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Kolumne: Wenn aus Spaß Arbeit wird
Warum spielen wir eigentlich Computerspiele? Klar, um uns von der realen Welt abzulenken, in ein anderes Universum einzutauchen und Dinge zu tun, von denen wir sonst nur träumen könnten - den Stress der Arbeit/Schule hinter uns lassen und einfach nur entspannen und Spaß haben. Das ist zumindest meine Definition und bisher dachte ich eigentlich, dass ich damit nicht alleine bin.
Je mehr man sich jedoch mit dem Phänomen der Onlinespiele auseinandersetzt, zeigt sich ein völlig anderes Bild. So scheint ein Großteil der Spieler unheimlichen Spaß daran zu finden, sich nach einem anstrengenden Tag gleich wieder in den nächsten Job zu werfen. Dieser „Zweitjob“ trägt dabei Namen wie World of Warcraft oder auch Der Herr der Ringe Online und wird von Millionen Menschen weltweit ausgeübt. Das besondere hieran ist jedoch nicht nur, dass man sich als Ork oder Hobbit verkleidet, sondern auch, dass man selbst dafür bezahlt und nicht bezahlt wird. Auch die Arbeitsräume sind, zumindest für westliche Verhältnisse, eher ungewöhnlich, denn Büros mit mehr als 24 Mitarbeitern sind da keine Seltenheit. Und diese haben nicht einfach irgendwelche Zimmernummern, sondern jeweils individuelle Namen wie Karazhan oder auch Helegrod. Als wäre das nicht genug, tauscht man noch seinen Schreibtisch gegen ein Schwert, verwandelt sich zwischendurch in einen Eiswürfel und hüpft quer durch einen Vulkan.
Hört sich nach einer durchgeknallten, japanischen Spielshow an? Nicht ganz, denn nach den Verkaufszahlen von WoW und ähnlichen Spielen zu urteilen, ist dies für viele Menschen das alltäglich Brot.
Ich kann und will mich jedoch nicht damit anfreunden! Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man sich Tag für Tag (und das über mehrere Monate) durch ein und dieselbe Instanz prügeln kann, um irgendwann vielleicht mal die purpurnen Unterhosen eines Riesenmongos in den Händen halten zu können. Spaß macht das vielen nach einiger Zeit nicht mehr, aber man hat ja keine andere Wahl um mit anderen Spielern mithalten zu können.
Was ist das bitte für ein Spielkonzept und vor allem warum zahlen so viele immer noch für solche Spiele, obwohl der Spielspaß schon lange verflogen ist?
Wo sind die guten alten Zeiten hin, als man alle paar Wochen mal in einen Raiddungeon ging und jeder Teilnehmer ein paar brauchbare Gegenstände erhielt? Als nicht alle paar Monate ein neuer Dungeon rauskam, durch den man seine bisherigen, hart erarbeiteten, Gegenstände fast in die Tonne treten kann?
Sind wir Spieler, die wir um des Spaßes Willen spielen, wirklich die Außenseiter?
Marcel Benz
Je mehr man sich jedoch mit dem Phänomen der Onlinespiele auseinandersetzt, zeigt sich ein völlig anderes Bild. So scheint ein Großteil der Spieler unheimlichen Spaß daran zu finden, sich nach einem anstrengenden Tag gleich wieder in den nächsten Job zu werfen. Dieser „Zweitjob“ trägt dabei Namen wie World of Warcraft oder auch Der Herr der Ringe Online und wird von Millionen Menschen weltweit ausgeübt. Das besondere hieran ist jedoch nicht nur, dass man sich als Ork oder Hobbit verkleidet, sondern auch, dass man selbst dafür bezahlt und nicht bezahlt wird. Auch die Arbeitsräume sind, zumindest für westliche Verhältnisse, eher ungewöhnlich, denn Büros mit mehr als 24 Mitarbeitern sind da keine Seltenheit. Und diese haben nicht einfach irgendwelche Zimmernummern, sondern jeweils individuelle Namen wie Karazhan oder auch Helegrod. Als wäre das nicht genug, tauscht man noch seinen Schreibtisch gegen ein Schwert, verwandelt sich zwischendurch in einen Eiswürfel und hüpft quer durch einen Vulkan.
Hört sich nach einer durchgeknallten, japanischen Spielshow an? Nicht ganz, denn nach den Verkaufszahlen von WoW und ähnlichen Spielen zu urteilen, ist dies für viele Menschen das alltäglich Brot.
Ich kann und will mich jedoch nicht damit anfreunden! Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man sich Tag für Tag (und das über mehrere Monate) durch ein und dieselbe Instanz prügeln kann, um irgendwann vielleicht mal die purpurnen Unterhosen eines Riesenmongos in den Händen halten zu können. Spaß macht das vielen nach einiger Zeit nicht mehr, aber man hat ja keine andere Wahl um mit anderen Spielern mithalten zu können.
Was ist das bitte für ein Spielkonzept und vor allem warum zahlen so viele immer noch für solche Spiele, obwohl der Spielspaß schon lange verflogen ist?
Wo sind die guten alten Zeiten hin, als man alle paar Wochen mal in einen Raiddungeon ging und jeder Teilnehmer ein paar brauchbare Gegenstände erhielt? Als nicht alle paar Monate ein neuer Dungeon rauskam, durch den man seine bisherigen, hart erarbeiteten, Gegenstände fast in die Tonne treten kann?
Sind wir Spieler, die wir um des Spaßes Willen spielen, wirklich die Außenseiter?
Marcel Benz
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