mehr ein Trend zu manifestieren, vor dem man nicht einmal beim Fernsehen verschont bleibt: Der erklärende Untertitel.
Während im TV, trotz dem Zeitalter der Anglizismen, nahezu jeder englische Filmtitel mit einem deutschen Untertitel erklärt wird (Stichwort „The Italian Job - Jagd auf Millionen“ oder „Takedown - Sie dachten, Computer wären sicher“), sind die Auswirkungen im Spielesektor noch sonderbarer. Wenn ein Nachfolgespiel statt einer Zahl einen Namenszusatz trägt, ist das ja noch verschmerzlich, aber der Sinn bei komplett neuen Franchises will sich mir einfach nicht erschließen. Statt der rein erklärenden Funktion ähnelt der Name hier nämlich immer mehr einer kurzen Inhaltsangabe - der Klapptext auf der Rückseite scheint wohl nicht mehr auszureichen.
So entstehen gar wundersame Spielenamen wie Age of Conan: Hyborian Adventures, Warhammer Online: Age of Reckoning, Aion: The Tower of Eternity oder der neueste Clou Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar. Warum muss ich denn als Käufer minutenlang vor dem Spieleregal verbringen, um überhaupt alle Titel erfassen zu können?
Klar, als Hersteller muss man sich gegen die ganzen Konkurrenztitel wie Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Michelbinge und Aion: The Two Towers abgrenzen, aber das wäre doch sicherlich auch anders machbar. Als ob die Genrebezeichnung MMORPG nicht schon seltsam genug wäre, nun kauft man auch noch Spiele, die sich mit DHdRO: DSvA oder AtToE abkürzen lassen. Noch finden sich zwar weitaus kürzere Bezeichnungen, aber so langsam wird die Luft hier auch dünn - oder wer denkt bei der Abkürzung ToA an das kommende MMO Trials of Ascension?
Jedoch betrifft das nicht nur Onlinespiele, was solche Paradebeispiele wie Avatar: The Last Airbender – The Burning Earth, Grey Hastings’ Tournament Paintball MAX’D oder Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots beweisen.
Liebe Spielehersteller, bitte hebt euch die Beschreibungen doch für die Rückseite der Spielepackung auf und stoppt diesen Wahnsinn, bevor der Name bald das gesamte Cover einnimmt.
Marcel Benz
Während im TV, trotz dem Zeitalter der Anglizismen, nahezu jeder englische Filmtitel mit einem deutschen Untertitel erklärt wird (Stichwort „The Italian Job - Jagd auf Millionen“ oder „Takedown - Sie dachten, Computer wären sicher“), sind die Auswirkungen im Spielesektor noch sonderbarer. Wenn ein Nachfolgespiel statt einer Zahl einen Namenszusatz trägt, ist das ja noch verschmerzlich, aber der Sinn bei komplett neuen Franchises will sich mir einfach nicht erschließen. Statt der rein erklärenden Funktion ähnelt der Name hier nämlich immer mehr einer kurzen Inhaltsangabe - der Klapptext auf der Rückseite scheint wohl nicht mehr auszureichen.
So entstehen gar wundersame Spielenamen wie Age of Conan: Hyborian Adventures, Warhammer Online: Age of Reckoning, Aion: The Tower of Eternity oder der neueste Clou Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar. Warum muss ich denn als Käufer minutenlang vor dem Spieleregal verbringen, um überhaupt alle Titel erfassen zu können?
Klar, als Hersteller muss man sich gegen die ganzen Konkurrenztitel wie Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Michelbinge und Aion: The Two Towers abgrenzen, aber das wäre doch sicherlich auch anders machbar. Als ob die Genrebezeichnung MMORPG nicht schon seltsam genug wäre, nun kauft man auch noch Spiele, die sich mit DHdRO: DSvA oder AtToE abkürzen lassen. Noch finden sich zwar weitaus kürzere Bezeichnungen, aber so langsam wird die Luft hier auch dünn - oder wer denkt bei der Abkürzung ToA an das kommende MMO Trials of Ascension?
Jedoch betrifft das nicht nur Onlinespiele, was solche Paradebeispiele wie Avatar: The Last Airbender – The Burning Earth, Grey Hastings’ Tournament Paintball MAX’D oder Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots beweisen.
Liebe Spielehersteller, bitte hebt euch die Beschreibungen doch für die Rückseite der Spielepackung auf und stoppt diesen Wahnsinn, bevor der Name bald das gesamte Cover einnimmt.
Marcel Benz
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